VG-Wort Pixel

Kurz nach Mitternacht Unheimliches Grollen reißt Berliner aus dem Schlaf – zahlreiche Notrufe

Quelle des nächtlichen Lärms war das Heizkraftwerk Reuter, das zum Vattenfall-Konzern gehört
Quelle des nächtlichen Lärms war das Heizkraftwerk Reuter, das zum Vattenfall-Konzern gehört
© Michael Hanschke / Picture Alliance
In Berlin waren in der Nacht zu Freitag seltsame Geräusche zu hören. Wegen der Lautstärke und weil die Quelle zunächst unklar war, riefen viele Menschen bei der Polizei an.

Auf Twitter kursieren zahlreiche Videos aus dem nächtlichen Berlin. Sie wurden am frühen Freitagmorgen um kurz nach Mitternacht aufgenommen. Interessant ist dabei nicht, was man sieht – sondern was zu hören ist: ein dumpfes Grollen, Donnern oder Fauchen, ziemlich laut und zunächst schwer zu erklären. Das Geräusch dauerte ein paar Sekunden und wiederholte sich mehrmals.

Ab etwa 0.30 Uhr hätten sich mehrere besorgte Anrufer bei der Polizei gemeldet, hieß es am Morgen gegenüber dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) vom Lagedienst der Polizei. Das Geräusch sei vor allem im Westen der Hauptstadt zu hören gewesen und wurde als Grummeln, metallisches Dröhnen oder auch als Knall beschrieben. "Es gingen diverse Notrufe sein", bestätigte auch eine Polizeisprecherin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Die Sprecherin konnte das Rätsel aber auch gleich aufklären – Quelle der seltsamen Geräusche sei das Heizkraftwerk Reuter gewesen, sagte sie. Es habe ein technisches Problem gegeben, "wie eine systeminterne Verpuffung", wie es der RND beschreibt. Der Vorgang solle sich 20 Mal wiederholt haben. Niemand sei zu Schaden gekommen, wird die Polizeisprecherin zitiert. In der Nacht seien auch Feuerwehr und Polizei zu der Anlage ausgerückt. Doch es habe keine Gefahr bestanden.

Heizkraftwerk Reuter war die Ursache der nächtlichen Geräusche in Berlin

Das mit Steinkohle betriebene Kraftwerk, das zum Vattenfall-Konzern gehört, befindet sich im Nordwesten von Berlin. Vattenfall bestätigte auf Twitter den Vorfall. "Am HKW Reuter kam es in der Nacht leider zu einer Lärmbelästigung durch Öffnen der Sicherheitsventile. Das führte zu lauten Geräuschen. Bitte verzeihen Sie diese nächtliche Geräuschbelästigung. Es ging davon keine Gefahr aus.", schreib der Versorger. Die Sicherheitsventile hätten für etwa eine halbe Stunde Dampf an die Umgebung abgelassen, so die Erklärung.

Auf Twitter fanden manche das Geräusch ganz schön unheimlich oder sogar Horrorfilm-tauglich. "Unser Haus steht noch", schrieb eine Nutzerin ironisch. Laut dem RND waren vor etwa zwei Wochen schon einmal ähnliche Geräusche aus dem Kraftwerk zu hören gewesen.

Manche Nutzer erinnerten sich auch an einen Vorfall von 2017: Damals hatte es ein Waschbär in die Schaltanlage des Kraftwerks geschafft und einen Kurzschluss ausgelöst. Daraufhin hatte es – ebenfalls mitten in der Nacht – etwa 35 Minuten laut geknallt und geböllert. Für alle die sich jetzt fragen, wie die Sache für den Waschbär seinerzeit ausging – der neugierige kleine Bär überlebte sein Abenteuer.

Quellen: RND, RBB, "Tagesspiegel"

Ein Monopoly-Spiel

Sehen Sie im Video: Monopoly ist ein bekanntes Brettspiel – doch das genaue Regelwerk ist offenbar weniger bekannt. Diese Fehler werden von vielen Spielern gemacht.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker