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Chicago: Gruppe misshandelt geistig Behinderten - und streamt es auf Facebook Live

Vier Personen in Chicago sehen sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert: Sie sollen einen geistig behinderten Mann misshandelt haben. Die Aufnahmen wurden live über Facebook verbreitet. Es waren auch rassistische Beleidigungen zu hören.

Gefängnis

Im Zusammenhang mit einem im Internet übertragenen Gewaltvideo sitzen vier junge Menschen in der US-Stadt Chicago in Polizeigewahrsam

Auf Grundlage eines im Internet kursierenden Videos hat die Polizei in Chicago vier Personen festgenommen, die einen geistig behinderten Mann gefesselt und misshandelt haben. In dem auf Facebook Live veröffentlichten Video sei zu sehen, wie die vier Männer ihr an Händen und Füßen gefesseltes Opfer angreifen und verhöhnen und rassistische Beleidigungen rufen, teilte die Polizei mit.

Das Opfer, ein geistig behinderter junger Mann, sei von den Verdächtigen aus einem Vorort Chicagos in ein Gebiet im Südwesten der Stadt gebracht worden. Offenbar sei er zwischen 24 und 48 Stunden mit seinen Peinigern zusammen gewesen. Einer der Festgenommenen kenne das Opfer aus der Schule. Es sei noch unklar, ob der Mann entführt worden sei. Er sei traumatisiert und habe Schwierigkeiten, mit den Ermittlern zu sprechen.

"Fuck Donald Trump! Fuck white people!"

Die vier Festgenommenen sind der Polizei zufolge schwarz, ihr Opfer weiß. In dem von einem der Verdächtigen veröffentlichten Video ist zu sehen, wie das Opfer mit zugeklebtem Mund in einer Ecke sitzt, Hände und Beine offenbar gefesselt. Seine Angreifer lachen und rufen wiederholt "Fuck Donald Trump! Fuck white people!"

Die Kleidung des Opfers ist an einer Stelle zerschnitten, sein Haar an einer Stelle bis auf die Kopfhaut zurückgeschnitten, die eine blutende Wunde aufweist. "Es ist widerlich", sagte Chicagos Polizeichef Eddie Johnson auf einer Pressekonferenz. Die vier Verdächtigen seien in Untersuchungshaft. Ihr Opfer habe inzwischen das Krankenhaus verlassen.

amt / AFP