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Weihnachtswetter: Frostige aber trübe Festtage

Und nun zum Wetter: Bernhilde ist Schuld daran, dass es keine weiße Weihnachten geben wird. Das Tief sorgt zwar für knackige Kälte, aber auch für einen trüben Himmel. Trotz der frostigen Temperaturen, hat das Jahr 2007 gute Chancen, dass wärmste seit mehr als 100 Jahren zu werden.

Kalt wird's über Weihnachten, aber weiß nicht. Darin sind sich die Meteorologen wenige Tage vor dem Fest sicher. Schuld daran ist Bernhilde, das für die Kälte in Mitteleuropa verantwortliche Tief. Laut des Deutschen Wetterdiensts zieht es sich zwar allmählich zurück, beweise dabei aber "zunächst noch einen langen Atem und bodennah auch kalten Atem", sagte Gerhard Lux vom Deutschen Wetterdienst. Erst am vierten Adventssonntag soll es ein schwacher Tiefausläufer schaffen, bis nach Deutschland vorzudringen, bis dahin wechseln sich Nebel und Sonne weiter ab.

In den mittleren Lagen des Berglands soll es weiter mit sechs oder mehr Grad eher mild sein, ansonsten liegen die Temperaturen zwischen null und fünf Grad. Ganz ähnliches Wetter werde der Samstag bringen. Am Sonntag können sich Osten und Süden noch über viel Sonnenschein freuen, während von Nordwesten her Wolken aufziehen, die Regen oder Sprühregen bringen. Wenn dieser Regen in die noch am Boden liegende kalte Luft fällt, kann es vorübergehend glatt werden. Die Temperaturen liegen zwischen ein und sechs Grad, im Südosten um den Gefrierpunkt, in der Nacht zum Heiligabend sinken sie auf bis zu minus acht Grad, so dass stellenweise mit glatten Straßen gerechnet werden muss.

Trotz des zuletzt knackig kalten Winterwetters könnte 2007 das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden. "Noch ist nichts entschieden, es wird spannend bis zum Schluss", so Lux. Aktuell liegt 2007 zwar wieder knapp unter den Werten des Rekordjahres 2000, als die Durchschnittstemperatur 1,63 Grad über dem langjährigen Mittel von 8,24 Grad lag. "Aber am Ende können Hundertstel darüber entscheiden, ob es 2007 noch auf den ersten Platz schafft."

Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit sei das laufende Jahr aber "zu warm für Platz drei", sagte Lux. Die fünf bisher wärmsten Jahre seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen im Jahr 1901 waren 2000, 1994, 1934, 2002 und 2006. "Vor dem Hintergrund der Debatte um den Klimawandel fällt natürlich auf, dass unter den fünf wärmsten Jahren drei aus dem neuen Jahrtausend sind".

DPA/AP/Reuters / AP / DPA / Reuters