HOME

Verwechslung am Bahnhof: Betrunkene Mainzerin steigt in Juso-Bus - und wacht morgens in Dresden auf

Böse Überraschung: Als eine Mainzerin nach durchzechter Nacht aufwachte, fand sie sich nicht in ihrem Bett wieder, sondern hunderte Kilometer davon entfernt und umgeben von fremden Menschen - sie war statt in die Straßenbahn in einen Bus der Jusos gestiegen.

Bus

Die Frau wollte eigentlich mit der Straßenbahn nach Hause fahren - statt dessen ging es mit dem Bus nach Dresden (Symbolbild)

So schön die Party war, so böse kann sie bekanntlich enden. Und nicht selten kommt am nächsten Morgen der Moment, wo man sich erstmal wieder orientieren muss. Bei einer jungen Mainzerin dürfte es am vergangenen Freitag besonders lange gedauert  haben, bis ihr klar wurde, was passiert war: Sie wachte umgeben von unbekannten Menschen in einem Bus auf einem Rastplatz bei Erfurt auf.

Laut "Merkurist" ist die junge Frau Anfang 20, und sie muss in der Nacht zuvor kräftig gefeiert haben. Als sie nach der Party nach Hause fahren wollte, stieg sie am Mainzer Bahnhof statt in die Straßenbahn in einen Bus - und der war nicht im Mainzer Linienverkehr unterwegs, sondern auf dem Weg nach Dresden. Der SPD-Nachwuchs aus dem Saarland hatte ihn gemietet, um zum Bundeskongress der Jusos zu fahren.

Gemeinsames Frühstück

Um zwei Uhr nachts war der Bus in Saarbrücken losgefahren und hatte in Mainz gehalten, um auch die rheinland-pfälzischen Jungsozialisten einzusammeln. Dass eine Person mehr an Bord war als geplant, scheint niemandem aufgefallen zu sein. Die blinde Passagierin muss sofort eingenickt sein. Erst vier Stunden später, als der Bus den Rastplatz bei Erfurt anfuhr, wachte sie wieder auf und musste erstmal verstehen, wo sie sich befand.


Am meisten sei sie auf sich selbst sauer gewesen, erzählt ein Mitinsasse. Da man die unverhoffte Mitfahrerin nicht auf dem Rastplatz lassen wollte, fuhr sie noch weiter nach Dresden mit. Die Landesgeschäftsführerin der Jusos Saar, Kira Braun, empfing den Bus dort. "Sie war eigentlich ganz normal, wie man eben so ist nach einer durchzechten Nacht", sagt sie. "Natürlich war sie auch ein bisschen aufgebracht und konfus, was kein Wunder ist, wenn man in einem Bus und von fremden Menschen umgeben aufwacht. Aber sie hatte schon mit gefrühstückt und konnte am Ende auch selbst über die Situation lachen."

Wo sie nun schon in Dresden gewesen sei, habe man sie auch zum Kongress eingeladen und ihr angeboten, ein Hotel für sie zu buchen. "Aber sie hatte schon etwas anderes vor an dem Wochenende. Wir haben sie noch im Taxi zum Bahnhof begleitet, dann ist sie nach Hause gefahren."

car
Themen in diesem Artikel