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Video Energiekosten und Mangel an Fahrern - Transportbranche fordert schnelle Hilfe von der Politik

Die steigenden Energiekosten machen zunehmend auch den deutschen Transportunternehmen zu schaffen. Dirk Engelhardt, Vorstandssprecher vom Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung schlägt Alarm: "Das ist natürlich eine Riesen-Belastung für die Branche, allein die Kraftstoffkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 37 Prozent gestiegen. Die Kraftstoffpreise machen bei unseren mittelständischen Transportunternehmern zwischen 25 und 30 Prozent aus, sodass man sagen kann, die Gesamtkosten sind für die Unternehmen zwischen 9 und 12 Prozent gestiegen. Das ist natürlich eine Riesen-Belastung." Um eine Verschlechterung der Versorgungssituation wie in England zu verhindern, schlägt er vor: "Sowohl die Politik, wie aber auch die Verlader und in letzter Konsequenz auch die Konsumenten sind gut bedient, wenn wir keine Situation wie in England haben wollen, den deutschen Mittelstand zu unterstützen. Das kann auf der einen Seite durch eine Entlastung sein, durch entsprechende Förderprogramme. Auf jeden Fall muss die Politik schnell handeln, wenn die Versorgungssicherheit in Deutschland weiter aufrechterhalten werden soll." Angesichts des neuen Rekordhochs beim Dieselpreis hatte der deutsche Mittelstand bereits vor drastischen Folgen für Wirtschaft und Verbraucher gewarnt. Die Corona-Krise drohe zum Jahresende nahtlos von einer veritablen Wirtschaftskrise abgelöst zu werden, sagte der Chef des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft. Gregor Werum ist kaufmännischer Leiter der Spedition Bork. Er bewertet die Lage zwar noch nicht ganz so dramatisch wie in England, doch auch er sieht gravierende Probleme auf die Branche zukommen, nicht nur was den Sprit betrifft. "Wir haben eine massive Fahrerknappheit am Markt. Wir haben täglich haben wir Fahrzeuge hier auf dem Hof stehen, auf dem Betriebsgelände, weil wir die Fahrzeuge nicht besetzen können mit Fahrern, hatten auch hier eine massive Lohnerhöhung gerade vor zwei Monaten durchführen müssen. Es ist jetzt natürlich in Kombination mit den deutlich gestiegenen Spritpreisen ist das dauerhaft nicht tragbar für uns." Auch wegen den ansteigenden Energiepreisen ist die Inflation im Euroraum im September so stark gestiegen wie seit 13 Jahren nicht mehr. Die Verbraucherpreise kletterten binnen Jahresfrist um 3,4 Prozent, angetrieben von massiv gestiegenen Kosten für Öl und Gas. Der Füllstand der Gasspeicher liege Informationen des Wirtschaftsministeriums zufolge derzeit bei 70,7 Prozent. Eine Sprecherin verwies darauf, dass es für den Anstieg der Gaspreise weltweit verschiedene Gründe gebe. Dazu gehöre etwa die anziehende Weltkonjunktur mit einer sehr starken Gasnachfrage nach der Pandemie.
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Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung warnt vor einer Verschlechterung der Versorgungssituation wie in England.

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