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Rettung Drama in Höhle: So will Elon Musk den eingeschlossenen Jungen in Thailand helfen

Elon Musk will mit seinen Firmen die zwölf eingeschlossenen Jungs in Thailand befreien.
Elon Musk will mit seinen Firmen die zwölf eingeschlossenen Jungs in Thailand befreien.
© AFP / AFP
Elon Musk meldet sich wieder zu Wort. Er hat sich das feste Ziel gesetzt, den eingeschlossenen Jungs in einer thailändischen Höhle zu helfen. Er will auf das Know-how seiner Firmen setzen.
Sebastian Ostendorf

Die Zeit wird knapp: Schon fast zwei Wochen lang harren zwölf Kinder und ihr Betreuer in einer Höhle in Thailand aus. Wassermassen schneiden ihnen den Weg zum Ausgang ab. Die Pumpen laufen unter Volllast, aber der drohende Monsunregen könnte den Bemühungen der Helfer zusetzen. Unternehmer Elon Musk kündigt nun Hilfe an. Er wolle Ingenieure und Spezialisten bereits schon morgen nach Thailand schicken.

Zunächst mag dieses Angebot völlig aus der Luft gegriffen sein. Doch Musk steht tatsächlich einer Reihe von Firmen vor, die ihr Know-how und ihre Technik zur Rettung einsetzen könnten. Die Nachrichten-Agentur Bloomberg bringt unter anderem das Unternehmen SpaceX ins Spiel. Der Raumfähren-Bauer könne mit Ortungstechnologie die genaue Lage der Fußballmannschaft bestimmen.

Wahrscheinlicher ist aber der Einsatz der Boring Company. Die Firma dient sich großen Städten wie Chicago oder Los Angeles an, Tunnel-Systeme zu bohren. Durch Vakuum-Röhren soll dann die Magnet-Schwebebahn Hyperloop gleiten. Denkbar wäre auch der Einsatz von Tesla-Batterien, um die Wasserpumpen mit Energie zu versorgen.

Elon Musk zeigte früh Interesse an einer Rettung

Nun läge der Verdacht durchaus nahe, Elon Musk wolle mit einem PR-Stunt auf seine Firmen aufmerksam machen, die zwar alle Großes versprechen, aber bisher wenig konkrete Ergebnisse lieferten. So ist der Unternehmer dafür bekannt, auf Twitter die Werbetrommel für SpaceX, Tesla oder auch The Boring Company zu rühren.

Im Falle einer Rettungsaktion in Thailand fragte allerdings ein Twitter-Mitglied den Unternehmer, ob dies technisch möglich wäre. Musk griff diesen Gedanken auf, brachte die Kompetenzen der Boring Company ins Spiel und bot Energiezellen für die Pumpen an.

Der Kontakt zu Thailands Behörden soll stehen

Mittlerweile verdichten sich die Hinweise darauf, dass Musk seine Experten nicht ohne Absprache zur Höhle schickt. So bestätigte der Gründer der thailändischen Bohrfirma mu Space Tech, dass der Tesla-Chef bereits Verbindung zu seinem Unternehmen aufgenommen hätte, um mit ihm und thailändischen Behörden eine Rettungsaktion zu planen.

Wie realistisch ihre Pläne sind, ist nur schwer einzuschätzen. Am Freitagmorgen wurde bekannt, dass ein Taucher im Höhlensystem ertrunken ist. Der Mann sollte eigentlich Sauerstoffflaschen deponieren, damit die Schüler aus den Gängen heraus schwimmen können. Bohrungen könnten weiter Gesteinsschläge auslösen, führt das Technik-Portal Inverse an. Realistischer sei dann, mit zusätzlichen Pumpen und den Energiezellen, dass Wasser herauszupumpen.

sos

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