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Verkaufsschlager aus Sachsen Christian Drosten als Räuchermännchen – Künstler muss Fälscher abwehren

Ein Räuchermännchen mit dem stilisierten Gesicht Christian Drostens
Diesem Virologen raucht der Kopf: Ein Künstler aus dem sächsischen Spielzeugdorf Seiffen hatte die Idee zum "Drosten-Räuchermännchen" und verkauft es in alle Welt
© Hendrik Schmidt / DPA
Christian Drosten ist inzwischen sogar in Japan bekannt: als Räuchermännchen. Der Erfolg der Figur bei Kunden aus aller Welt weckt jedoch auch das Interesse von Fälschern.

Der Gesichtsausdruck von Christian Drosten inspirierte einen Künstler aus Sachsen zu einer Figur, die typisch ist für das Erzgebirge: ein Räuchermännchen. Allerdings muss sich der Schöpfer des Drosten-Räuchermännchens, Tino Günther, inzwischen gegen Fälscher seiner international bekannten Figur rüsten. Er habe sich das Design vom Deutschen Patent- und Markenamt schützen lassen, sagte der Kunsthandwerker in Seiffen, dem weltbekannten "Spielzeugdorf". Das belegt auch die Online-Datenbank der Behörde.

Hersteller von Plagiaten drohten damit "saftige Strafen", erklärte Günther. Zwar können andere Hersteller Virologen-Räuchermänner verkaufen, sie dürfen aber nicht Günthers Figur zu ähnlich sehen. Der Räuchermann aus Sachsen erinnert stark an Christian Drosten, den Leiter der Virologie an der Berliner Charité. Über den Schutz der Figur hatte zuvor das Internetportal "Tag24" berichtet.

Bisher seien rund 15.000 Exemplare ausgeliefert worden, sagte Günther. "Und die Nachfrage ist weiterhin groß." Bis auf Afrika habe es Bestellungen von allen Kontinenten gegeben bis hin nach Japan.

Künstler muss Funktionsweise des Christian-Drosten-Räuchermanns erklären

Doch ist nicht jedem Kunden des Prinzip Räuchermann vertraut. "Es gab Beschwerden, dass die Figur kaputt sei, weil sie in der Mitte auseinandergeht", erzählte Günther. Andere hätten gefragt, wo sie das Räucherstäbchen reinstecken müssen.

Das große Interesse hat auch schon Nachahmer auf den Plan gerufen. So sei im Internet eine ähnliche Figur aus Ton angeboten worden. Mit dem Designschutz hofft Günther, besser gegen solche Plagiate vorgehen zu können.

Und auch ein Treffen mit dem echten Christian Drosten soll es geben. Günther hatte den Virologen in das Erzgebirgsörtchen Seiffen eingeladen. Drosten habe sich bei ihm gemeldet, ein Treffen sei für Anfang kommenden Jahres angedacht. Und Günther tüftelt inzwischen auch an einer zweiten Variante des Drosten-Räuchermannes in einer größeren Version.

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anb DPA

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