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Trauriger Rekord: 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht - die Hälfte sind Kinder

Im vergangenen Jahr mussten erneut Millionen Menschen ihre Heimat verlassen. Menschen aus fünf Ländern waren besonders betroffen: Fast 70 Prozent der Flüchtlinge stammen aus Syrien, Afghanistan, Myanmar, Somalia und dem Südsudan.

Wie diese Kinder leben tausende Vertriebene aus Myanmar nun in Flüchtlingslagern in Bangladesch

Tausende Rohingya wurden aus Myanmar vertrieben. Unter den Flüchtlingen sind zahlreiche Kinder

DPA

Noch nie gab es so viele Vertriebene: 2017 sind 68,5 Millionen Menschen aus ihrer Heimat geflohen. Zum fünften Mal in Folge kletterte die Zahl damit auf ein Rekordniveau. Besonders traurig: Rund die Hälfte der Flüchtlinge waren Kinder, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit.

Besonders hoch war im vergangenen Jahr die Zahl der Binnenflüchtlinge: 40 Millionen Menschen waren innerhalb ihres Heimatlandes auf der Flucht. Betroffen waren vor allem Menschen aus Syrien, Afghanistan, dem Südsudan, Myanmar und Somalia.

Viele Flüchtlinge suchen nahe ihrer Heimat Zuflucht

Der Eindruck, die reichen Länder seien durch Flucht- und Migrationsbewegungen besonders betroffen, ist nach den Worten von UNHCR-Chef Filippo Grandi falsch. 85 Prozent der Geflüchteten hätten nahe ihrer Heimat in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen Zuflucht gefunden. Deutschland beherbergte nach diesen Zahlen im vergangenen Jahr 970.400 Vertriebene und stand damit hinter der Türkei, Pakistan, Uganda, dem Libanon und dem Iran an sechster Stelle. 

2016 waren nach Angaben des UNHCR 65,6 Millionen Menschen auf der Flucht.

fri / AFP / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?