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Vermisster Mirco aus Grefrath Heiße Spur versiegt erneut


Kurzzeitig gab es wieder etwas Hoffnung: Bilder von Wärmekameras hatten auffällige Bodenveränderungen und Wärmeflecken in dem Gebiet, in dem Mirco verschwunden war, gezeigt. Doch von dem Jungen fehlt weiter jede Spur.

Die Suche nach dem seit zwei Wochen vermissten Mirco aus Grefrath ist am Samstag weiter erfolglos geblieben. Auch eine Auswertung der Aufnahmen von zwei Aufklärungsjets der Luftwaffe mit speziellen Wärmebildkameras brachte die Ermittler nicht voran, wie die Polizei am Samstagnachmittag mitteilte. Mittlerweile sind bei der Sonderkommission der Polizei weit über 1500 Hinweise eingegangen. Mirco war am Abend des 3. September auf dem Heimweg von einer Skater-Anlage verschwunden. Am Samstag war sein elfter Geburtstag.

Zuerst wurde sein Fahrrad gefunden, dann seine Hose. Die Ermittler gehen von einer Entführung in einem Auto aus. Die Auswertungen und Vernehmungen würden auch am Sonntag fortgesetzt, hieß es.

Mirco bereits zwei Wochen verschwunden

Seit zwei Wochen gibt es kein Lebenszeichen von dem Jungen. Die Suche konzentriert sich auf ein 130 Quadratkilometer großes Gebiet am Niederrhein. Am Freitag hatten zwei Tornado-Jets das Gebiet überflogen und Aufnahmen mit Wärmebildkameras gemacht. Die Auswertung ergab zunächst vier verdächtige Punkte. Jeder dieser "Hot Spots" sei unter die Lupe genommen worden, sagte Polizeisprecher Willy Theveßen. Die Überprüfung sei jedoch ergebnislos geblieben.

Die Ermittler hoffen weiterhin auf wichtige Hinweise aus der Bevölkerung. An dem Parkplatz, an dem eine Passantin die Jogginghose des Jungen gefunden hatte, stellten die Fahnder einen beleuchteten Schaukasten mit aktuellen Informationen und Fahndungsaufrufen auf. Dieser Platz habe sich in den vergangenen Tagen zu einer "Pilgerstätte" entwickelt, an der die Menschen Blumen und Botschaften niederlegen oder Kerzen aufstellen.

Schaukasten soll weitere Hinweise bringen

"Wir wollen diese Menschen ermutigen, uns Hinweise jeglicher Art zu geben." Wahrscheinlich werde demnächst auch ein Briefkasten neben dem Schaukasten aufgestellt. "Vielleicht kriegen wir so noch den ein oder anderen wichtigen Hinweis", sagte Theveßen.

Hinweise auf einen möglichen Täter könnten auch fremde DNA-Spuren an den Kleidungsstücken des Jungen geben. Zum Stand der Untersuchungen wollte sich der Polizeisprecher nicht äußern: "Wenn wir DNA-Spuren finden, wird das der Täter als erstes von uns erfahren."

swd/DPA DPA

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