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Intelligenz im Weißen Haus: Trump hält sich für eines - aber diese Präsidenten waren wirklich Genies

Er sei nicht nur klug, sondern ein Genie, verkündete Donald Trump. Doch während er den Beweis für seine Genialität schuldig bleibt, können andere US-Präsidenten durchaus als Genies gelten.

Portät des sechsten US-Präsidenten John Quincy Adams

John Quincy Adams war der sechste Präsident der USA und hatte einen IQ zwischen 165 und 175

Der Intelligenzquotient, kurz IQ, ist das Maß dafür, wie intelligent ein Mensch ist. Der durchschnittliche IQ liegt zwischen 90 und 110. Wer auf 130 und mehr kommt, ist hochbegabt. Wer einen IQ von über 150 hat, gilt als Genie. Einen solch hohen Wert erreicht nur einer unter 10.000 Menschen. Donald Trump hält sich für einen von ihnen.

"In meinem ganzen Leben waren meine beiden größten Trümpfe geistige Stabilität und dass ich richtig schlau bin", verkündete er auf Twitter. Er habe es von einem sehr erfolgreichen Geschäftsmann zum Fernsehstar und zum US-Präsidenten gebracht. "Ich denke, das qualifiziert mich nicht nur als schlau, sondern als Genie ... und als sehr stabiles Genie noch dazu."

Einen Beweis für seine Genialität blieb Trump der Öffentlichkeit aber bislang schuldig. Den IQ-Test, auf den sich der Präsident beruft, hat noch niemand zu Gesicht bekommen. Natürlich gibt es kein Gesetz, das den Immobilien-Mogul dazu verpflichten würde, seine Intelligenz zu belegen. Doch andere könnten auf die Idee kommen, sie ohne sein Zutun zu testen.

Genies unter den US-Präsidenten

2006 entwickelte der Psychologe Dean Keith Simonton eine Methode, die das möglich macht. Auf der Grundlage von Unzähligen Biografien, Untersuchungen, Umfragen und anderen historischen Quellen entwickelte er einen statistischen Algorithmus, der es erlaubt, den IQ von Personen einzuschätzen, ohne dass sie einen IQ-Test machen müssen.

Simonton, der an der University of California in Davis forscht, beteuert, dass seine Methode unparteiisch und äußerst genau ist. Die Fachzeitschrift Political Psychology hielt sie zumindest für zuverlässig genug, um sie zu veröffentlichen

Der Professor wandte seinen Algorithmus an, um den IQ von US-Präsidenten zu ermitteln - von George Washington bis George W. Bush. Seinen Untersuchungen zufolge war John Quincy Adams unter ihnen der hellste Kopf. Simonton schätzt den IQ des sechsten US-Präsidenten auf zwischen 165 und 175.  

Auf dem zweiten Platz des Intelligenz-Rankings landete Thomas Jefferson, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten und Hauptverfasser der Unabhängigkeitserklärung sowie einer der einflussreichsten Staatstheoretiker der USA. Seinen IQ bezifferte Simonton mit 150 bis 160. Es sind nur J. Q. Adams und Jefferson, die zweifelsfrei die Grenze von 150 Punkten überschreiten und somit als Genies gelten können.

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Zweifel an Donald Trumps Intelligenz

John F. Kennedy belegt in dem Ranking den dritten Platz (IQ von 148 bis 160) und Bill Clinton den vierten (IQ von 136 bis 159). An der Genie-Marke kratzen außerdem James Madison, Abraham Lincoln, James A. Garfield, Chester A. Arthur, Franklin D. Roosevelt und Jimmy Carter.

Aber was ist nun mit Trump? Die letzte beiden Präsidenten, Trump und Obama, wurden bei der Studie nicht berücksichtigt. "Leider hat niemand versucht, meine Studie aus dem Jahr 2006 fortzusetzen", schrieb der Professor an die "Washington Post". Tatsächlich meldet Simonton Zweifel an der Intelligenz von Trump an. "Wenn er tatsächlich einen IQ-Test gemacht hat, warum veröffentlicht er dann nicht die Ergebnisse? Ich denke, wir können uns denken, warum", bemerkte er vielsagend.

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ivi