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+++Der Sonntag im Ticker+++: Bombendrohung auf Air-Berlin-Flug nach Hamburg

Bombendrohung an Bord von Air-Berlin-Flug +++ Polen demonstrieren gegen Abtreibungsregelungen +++ Grundschulen ohne Rektor +++ Grüne wollen Massentierhaltung abschaffen +++ SPD kann 30 Prozent plus schaffen +++ Das Wichtigste des Tages im stern-Newsticker.

Auf einem "Air-Berlin"-Flug gab es eine Bombendrohung

Auf einem Air-Berlin-Flug gab es eine Bombendrohung

Wir verabschieden uns für die Nacht, die Kollegen halten Sie morgen ab 6 Uhr auf dem Laufenden. Die Nachrichten des Tages können Sie hier noch einmal nachlesen:

+++ 23.15 Uhr: Prognosen sehen Protest-Kandidatin Raggi als neuen Bürgermeisterin Roms +++

Die Kandidatin der Protestpartei Fünf Sterne, Virginia Raggi, ist Prognosen zufolge zur ersten Bürgermeisterin Roms gewählt worden. Laut Nachwahlbefragungen kam Raggi bei der zweiten Runde der Kommunalwahl in der italienischen Hauptstadt am Sonntag auf mehr als 60 Prozent der Stimmen. Sie lag damit deutlich vor ihrem Konkurrenten Roberto Giachetti von der Demokratischen Partei (PD) des Ministerpräsidenten Matteo Renzi.

+++ 23 Uhr: Bombendrohung auf Air-Berlin-Flug +++

An Bord eines "Air-Berlin"-Fluges von München nach Hamburg hat es eine Bombendrohung gegeben. Wie die Bundespolizei mitteilte, konnte die in München gestartete Maschine um 18.34 Uhr sicher auf dem Hamburger Flughafen landen. Alle 170 Passagiere und die acht Crewmitglieder seien wohlauf, sagte eine Sprecherin der Bundespolizeiinspektion am Hamburger Flughafen. Eine Bombe sei nicht an Bord entdeckt worden. Nach Informationen der Hamburger "Morgenpost" soll gegen 17.20 Uhr ein Mann im Namen des "Islamischen Kalifats Europa" mit einer Bombe in der Maschine gedroht haben. Die Drohung sei als ernstzunehmend eingestuft worden. Die "Hamburger Morgenpost" berichtete zudem, der Flugverkehr in Hamburg sei kurzfristig unterbrochen worden. Die Bundespolizei konnte das gegenüber "Spiegel Online" nicht bestätigen.

+++ 20.12 Uhr: Egyptair-Flugschreiber ist stark beschädigt +++

Die Absturzursache der Egyptair-Flugzeuges ist noch immer nicht geklärt - Abhilfe sollte der Flugschreiber der Maschine schaffen. Der Stimmenrekorder wurde inzwischen geborgen - doch er ist stark beschädigt. Wie der "Spiegel" mit Bezug auf die ägyptischen Behörden berichtet, wurden die Speichereinheiten beim Absturz erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Demnach werde die Auswertung der Daten werde "eine lange Zeit dauern". Man habe die Speichereinheiten beider Geräte in einer Militäranlage acht Stunden lang trocknen lassen. Vorerst ließen sich aber keine Daten auswerten.

+++ 18.45 Uhr: AfD-Streit: Petry greift Meuthen an +++

AfD-Chefin Frauke Petry hat das Vorgehen ihres Co-Vorsitzenden Jörg Meuthen im Konflikt um den Ausschluss des baden-württembergischen AfD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Gedeon scharf kritisiert. Petry wirft Meuthen nach Informationen der "Welt" in einer Erklärung an alle Mitglieder vor, mit seiner öffentlichen Rückzugsdrohung einen Keil in die AfD-Landtagsfraktion getrieben zu haben. Meuthen hatte angekündigt, als Fraktionschef im Stuttgarter Landtag zurückzutreten, sollte der wegen antisemitischer Äußerungen umstrittene Gedeon nicht aus der Fraktion ausgeschlossen werden.

Petry legt Meuthen nun zur Last, dass er seinen Rücktritt "medienöffentlich" ohne vorherigen Kontakt mit der Faktion angedroht habe. Damit sei "die Causa Gedeon von der Sachebene auf die persönliche Ebene verlagert" worden, heißt es laut "Welt" in dem Schreiben. Allein daraus habe sich die gespaltene Meinung innerhalb der Fraktion ergeben. 

+++ 18.12 Uhr: Polizei geht gewaltsam gegen Homosexuellen-Demonstration in Istanbul vor +++

Nach dem Verbot der Gay-Pride-Parade in Istanbul ist die Polizei in der türkischen Metropole gewaltsam gegen einige Dutzend Teilnehmer einer Demonstration für die Rechte Homosexueller vorgegangen. Die Beamten setzten nach Angaben eines AFP-Fotografen Gummigeschosse und Tränengas ein, um die Kundgebung aufzulösen. Etwa 50 Anhänger der Homosexuellen-Bewegung und rund hundert Unterstützer nahmen an der Demonstration in der Nähe des Taksim-Platzes im Zentrum der Millionenmetropole teil. Sie sahen sich einem Sicherheitsaufgebot von mehreren hundert Spezialkräften gegenüber.

Als diese gewaltsam gegen die Demonstration vorgingen, flohen die Teilnehmer in die umliegenden Gassen. Laut türkischen Medienberichten wurden zwei Demonstranten festgenommen. Ein Aktivist wurde von einem Polizisten daran gehindert, vor den anwesenden Journalisten eine Erklärung zu verlesen.

+++ 16.21 Uhr: Rosberg gewinnt Formel-1-Rennen in Baku +++

Nico Rosberg hat das erste Formel-1-Rennen auf der neuen Strecke in Aserbaidschan gewonnen. Der Deutsche setzte sich am Sonntag beim achten Saisonlauf in Baku im Mercedes vor Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel durch.


+++ 16.04 Uhr: Mehr als 10.000 Teilnehmer bei Menschenketten gegen Rassismus +++

Mehr als 10.000 Menschen haben sich am Sonntag in mehreren deutschen Großstädten zu Menschenketten versammelt, um sich mit Flüchtlingen zu solidarisieren. In München bildeten nach Veranstalterangaben rund 6000 Teilnehmer eine Kette, die die israelische Kultusgemeinde, das Forum für Islam sowie je eine katholische, evangelische und orthodoxe Kirche miteinander verband. In Leipzig beteiligten sich nach Angaben der Initiatoren gut 2000 Menschen.

+++ 15.06 Uhr: Schlussetappe der Tour de Suisse auf 57 Kilometer gekürzt +++

Wegen drohenden Schneefalls und niedriger Temperaturen ist die neunte und letzte Etappe der Tour de Suisse von 117 auf 57 Kilometer verkürzt worden. Das teilten die Veranstalter am Sonntag mit. Die Radprofis und deren Teams begrüßten die Entscheidung. Der Albulapass wurde aus dem Programm genommen, der ebenfalls rund 2300 Meter hohe Flüelapass soll dagegen befahren werden. "Die Wetteraussichten waren für heute so schlecht, dass wir mit Dauerregen sowie auf den Pässen auch Schneefall rechnen müssen", sagte Tourdirektor Olivier Senn. Im Gesamtklassement führt nach dem Zeitfahren vom Samstag der Kolumbianer Miguel Angel Lopez mit acht Sekunden Vorsprung vor Andrew Talansky aus den USA und dem Spanier Jon Izaguirre.

+++ 14.46 Uhr: Fahrgastschiff auf der Donau rammt Eisenbahnbrücke +++

In der Nähe von Regensburg hat ein Fahrgastschiff auf der Donau eine Eisenbahnbrücke gerammt. Die insgesamt rund 200 Fahrgäste und Besatzungsmitglieder wurden unmittelbar nach dem Unglück bei Bad Abbach in der Nacht zu Sonntag vom Schiff gebracht, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Verletzt wurde bei dem Zusammenstoß niemand; allerdings wurde die gerammte Eisenbahnbrücke vorübergehend gesperrt.

An Bord verblieben den Angaben noch zehn Mitglieder der Crew, um das Schiff bis zu seiner Evakuierung zu sichern. Diese sollte möglicherweise noch am Sonntag beginnen. Als Ursache wird eine Strömung vermutet, die nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Tage besonders stark sein könnte.

+++ 13.36 Uhr: Bis zu 34 Grad Hitze in der neuen Woche +++

Das kühle, regnerische Wetter hat zumindest vorerst ein Ende. Mit bis zu 34 Grad am Donnerstag soll sich der Sommer in Deutschland zurückmelden, wie der Deutsche Wetterdienst am Sonntag mitteilte. Am Montag wird sich Deutschland über meist sonniges und trockenes Wetter freuen können. Im Osten wird es bis zu 25 Grad warm, lediglich im Westen und Nordwesten ist mit Wolken und Regen zu rechnen. Nach einem wechselhaften Dienstag wird der Mittwoch weitgehend freundlich, im Südwesten wird die 30-Grad-Marke in Angriff genommen. Am Donnerstag sind verbreitet Spitzenwerte um 30 Grad, im Südwesten sogar bis zu 34 Grad drin.

+++ 12.30 Uhr: De Maizière hält an Vorschlag einer Wachpolizei fest +++

Trotz starker Kritik hält Bundesinnenminister Thomas de Maizière an seinem Vorschlag fest, sogenannte Wachpolizisten gegen Einbrecher einzusetzen. Der Einsatz von "qualifizierten Wachpolizisten" dürfe "selbstverständlich kein Ersatz, sondern zusätzliche Ergänzung für voll ausgebildete Polizisten sein", sagte de Maizière der "Bild am Sonntag". Klug gemacht führe das zu einer spürbaren Entlastung der Polizei; habe mehr Polizeipräsenz in der Öffentlichkeit und mehr Sicherheit zur Folge. "Das wäre auch keine Aufweichung des Gewaltmonopols, sondern ein Beitrag zur Durchsetzung desselben."

De Maizières Vorstoß stieß unter anderem beim Koalitionspartner SPD, aber auch bei der Opposition und der Gewerkschaft der Polizei auf Ablehnung. In einer Umfrage für die "BamS" lehnten 60 Prozent der Befragten den Vorschlag ab. In Sachsen gibt es bereits Wachpolizisten, die vor allem zum Schutz von Flüchtlingsheimen eingesetzt werden.

+++ 12.06 Uhr: Türkei kritisiert Gefängnisstrafe gegen Ägyptens Ex-Präsident Mursi +++

Die Türkei hat das Urteil gegen Ägyptens Ex-Präsidenten Mohammed Mursi scharf kritisiert. Die Türkei verurteile die Entscheidung und betrachte diese mit tiefer Sorge, hieß es in einer am Sonntag veröffentlichten Mitteilung des Außenministeriums in Ankara. Das Urteil werde nicht zu Stabilität und Frieden in Ägypten beitragen.

Ein Strafgericht in Kairo hatte Mursi zu insgesamt 40 Jahren Haft verurteilt, weil er während seiner Amtszeit heikle Informationen an Katar weitergegeben haben soll. Die Türkei hatte in einem engen Bündnis mit der ägyptischen Muslimbruderschaft gestanden, der Mursi angehört. Im Sommer 2013 hatte das Militär Mursi nach Massenprotesten gegen ihn gestürzt. 

+++ 11.11 Uhr: Mindestens 24 Tote nach Unwettern in Indonesien +++

Mindestens 24 Menschen sind bei schweren Unwettern in Indonesien ums Leben gekommen. Heftige Regenfälle hatten am Wochenende in der Provinz Zentraljava Erdrutsche und Fluten ausgelöst, wie der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde Sutopo Nugroho am Sonntag mitteilte. Dutzende Häuser seien beschädigt und unter Erdmassen begraben worden. Tausende Häuser standen demnach unter Wasser. Nach Behördenangaben galten mindestens 26 Menschen als vermisst. Mehrere Rettungsteams waren im Einsatz. Sie suchten nach weiteren Opfern und brachten Menschen aus den betroffenen Gebieten in Notunterkünften unter.

+++ 10.49 Uhr: Tausende Polen demonstrieren erneut gegen Verschärfung der Abtreibungsregelungen +++

In Warschau haben erneut tausende Polen gegen Pläne für eine Verschärfung des Abtreibungsgesetzes demonstriert. "Ich existiere, ich denke, ich entscheide" skandierte die Menge, auf Bannern stand "Frauenrechte sind Menschenrechte". Dem Protestzug hatten sich auch viele Männer angeschlossen.

Die rechtskonservative Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) und die katholische Kirche in Polen unterstützen den Entwurf mehrerer abtreibungsfeindlicher Organisationen für eine Verschärfung des Abtreibungsrechts. Um im Parlament beraten zu werden, sind 100.000 Unterschriften von Bürgern erforderlich. Gegner einer Verschärfung wollen mit einer eigenen Petition ebenfalls 100.000 Unterschriften für eine Liberalisierung der Abtreibungsregelungen erreichen.

+++ 08.27 Uhr: Chinas Internetriese Alibaba will mehr deutsche Produkte verkaufen +++

Die Internet-Handelsplattform Alibaba rechnet mit einer steigenden Nachfrage nach deutschen Produkten in China. Zielgruppe sei die wachsende chinesische Mittelschicht, sagte der Deutschland-Chef des chinesischen Unternehmens, Terry von Bibra, der Deutschen Presse-Agentur. "Bei deutschen Produkten besteht in China eine sehr hohe Nachfrage", zeigte sich von Bibra überzeugt. Der ehemalige Chef des deutschen Online-Anbieters karstadt.de steht seit November des vergangenen Jahres an der Spitze des neu gegründeten deutschen Alibaba-Ablegers.

+++ 08.15 Uhr: Windböe weht Riesen-Rutsche um - acht Kinder verletzt +++

Acht Kinder sind in Niedersachsen verletzt worden, als eine Windböe eine aufblasbare Riesen-Rutsche umwehte. Auch drei Erwachsene zogen sich durch die umstürzende Kinderattraktion Verletzungen zu, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte. Zu dem Unglück kam es am Samstag bei einer Spendenveranstaltung für behinderte Kinder auf einem Autohof an der A1 in Neu Wulmstorf bei Hamburg. Wegen des Verdachts auf Knochenbrüche und Wirbelsäulenverletzungen kamen alle Verletzten in Krankenhäuser. Im Einsatz waren neun Rettungswagen und ein Hubschrauber. Weshalb die Rutsche dem Wind nicht standhielt, war zunächst unklar.

+++ 07.28 Uhr: Kubanischer Boxer stirbt während eines Kampfes im Ring +++

Ein kubanischer Amateurboxer ist während eines Kampfes an einem plötzlichen Herztod gestorben. Der 19-jährige Yerandy Fuentes fiel in der zweiten Runde zu Boden, ohne direkt davor einen Schlag abbekommen zu haben, berichtete am Samstag (Ortszeit) das kubanische Nachrichtenportal "Cubadebate". Die Autopsie habe ergeben, dass Fuentes weder Organschäden noch Krankheitssymptome aufgewiesen habe. 

Der Kampf fand nach Angaben von "Cubadebate" bereits am 11. Juni in Havanna statt, bei dem internationalen Turnier "Roberto Balado in Memoriam". Die kubanischen Medien hatten bislang den Todesfall verschwiegen. Eine offizielle Mitteilung des staatlichen Sportinstituts Inder wurde erst am Freitag bekanntgegeben, nachdem kubanische Exilmedien in Miami ein Video veröffentlichten, auf dem man sieht, wie Fuentes taumelt und zusammenbricht. Fuentes hatte 2013 Kuba bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Kiew vertreten.

+++ 07.05 Uhr: Vierjähriger erschießt sich versehentlich selbst +++

Ein Vierjähriger hat sich im US-Staat Iowa versehentlich in den Kopf geschossen und ist kurz darauf im Krankenhaus gestorben. Nach Angaben des lokalen Senders WHOTV und anderer Medien hatte die Mutter des Jungen am Freitag mit insgesamt drei Kindern eine Freundin in Elgin besucht. Zu dem Schuss sei es gekommen, als sich die Erwachsenen draußen und die Kinder allein im Haus befanden, hieß es unter Berufung auf Polizeiangaben. 

+++ 07.05 Uhr: Müll-Rechnung über 338 Euro - Problem: Empfänger erst acht Jahre alt +++

Das wäre ein herber Schlag fürs Taschengeldkonto geworden. Ein Achtjähriger hat in Italien Berichten zufolge fälschlicherweise eine Rechnung für Müllgebühren in Höhe von 338 Euro bekommen. "Es ist absurd", zitierte die Tageszeitung "La Nazione" die Mutter des Jungen aus der Nähe von Perugia zwischen Florenz und Rom am Samstag. Sie sei aus allen Wolken gefallen, als das Schreiben der Kommune von Città della Pieve eingetroffen sei. Die zuständige Behörde habe aber reagiert und der Familie versichert, sie könne das Schreiben ignorieren, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Hintergrund für das Versehen sei eine Namensgleichheit gewesen, mit der die Software nicht klargekommen sei.

Barack obama

Bei einem Besuch im Yosemite Nationalpark zur Feier des 100. Jubiläums der Gründung des Nationalparksystems forderte US-Präsident Barack Obama weitere Anstrengungen zum Schutz der Natur.

+++ 6.57 Uhr: Obama fordert weitere Anstrengung zum Schutz der Natur +++

Bei einem Besuch im Yosemite Nationalpark zur Feier des 100. Jubiläums der Gründung des Nationalparksystems hat US-Präsident Barack Obama weitere Anstrengungen zum Schutz der Natur gefordert. "Wir müssen weiter arbeiten, um unser Land, unsere Kultur und unsere Geschichte zu bewahren. Wir sind noch nicht durch", mahnte Obama in einer Rede vor dem Yosemite-Wasserfall am Samstag.

Obama hat sich in seiner Präsidentschaft besonders für den Naturschutz eingesetzt. Er war der erste amtierende Präsident seit John F. Kennedy 1962, der den Park in Kalifornien besuchte. Seit seinem Amtsantritt 2009 hat er mehr als 100 Millionen Hektar öffentliche Land- und Seegebiete unter Schutz gestellt. Ein großer Teil davon liegt in einem Meeresschutzgebiet um mehrere Inseln und Atolle im Pazifik. Obama stellte damit mehr Land unter Naturschutz als alle seine Vorgänger. Er nutzte dabei ein Gesetz von 1906, das von Präsident Theodore Roosevelt geschaffen wurde: Es erlaubt dem Präsidenten nach Zustimmung des Kongress, rasch bedrohte Gebiete unter Schutz zu stellen. Die rund 400 Nationalparks in den USA erfreuen sich großer Beliebtheit und wurden vergangenes Jahr von 305 Millionen Menschen besucht. Auf dem Wochenendtrip, der ihn am Freitag bereits in die Höhlen des Carlsbad Caverns Nationalparks in New Mexico führte, wurde Obama von seiner Frau Michelle und ihren beiden Töchtern Malia und Sasha begleitet.

+++ 5.23 Uhr: Preisgünstiger Start in den Urlaub an der Tankstelle +++

Kurz vor Ferienbeginn in den ersten Bundesländern sind Benzin und Diesel so günstig wie zuletzt vor acht Jahren. Das aktuelle Preisniveau von 1,31 Euro für einen Liter Superbenzin E10 und 1,10 Euro für Diesel entspricht dem Sommer 2008, wie aus einer Übersicht des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) in Berlin hervorgeht. Verglichen wurden dabei jeweils die Preise zu Beginn der Ferien um den 20. Juni herum. In diesem Jahr eröffnen Niedersachsen und Bremen die Feriensaison, am Mittwoch ist dort letzter Schultag. Zum Sommerbeginn im vergangenen Jahr kostete ein Liter Super E10 noch 15 Cent mehr, ein Liter Diesel war 12 Cent teurer.

+++ 4.53 Uhr: Mutter rettet Jungen aus den Klauen eines Pumas +++

In letzter Minute ist es einer Mutter in den USA gelungen, ihren Jungen aus den Klauen eines Pumas zu retten. Der Fünfjährige spielte am Freitagabend mit seinem Bruder im Garten seiner Eltern in der Nähe von Aspen im westlichen US-Bundesstaat Colorado, als seine Mutter Schreie hörte. Alarmiert sei sie hinausgerannt und habe einen Puma über ihrem Kind gesehen, berichtete der örtliche Sheriff am Samstag.

    Der Frau gelang es demnach, ihren Sohn vor dem Puma zu retten, doch erlitt er schwere Verletzungen an Hals, Kopf und Gesicht. Er wurde ins Krankenhaus gebracht und befand sich in einem stabilen Zustand. Die Mutter wurde ihrerseits leicht an Armen und Beinen verletzt. Der Puma, eine große Raubkatze, die auf Bäume klettern kann und zumeist in der Morgen- oder Abenddämmerung jagt, wurde von einem Wildhüter erschossen.

+++ 4.04 Uhr: Viele Grundschulen in Deutschland müssen ohne Rektor auskommen +++

 Bundesweit müssen nach einem Zeitungsbericht etwa 1000 Grundschulen ohne feste Schulleitung auskommen. An etwa jeder zehnten Grundschule gibt es derzeit nur einen kommissarischen Chef, wie die Zeitung "Welt am Sonntag" unter Berufung auf die Kultusminister der Bundesländer berichtet. Wesentliche Gründe für den Bewerbermangel seien hohe Anforderungen und eine vergleichsweise geringe Bezahlung. Das Problem beschäftigt die Schulbehörden seit langem.

Besonders dramatisch sei die Situation in Berlin und Nordrhein-Westfalen. In der Hauptstadt habe jede fünfte Grundschule entweder keinen Rektor oder keinen Konrektor. In NRW hätten von 2787 Grundschulen 345 keinen Schulleiter und 670 keinen Stellvertreter. Die meisten Lehrkräfte an Grundschulen sind Frauen, die häufig in Teilzeit arbeiten.

+++ 3.55 Uhr: Hofreiter: Grünen wollen Massentierhaltung ganz abschaffen +++

Die Grünen wollen laut ihrem Fraktionsvorsitzenden Anton Hofreiter die Massentierhaltung in den kommenden zwei Jahrzehnten komplett beseitigen. "Wir wollen Massentierhaltung in den nächsten 20 Jahren abschaffen. In Deutschland brauchen wir keine Ställe mit 10.000 Schweinen oder 40.000 Hühnchen", sagte Hofreiter der "Bild am Sonntag". Seine Partei wolle außerdem, "dass in diesem Zeitraum 100 Prozent faire Tierhaltung erreicht wird".

Um die Verbraucher besser zu informieren, will Hofreiter für Fleischprodukte eine Kennzeichnungspflicht wie für Eier einführen. "Der undurchsichtige Siegelwald muss dringend gelichtet werden. Ich bin für eine vierstufige Kennzeichnung ähnlich wie bei Eiern", sagte Hofreiter der Zeitung. "Dann sieht der Verbraucher auf einen Blick woher das Fleisch kommt." Die unterster Stufe wäre der Stall, der die gesetzlichen Mindeststandards einhält, die oberste Stufe wäre Bio.

+++ 2.03 Uhr: Scholz hängt die Latte hoch: "SPD kann 30 Prozent plus x schaffen" +++

Mit dem richtigen Kanzlerkandidaten hält SPD-Vize Olaf Scholz ein Stimmenergebnis von 30 Prozent und mehr bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr für machbar. "Wenn wir einen Kandidaten aufstellen, den die Bürgerinnen und Bürger als Kanzler wollen, wirkt sich das bei Wahlen aus, das gibt schnell zehn Prozentpunkte obendrauf", sagte der Hamburger Bürgermeister der Zeitung "Welt am Sonntag". "Für die SPD sind 30 Prozent plus x zu schaffen."

In Umfragen kommt die SPD seit Monaten nur noch auf knapp über 20 Prozent. Trotz großer Skepsis in den eigenen Reihen gilt Parteichef Sigmar Gabriel als kommender Kanzlerkandidat. Ein SPD-Vorsitzender sei immer ein guter Kanzlerkandidat, sagte Scholz in diesem Zusammenhang.

Scholz wird neben Sozialministerin Andrea Nahles, Außenminister Frank-Walter Steinmeier und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz immer wieder als Alternative zu Gabriel genannt. Ihnen allen werden allerdings keine großen Ambitionen nachgesagt, 2017 in einen schwierigen Wahlkampf gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu ziehen.

Eine Treppe führt in Neukirchen im Ortsteil Seigertshausen in einen Löschteich, in dem nach Polizeiangaben am Samstag drei Geschwister im Alter zwischen fünf und neun Jahren ertrunken sind.

Eine Treppe führt in Neukirchen im Ortsteil Seigertshausen in einen Löschteich, in dem nach Polizeiangaben am Samstag drei Geschwister im Alter zwischen fünf und neun Jahren ertrunken sind.

+++ 1.21 Uhr: Drei Kinder ertrinken in Teich in Hessen +++

Drei Geschwister sind in einem Feuerlöschteich im hessischen Neukirchen ertrunken. Wie die Polizei in Kassel am Sonntag mitteilte, hatte sich ein Zeuge bei der Feuerwehr gemeldet, weil ein Junge in den Teich gefallen war. Anwohner holten den bewusstlosen Fünfjährigen aus dem Wasser. Er starb am späten Samstagabend noch an der Unglücksstelle. Als die Retter eintrafen, wurde bekannt, dass noch zwei weitere Kinder der Familie vermisst wurden. Taucher konnten das achtjährige Mädchen und ihren neun Jahre alten Bruder nur noch tot aus dem Teich im Ortsteil Seigertshausen bergen. Die Ermittler sprachen von einem Unglück und schlossen ein Fremdverschulden aus. 

+++ 0.33 Uhr: Ariane-5-Rakete bringt zwei Kommunikationssatelliten ins All +++

Eine Ariane-5-Rakete hat erfolgreich zwei Kommunikationssatelliten ins All gebracht - darunter den ersten im Besitz einer Bank. Die Trägerrakete hob am Samstagabend (Ortszeit) vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana ab. Der Satellit BRIsat soll für die staatliche indonesische Bank Rakyat Indonesia (BRI) sichere Kommunikation für Finanzdienstleistungen ermöglichen. Nach Angaben von Raketenbetreiber Arianespace ist BRI damit die erste Bank auf der Welt, die einen eigenen Satelliten ins All schickt.

Als zweites Frachtstück transportierte die Rakete den Satelliten EchoStar XVIII, der für den Anbieter DISH Network Bezahlfernsehen überträgt. Mit dem Flug stellte die Ariane 5, die größte Rakete im Arsenal des europäischen Anbieters, einen neuen Lastenrekord auf: Die Fracht wiegt insgesamt 10,7 Tonnen.

je / DPA / AFP
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