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Politische Äußerung im Dienst US-Polizist verliert seinen Job, weil er öffentlich Donald Trump unterstützte

Polizeiauto in New York
Polizisten dürfen sich im Dienst nicht politisch äußern
© Manakin / Getty Images
"Trump 2020" – diesen Slogan äußerte ein New Yorker Polizist über die Lautsprecheranlage seines Polizeiwagens. Im Anschluss an den Vorfall wurde der Mann vom Dienst freigestellt. Die Polizeibehörde nannte die Äußerung "zu hundert Prozent inakzeptabel".

Ein Polizist aus New York hat seinen Job verloren, weil er sich im Dienst zu einer politischen Äußerung zugunsten von Donald Trump hat hinreißen lassen. Der Mann soll über die Lautsprecheranlage seines Polizeiwagens "Trump 2020" gerufen haben. Am Wochenende hatte sich über Twitter ein entsprechendes Video verbreitet.

Die New Yorker Polizeibehörde nahm Ermittlungen auf, die dazu führten, dass der Polizist bereits am Sonntag vom Dienst freigestellt wurde. Auch sein Gehalt wird er nicht mehr bekommen, solange die Nachforschungen andauern, verkündete der Leiter der New Yorker Polizei, Dermot Shea, auf Twitter. Shea nannte den Vorfall "zu hundert Prozent inakzeptabel": "Die Strafverfolgungsbehörden müssen unpolitisch bleiben." Die Öffentlichkeit müsse sich sicher sein können, dass die Polizei das Gesetz "gerecht und ohne Vorurteile" durchsetze, "ungeachtet von politischen Überzeugungen", so Shea.

New York: Polizist ruft "Trump 2020"

In dem Video, das auch die New Yorker Polizei retweetete, ist zu hören, wie ein Unbekannter den Polizisten auffordert: "Mach es noch mal. Kannst du 'Trump 2020' nicht noch mal sagen?" Daraufhin ist zu hören, wie der Polizist den Wahlkampfslogan des US-Präsidenten über die Lautsprecheranlage ausspricht.

In einem anderen Video ist zu hören, wie der Polizist den Satz mehrere Male wiederholt und sagt: "Stellt es auf Youtube, stellt es auf Facebook." Offenbar war dem Vorfall ein Streit zwischen dem Polizisten und dem Passanten, der in dem Video zu hören ist, vorausgegangen.

Auch der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio – ein erklärter Trump-Gegner – äußerte sich auf Twitter. "Lassen Sie es mich klar sagen: Jeder New Yorker Polizist, der im Dienst eine politische Agenda verfolgt, wird mit den Konsequenzen leben müssen", schrieb de Blasio. 

In den Richtlinien für Streifenpolizisten der New Yorker Polizeibehörde ist ausdrücklich festgelegt, dass diese während des Dienstes und in Uniform keine politischen Kandidaten unterstützen oder persönliche politische Ansichten äußern dürfen.

Quellen: Dermot Shea auf Twitter / Bill de Blasio auf Twitter / "itsa_talia" auf Twitter / NYPD Patrol Guide

epp

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