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Schlauchboot gekentert Dutzende Migranten ertrinken im Ärmelkanal: Johnson erhebt Vorwürfe gegen Frankreich

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Diese Bilder sind am Mittwoch entstanden. Sie zeigen, wie sich eine Gruppe von Migranten an einem Strand in Nordfrankreich auf den Weg in Richtung Großbritannien macht. Durch den Ärmelkanal ist die Strecke rund 30 Kilometer lang. Die Überfahrt ist gefährlich. Die Menschen, die sie wagen, müssen mit Sturm, eisigen Temperaturen und starkem Schiffsverkehr fertig werden. Wie gefährlich die Überfahrt ist, wurde jetzt wieder deutlich. Beim Kentern eines Flüchtlingsbootes im Ärmelkanal sind nach Angaben aus französischen Regierungskreisen mehr als zwei Dutzend Menschen gestorben. Einige Migranten sollen sich in einem kritischen Zustand befinden und werden im Krankenhaus behandelt. Die französische Polizei habe vier Personen in Gewahrsam genommen, hieß es. Sie stünden im Verdacht, die Tragödie mitverursacht zu haben. Der britische Premierminister Boris Johnson rief Frankreich dazu auf, mehr zu unternehmen, um Migranten davon abzuhalten, die Meerenge zu durchqueren. Sein Mitgefühl gelte in erste Linie den Opfern und ihren Familien, sagte Johnson: "Aber ich möchte auch sagen, dass diese Katastrophe unterstreicht, wie gefährlich es ist, den Ärmelkanal auf diese Weise zu überqueren. Und es zeigt auch, wie wichtig es ist, dass wir jetzt unsere Anstrengungen verstärken, um das Geschäftsmodell der Gangster zu durchbrechen, die Menschen auf diese Weise aufs Meer schicken." Johnson bot an, dass französische und britische Beamte gemeinsam an Stränden patrouillieren. Die illegalen Überfahrten von Migranten nach Großbritannien tragen deutlich zu den Spannungen zwischen Paris und London bei. Zuletzt war die Zahl der versuchten Überfahrten von Frankreich nach Großbritannien gestiegen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron forderte nach dem Kentern des Boots eine Dringlichkeitssitzung der Minister, die in den EU-Mitgliedstaaten für Migrationsfragen zuständig sind. "Frankreich wird nicht zulassen, dass sich der Ärmelkanal in einen Friedhof verwandelt", hieß es in einer Erklärung Macrons.
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Im Ärmelkanal sind wohl zwei Dutzend Migranten ertrunken. Der britische Premierminister Boris Johnson rief Frankreich dazu auf, mehr zu unternehmen, um Überfahrten von Migranten zu verhindern.

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