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Afghanistan Karsais Bruder wurde beerdigt


Hohes Sicherheitsaufgebot bei der Beerdigung: Ahmad Wali Karsai, der ermordete Bruder des afghanischen Präsidenten ist am Mittwoch zu Grabe getragen worden.

Der ermordete Halbbruder von Afghanistans Staatschef Hamid Karsai ist am Mittwoch in seinem Heimatdorf im Süden des Landes beerdigt worden. Nach einer Trauerfeier in einem Regierungsgebäude in Kandahar wurde der Sarg des umstrittenen Provinzpolitikers unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in das Dorf Kars südlich der Stadt gebracht. Bei der Beerdigung küsste Präsident Karsai unter Tränen die Stirn seines jüngeren Bruders. Unter den tausenden Trauergästen waren auch mehrere Minister sowie zahlreiche Stammesälteste.

Wali Karsai war äußerst umstritten. Gegen den 49-Jährigen waren immer wieder Vorwürfe wegen Korruption und Drogenhandels laut geworden. Im Kampf gegen die Taliban war er aber ein wichtiger Verbündeter der NATO. Er wurde am Dienstag in seinem Haus in Kandahar erschossen - laut Polizei vom Chef seiner eigenen Leibwache. Zu dem Attentat bekannten sich die radikalislamischen Taliban.

Die Stadt Kandahar in der gleichnamigen Unruheprovinz wurde für die Trauerfeier von schwer bewaffneten Soldaten und Polizisten abgeriegelt, alle Hauptverkehrstraßen waren gesperrt. Die Trauerfeier im Gebäude des Provinzrates von Kandahar, dessen Vorsitzender Walid Karsai war, ließ der Präsident von seinen eigenen Sicherheitskräften bewachen. Auf dem Weg zu der Beerdigung wurde die Wagenkolonne des Gouverneurs der benachbarten Provinz Helmand jedoch von einem Sprengsatz getroffen. Galub Mangal sowie der Gemeidienstchef der Provinz blieben nach offiziellen Angaben aber unverletzt.

Karsai gehörte zu den einflussreichsten Politikern des Landes und war der Vorsitzende des Provinzrats von Kandahar. Er hinterlässt zwei Söhne und drei Töchter.

AFP/DPA DPA

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