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Video Türkisches Gericht spricht deutsche Journalistin Mesale Tolu frei

Freispruch für die deutsche Journalistin Mesale Tolu, hier auf Archivbildern zu sehen, ein Jahr nach ihrer in Istanbul erfolgten Verhaftung im April 2017. Damals war die Journalistin kurdischer Herkunft festgenommen und mehr als sieben Monate in Haft gehalten worden. Ihr, ihrem Ehemann und anderen war die Mitgliedschaft in der in der Türkei verbotenen, als linksextremistisch geltenden Partei MLKP vorgeworfen worden, außerdem Terrorpropaganda. Auch ihr Ehemann wurde freigesprochen. Max Lucks ist Bundestagsabgeordneter der Grünen und sitzt im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe. "Dieser Freispruch heute ist gut. Aber es ist auch das Mindeste, was zu erwarten war. Was eigentlich zu erwarten gewesen wäre, wäre, dass eine deutsche Journalistin nicht wegen ihrer journalistischen Arbeit inhaftiert wird, dass einer deutschen Staatsbürgerin auch gut das Anrecht auf konsularische Betreuung ermöglicht wird. Und deshalb zeigt dieser Prozess, der jetzt zu Ende geht, immer noch den Bruch mit europäischen Werten. Und daran dürfen wir uns nicht gewöhnen." Es sei inakzeptabel wie die Türkei den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ignoriere, so Lucks. "Die Türkei ist länger Mitglied des Europarates als Deutschland. Sie hat sich dazu verpflichtet, die Europäische Menschenrechtskonvention umzusetzen. Daran appellieren wir jetzt auch. Der Europarat muss eine geeinte Antwort finden, wenn Osman Kavala in Haft bleibt, denn Kavala und die Mitangeklagten, die stehen eben für diese bunte, demokratische, europäische Türkei, die Erdogan eben nicht will. und das heißt Europa muss an der Seite dieser Türkei, Europa muss an der Seite von Osman Kavala und anderen stehen." In beiden Anklagepunkten wurde Tolu nun von einem Gericht in Istanbul freigesprochen. Sie selbst verfolgte den Urteilsspruch von Deutschland aus.
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Ihr, ihrem Ehemann und anderen war die Mitgliedschaft in der in der Türkei verbotenen, als linksextremistisch geltenden Partei MLKP vorgeworfen worden, außerdem Terrorpropaganda.

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