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Buenos Aires Linienbus kollidiert mit zwei Zügen


Im Berufsverkehr am Morgen sind auf einem Bahnübergang in Buenos Aires ein Autobus und zwei Züge zusammengestoßen. Elf Menschen starben, mehr als 200 wurden verletzt. Die Mehrzahl der Opfer wartete an einem Bahnsteig auf den Zug, der sie zur Arbeit bringen sollte.

Bei einem der schwersten Zugunglücke der vergangenen Jahre in Argentinien sind am Dienstag mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 212 weitere Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt, als im morgendlichen Berufsverkehr im Vorort Flores im Südwesten von Buenos Aires zwei Züge und ein Autobus zusammenstießen. Möglicherweise hatte der Busfahrer ein Haltesignal missachtet.

Nach Angaben eines Bahnsprechers kollidierte ein vom Bahnhof Flores abfahrender Zug der Linie Sarmiento mit einem Bus und drückte ihn gegen einen Bahnsteig. Daraufhin entgleiste der Zug und kippte auf die Seite, ein entgegenkommender Zug fuhr auf die liegenden Waggons auf. Demnach missachtete der Busfahrer ein Signal an einem Bahnübergang und passierte diesen trotz bereits heruntergelassener Schranken. Die Polizei wollte diese Angaben zunächst nicht bestätigen. Die Zuglinie Sarmiento verbindet den Bahnhof Once im Stadtzentrum von Buenos Aires mit den westlichen Vororten der Metropole.

Rettungskräfte sprechen von 20 bis 30 Schwerstverletzten

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden 214 Verletzte in 13 Krankenhäuser der Hauptstadt gebracht. Zwei Menschen verstarben in einem Krankenhaus, sieben Menschen starben bereits am Unfallort. Mindestens acht der Todesopfer waren Passagiere des Busses, bei einem Opfer stand dies zunächst nicht fest. Nach Angaben eines Sprechers der Rettungskräfte waren unter den Verletzten "rund 20 bis 30 Schwerverletzte".

"Ich habe einen ohrenbetäubenden Lärm gehört, dann habe ich den vom Zug eingekeilten Bus gesehen", sagte ein Zeitungsverkäufer . "Die Menschen sind voller Angst aus den Waggons gekommen. Sie sind in alle Richtungen gerannt."

Im Februar waren vier Menschen ums Leben gekommen und 120 verletzt worden, als zwei Züge in Junín 230 Kilometer nördlich von Buenos Aires zusammengestoßen waren. Im März 2008 starben 18 Menschen, als ein Zug in der Stadt Dolores 212 Kilometer südlich der Hauptstadt auf einen Reisebus aufprallte. Das schwerste Zugunglück in der Geschichte des südamerikanischen Landes ereignete sich 1970. Damals starben in einem Vorort von Buenos Aires 200 Menschen.

kng/AFP/DPA DPA

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