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Video Bundespräsident Steinmeier eröffnet "documenta fifteen"

STORY: Samstagvormittag in Kassel. Die "documenta fifteen" wurde durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier offiziell eröffnet. Damit ist die größte zeitgenössische Kunstausstellung in Deutschland nach fünf Jahren Pause wieder zurück. Im Vorfeld hatte es jedoch Antisemitismus-Vorwürfe gegeben im Zusammenhang mit den Kuratoren der Ausstellung – dem indonesische Künstlerkollektiv Ruangrupa. Steinmeier fand auch dazu bei seiner Eröffnungsrede Worte: "Und es fällt eben auf, wdenn er auf diese bedeutenden Ausstellungen zeitgenössischer Kunst wohl keine jüdischen Künstlerinnen und Künstler aus Israel vertreten sind. Und es verstört mich, wenn außerhalb dieser Ausstellung, weltweit neuerdings häufiger, Vertreter des globalen Südens sich weigern, an Veranstaltungen, an Konferenzen oder Festivals teilzunehmen, an denen jüdische Israelis teilnehmen. Ein Boykott Israels, das will ich sagen, kommt eben einer Existenzverweigerung gleich." Doch Kunst und Politik müssen getrennt werden, betonte der Bundespräsident am Samstag. "Wir alle wissen, Kunst ist nicht streitfrei zu haben. Eine demokratische Gesellschaft darf Künstler nicht bevormunden. Erst recht nicht instrumentalisieren. Kunst hat keinen politischen Auftrag und Politik richtet nicht über die Qualität von Kunst. Kunst kann dagegen eine Gesellschaft. Mit sich selbst ins Gespräch bringen. Ein Gespräch übrigens, das wir alle miteinander bitter nötig haben.“ Die 15. Documenta findet vom 18. Juni bis 25. September täglich von 10 bis 20 Uhr statt. 100 Tage lang können die Besucherinnen und Besucher also an 32 Ausstellungsorten, die über die ganze Stadt verteilt sind, an Aktionen, Workshops und Brainstormings teilnehmen. Ein Tagesticket kostet 27 Euro, das Dauerticket 125.
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Die Documenta in Kassel gilt als die bedeutendste Ausstellung zur zeitgenössischen Kunst weltweit.

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