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Video Thomas Jefferson fliegt aus New Yorker Rathaus

Die überlebensgroße Figur des ehemaligen US-Präsidenten Thomas Jefferson steht seit mehr als 100 Jahren im Ratssaal der New Yorker City Hall. Doch jetzt soll damit Schluss sein. Der Stadtrat hat die Verbannung der Nachbildung der Bronze-Statue im Washingtoner Kapitol beschlossen. Und zwar einstimmig. Jefferson war einerseits einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten, von 1801 bis 1809 der dritte amerikanische Präsident und der hauptsächliche Verfasser der Unabhängigkeitserklärung. Auf der anderen Seite hatte er mehr als 600 Sklaven. Zusammen mit einer Sklavin hatte er zudem sechs Kinder. Nach Meinung des New Yorker Stadtrats repräsentiere er deswegen einige der beschämendsten Seiten in der Geschichte der USA. Stadträtin Adrienne Adams sagte: "Obwohl sich die Statue von Thomas Jefferson seit fast zwei Jahrhunderten in den Gemächern befindet, glaube ich, dass es für uns als Stadt an der Zeit ist, das Kapitel zu schließen und nach vorne zu schauen." Die Debatte um Statuen in und vor öffentlichen Gebäuden der Stadt war durch die Black Lives Matter-Proteste wieder aufgeflammt. Die Meinungen dazu gehen weit auseinander. "Nun, es ist ein guter Schritt nach vorn. Und für mich ist es etwas Gutes für die Nation." "Wir wollen einfach nicht, dass sie die Statuen abbauen. Wir wollen, dass die Statuen stehen und dass jeder etwas über sie erfährt. Das ist Geschichte." Unklar ist noch, was mit der Jefferson-Figur aus New York passieren soll. Ursprünglich war einmal geplant, sie in den Räumen der New York Historical Society aufzustellen. Darauf wollte sich der Stadtrat aber noch nicht festlegen. Es solle kein Präzedenzfall geschaffen werden, hieß es dazu.
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Der Stadtrat von New York hat entschieden, eine Statue des ehemaligen US-Präsidenten Thomas Jefferson aus dem Rathaus zu entfernen.

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