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Unwetter: Schwere Sachschäden

Schwere Unwetter haben vor allem im Süden und in der Mitte Deutschlands erhebliche Sachschäden angerichtet. Tote waren keine zu beklagen.

Schwere Unwetter haben in der Nacht zum Donnerstag vor allem im Süden und in der Mitte Deutschlands erhebliche Schäden angerichtet. In der Schwarzwald-Gemeinde Sankt Peter wurde ein 32- Jähriger im Freien durch einen Blitzschlag lebensgefährlich verletzt. Im hessischen Main-Kinzig-Kreis gerieten fünf Fallschirmspringer in eine Schlechtwetterfront und wurden beim Sprung aus 1500 Metern Höhe zum Teil schwer verletzt.

Bäume stürzten um

Auf regennassen Straßen kam es zu mindestens zwei Unfällen mit Schwerverletzten. Auf der Autobahn 3 nahe dem hessischen Niedernhausen verunglückte ein Gefahrguttransporter. Blitzeinschläge verursachten zahlreiche Brände. Allein in Oberbayern entstanden so rund 800 000 Euro Schaden. Menschen kamen bei den Bränden nicht zu Schaden. Ebenfalls in Oberbayern stürzte ein Baum auf einen Regionalzug und beschädigte den Zug schwer. Die Bahnstrecke Weilheim- Augsburg war für zwei Stunden gesperrt. Verletzt wurde niemand.

Auto überschlug sich

Auf der Autobahn 66 bei Wiesbaden überschlug sich am späten Mittwochabend ein Kleinwagen auf regennasser Fahrbahn. Ein Mann und eine Frau wurden schwer verletzt. Ebenfalls auf nasser Straße geriet auf der Autobahn 3 nahe dem hessischen Niedernhausen ein Gefahrguttransporter ins Schleudern und kippte um. Dabei trat nach Polizeiangaben eine zunächst unbekannte Menge stark ätzenden Vinylacetats aus. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden. Die A 3 war am frühen Donnerstagmorgen noch in beide Richtungen gesperrt.

Blitze verursachen Brände

Im oberbayerischen Eglfing schlug ein Blitz in einen Bauernhof ein. Bei dem Brand entstanden 500 000 Euro Schaden. Menschen und Tiere wurden nicht verletzt. Im Rodenbach bei Kaiserslautern setzte ein Blitz ein Doppelhaus in Brand. Das Feuer richtete 250 000 Euro Schaden an. In Neunkirchen im Saarland schlug ein Blitz in eine Turnhalle ein und verursachte 10 000 Euro Schaden. In Nordrhein-Westfalen liefen nach Polizeiangaben mancherorts Keller und Unterführungen voll. Die Zugstrecke Coesfeld-Dorsten wurde zeitweise durch umgestürzte Bäume blockiert. Die dortigen Schäden hielten sich den Angaben zufolge jedoch in engen Grenzen.

DPA