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Australien: Mann stirbt bei Buschbränden nahe Sydney

Die heftigen Buschfeuer in Australien kommen immer näher an die Millionenmetropole Sydney heran und haben bereits ihr erstes Todesopfer gefordert. Starker Wind facht die Brände immer wieder an.

Bei den Buschbränden in Australien ist das erste Opfer zu beklagen. Ein 63-Jähriger starb in Lake Munmorah, gut 100 Kilometer nördlich von Sydney. Der Mann erlitt einen Herzanfall, während er versuchte, sein Haus vor dem Flammen zu schützen. Zwei Feuerwehrmänner mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Behörden befürchten, dass 70 Kilometer westlich von Sydney in den Blue Mountains mehr als 100 Häuser abgebrannt sein könnten.

Dichte Wolken aus Rauch und Asche ziehen derweil in Richtung der Metropole. Löschflugzeuge können in vielen Gegenden aufgrund schlechter Sicht und starkem Wind nicht mehr eingesetzt werden. Ein Feuer, das im etwa 25 Kilometer westlich des Stadtzentrums von Sydney gelegenen Vorort Parramatta ausgebrochen war, haben die Behörden unter Kontrolle gebracht.

In den australischen Sommermonaten von Dezember bis Februar gibt es regelmäßig Buschfeuer. In diesem Jahr begannen die Brände aber ungewöhnlich früh. Begünstigt werden sie von den sehr hohen Temperaturen und einer verhältnismäßig geringen Niederschlagsmenge in den vergangenen Monaten.

Zusätzlich hatte heftiger Wind am Donnerstag Hunderte Brandherde entfacht. "Sie brennen aggressiv und breiten sich extrem rasant aus", sagte der Chef der ländlichen Feuerwehr, Shane Fitzsimmons. Es seien womöglich die folgenschwersten Bränden in der Geschichte des Bundesstaates New South Wales. 86.000 Hektar Land wurden bislang versengt.

juho/DPA/AFP / DPA