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USA, Tennessee Zu Unrecht verurteilter Mörder sitzt 30 Jahre im Gefängnis – und stirbt wenige Monate nach der Freilassung

Ein Mann in den USA saß 30 Jahre lang unschuldig im Gefängnis
Ein Mann saß 30 Jahre lang unschuldig in einem Gefängnis in den USA
© Olaf Döring / Imago Images
Claude Garrett saß 30 Jahre lang zu Unrecht in den USA in Haft. Vergangenen Mai wurde der 66-Jährige schließlich freigelassen. Doch sein neues Leben in Freiheit konnte er nicht lange genießen.

Es ist ein bewegendes Schicksal: Claude Garrett lebte nur wenige Monate in Freiheit und ist nun im Alter von 66 Jahren gestorben, nachdem er zu Unrecht eine 30-jährige Haftstrafe verbüßt hatte. Das berichtet die britische "Daily Star".

1992 war Garrett wegen Mordes an seiner damaligen Freundin Lorie Lance von einem Gericht im US-Bundesstaat Tennessee zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er sollte ein Feuer in ihrer gemeinsamen Wohnung in Old Hickory, Tennessee gelegt haben, bei dem die 24-Jährige ums Leben kam.

Garrett selbst konnte sich damals aus der brennenden Wohnung retten, habe vorher aber noch versucht, seine Freundin ebenfalls in Sicherheit zu bringen, wie er später gegenüber Polizisten aussagte. Ermittler fanden jedoch Beweise, die auf eine Brandstiftung hindeuteten. Garret wurde schließlich für schuldig erklärt und zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Der stern berichtete.

Nach jahrelangen Bemühungen konnte Garret Anfang des Jahres schließlich "seine tatsächliche Unschuld" beweisen und wurde aus dem Gefängnis in Riverbend entlassen. Der zuständige Richter war der Auffassung, dass "keine vernünftige Jury Claude Garrett angesichts der neuen wissenschaftlichen Beweise wegen Mordes verurteilt hätte." Er bezeichnete die Indizien als "Müll".

USA: Garrett genoss Leben mit seiner Familie

"Seitdem und in den letzten fünf Monaten genoss Claude seine Freiheit", zitiert die "Daily Star" Garretts Freundin, Liliana Segura. Er habe jeden Moment mit seiner Tochter Deana und vor allem mit seinem Enkel genossen, "den er über alles liebte". Doch das Leben des 66-Jährigen ging nicht lang; er verstarb nun im Schlaf.

Garretts Freundin, Segura, ist erniedrigt. "Claude hatte Pläne. Er wollte, dass der Staat für seine unrechtmäßige Verurteilung zur Rechenschaft gezogen wird. Er wollte eine Entschädigung. Es ist mir unbegreiflich, dass die Menschen, die am meisten dafür verantwortlich sind, dass ihm so viel von seinem Leben gestohlen wurde, sich nie mit dem auseinandersetzen müssen, was sie getan haben, dass sie ihn überleben werden", sagt sie.

Quellen: Daily Star

nk

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