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Attentatspläne in Belgien: Terrorverdächtige festgenommen - und wieder freigelassen

Unter dem Verdacht, erneut ein Attentat in Belgien zu planen, sind in der Provinz Flandern vier Terrorverdächtige festgenommen worden. Trotz konkreter Hinweise sind drei der Festgenommenen wieder auf freiem Fuß.

26 Jahre nach einem Kindermord in Thüringen hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen (Symbolbild)

Belgiens Polizei hat vier Terrorverdächtige festgenommen. Es gibt Hinweise auf einen weiteren Anschlag

Die belgische Justiz hat vier Menschen unter dem Verdacht festgenommen, neue Anschläge in Belgien geplant zu haben. Drei von ihnen wurden unter Auflagen wieder freigelassen, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwochabend mitteilte. "Wir haben Spuren von Plänen für einen Angriff in Belgien gefunden", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Eric Van der Sypt, der Nachrichtenagentur AFP. Mögliches Ziel der Anschlagspläne soll der Hauptbahnof der Hafenstadt Antwerpen.

Die Verdächtigen, den Angaben zufolge Teenager, wurden in Flandern gefasst und seien "der Teilnahme an den Aktivitäten einer Terrorgruppe" beschuldigt worden. Zudem würden sie verdächtigt, Kämpfer für Syrien und Libyen rekrutiert zu haben. Mehrere der Festgenommenen hätten sich selber der Dschihadisten-Miliz Islamischer Staat (IS) anschließen wollen. Wann genau die Gruppe festgenommen wurde, wurde zunächst nicht mitgeteilt. 

Keine Verbindung zu Terror-Attentaten in Brüssel

Die vier sollen in Kontakt mit Hicham Chaib, einem führenden belgischen Dschihadisten in Syrien, gestanden haben. Chaib gilt als rechte Hand des Chefs der mittlerweile verbotenen belgischen Salafistenbewegung Sharia4Belgium, Fouad Belkacem, und soll in Raka, einer Hochburg des Islamischen Staats, eine führende Rolle innehaben.

Es gebe bisher keine Verbindung zu den Terroranschlägen vom 22. März auf den Brüsseler Flughafen und einen U-Bahnhof der belgischen Hauptstadt, bei denen 32 Menschen getötet worden waren, erklärte die Staatsanwaltschaft.

dho/AFP