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Video Documenta Fifteen: Diese Kunstwerke sind ab Samstag zu sehen

STORY: FünfJahre lang mussten sich Kunstliebhaber gedulden, nun ist sie wieder zurück: die documenta. Deutschlands größte Ausstellung für zeitgenössische Kunst wird am Samstag eröffnet. Laut documenta-Generaldirektorin Sabine Schormann gibt es Werke von mehr als 1.500 internationalen Künstlern zu sehen. Dabei spiele die postkoloniale Perspektive des globalen Südens eine große Rolle. In den vergangenen Monaten hatte es Antisemitismus-Vorwürfe gegen die documenta und die Kuratoren der Ausstellung – das indonesische Künstlerkollektiv Ruangrupa – gegeben. Grund war die Einladung der palästinensischen Künstlergruppe "The Question of Funding", der eine Nähe zur israelkritischen Boykottbewegung BDS nachgesagt wird. Die documenta-Macher haben sich gegen die Vorwürfe gewehrt und gesagt, sie lehnten jeden Antisemitismus ab. Die hessische Ministerin für Kunst Angela Dorn betonte die Relevanz der documenta seit ihrer erstmaligen Ausstellung im Jahr 1955: O-TON ANGELA DORN "Die documenta war immer ein Abbild ihrer Zeit, eine bahnbrechende Kunstausstellung, die infrage stellt, wie wir die Welt sehen, die infrage stellt, was für uns der Kunstbegriff von heute ist." Eines der Kunstwerke, das ab Samstag zu sehen sein wird, ist eine Kompost-Toilette, die einer Aussichtsplattform ähnelt. Besucher werden ebenso die Möglichkeit haben, eine Schrottskulptur von der Größe mehrerer Lastwagen zu begutachten. Für Samstag wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Kassel erwartet. Er soll die documenta offiziell eröffnen.
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Die größte zeitgenössische Kunstausstellung in Deutschland ist nach fünf Jahren Pause zurück. Bereits vor der Eröffnung hatte es Antisemitismus-Vorwürfe gegeben.

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