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Vulkan Grimsvötn in Island: Aschewolke könnte sich nach Süden ausdehnen

Drohen doch noch Beinträchtigungen für den europäischen Luftverkehr? Die Aschewolke des Vulkans Grimsvötn in Island könnte sich im Laufe der kommenden Tage Richtung Schottland, Frankreich und Spanien ausdehnen.

Die Aschewolke des neuen Vulkanausbruches in Island könnte sich im Laufe der kommenden Tage weit nach Süden ausdehnen. Die europäische Flugsicherung Eurocontrol erklärte am Sonntagabend in Brüssel, wenn die Intensität des Vulkans anhalte, könnte die Aschewolke am Dienstag Schottland erreichen und am Donnerstag Westfrankreich und Nordspanien. Zumindest bis Montagabend aber sah Eurocontrol keine Gefahren für den europäischen Flugverkehr. Außer der bereits vollzogenen Sperrung des isländischen Luftraums sei bis einschließlich Montag mit keinen Einschränkungen zu rechnen, erklärte die europäische Flugsicherung in Brüssel.

Der isländische Wetterdienst erklärte derweil, dass die Intensität des Grimsvötn offenbar nachlasse. "Die Aktivität nimmt ab", sagte Sprecherin Bergthora Njala Gudmundsdottir. Beim Ausbruch des Vulkans am Samstagabend sei Asche bis zu 20 Kilometer hoch in den Himmel geschleudert worden. Inzwischen sei die Wolke nur noch zehn bis 15 Kilometer hoch. Allerdings betonte die Sprecherin, dass es "unmöglich" sei, die weitere Entwicklung vorherzusagen.

Der aktivste isländische Vulkan Grimsvötn war am Samstagabend erneut ausgebrochen und hatte Befürchtungen vor einem Szenario wie vor gut einem Jahr beim Ausbruch des Gletschervulkans Eyjaföll geweckt. Wegen seiner Aschewolke mussten damals fast einen Monat lang große Teile des europäischen Luftraums geschlossen werden, Millionen Reisende in aller Welt saßen fest.

cjf/AFP / AFP