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Vulkan Grimsvötn in Island: Aschewolke könnte sich nach Süden ausdehnen

Drohen doch noch Beinträchtigungen für den europäischen Luftverkehr? Die Aschewolke des Vulkans Grimsvötn in Island könnte sich im Laufe der kommenden Tage Richtung Schottland, Frankreich und Spanien ausdehnen.

Die Aschewolke des neuen Vulkanausbruches in Island könnte sich im Laufe der kommenden Tage weit nach Süden ausdehnen. Die europäische Flugsicherung Eurocontrol erklärte am Sonntagabend in Brüssel, wenn die Intensität des Vulkans anhalte, könnte die Aschewolke am Dienstag Schottland erreichen und am Donnerstag Westfrankreich und Nordspanien. Zumindest bis Montagabend aber sah Eurocontrol keine Gefahren für den europäischen Flugverkehr. Außer der bereits vollzogenen Sperrung des isländischen Luftraums sei bis einschließlich Montag mit keinen Einschränkungen zu rechnen, erklärte die europäische Flugsicherung in Brüssel.

Der isländische Wetterdienst erklärte derweil, dass die Intensität des Grimsvötn offenbar nachlasse. "Die Aktivität nimmt ab", sagte Sprecherin Bergthora Njala Gudmundsdottir. Beim Ausbruch des Vulkans am Samstagabend sei Asche bis zu 20 Kilometer hoch in den Himmel geschleudert worden. Inzwischen sei die Wolke nur noch zehn bis 15 Kilometer hoch. Allerdings betonte die Sprecherin, dass es "unmöglich" sei, die weitere Entwicklung vorherzusagen.

Der aktivste isländische Vulkan Grimsvötn war am Samstagabend erneut ausgebrochen und hatte Befürchtungen vor einem Szenario wie vor gut einem Jahr beim Ausbruch des Gletschervulkans Eyjaföll geweckt. Wegen seiner Aschewolke mussten damals fast einen Monat lang große Teile des europäischen Luftraums geschlossen werden, Millionen Reisende in aller Welt saßen fest.

cjf/AFP / AFP
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?