Erdbeben der Stärke 6,6 In Tokio schwankten die Hochhäuser


Die japanische Hauptinsel Honshu ist am Sonntag von einem Erdbeben der Stärke 6,6 erschüttert worden. Die Behörden melden leichte Sachschäden. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben.

Ein Erdbeben der Stärke 6,6 hat am Sonntag den Norden der japanischen Insel Honshu erschüttert. Nach Angaben der japanischen Behörden und der US-Erdbebenwarte lag das Epizentrum im Pazifik vor der Präfektur Fukushima, 250 Kilometer nördlich von Tokio. Der Erdstoß war in der Hauptstadt zu spüren, wo Hochhäuser ins Schwanken gerieten. Einige Züge, vor allem der Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen, hielten unmittelbar nach dem Erdbeben gegen 17.00 Uhr Ortzeit (09.00 MEZ) an, nahmen aber anschließend den Betrieb wieder auf. Informationen über Opfer oder Schäden lagen zunächst nicht vor.

"Es war ziemlich heftig, aber es ist nichts umgefallen", sagte Ken Yoshida von der Stadtverwaltung in Naraha. Rechtzeitig erkannt wurde die seismische Verschiebung vom japanischen Frühwarnsystem. Der Fernsehsender NHK unterbrach daher seine Übertragung eines Sumo-Kampfes und rief die Bewohner von Fukushima auf, einen sicheren Ort aufzusuchen.

Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben. Möglicherweise steige der Pegel bei der Flut etwas höher, es sei aber nicht mit Schäden zu rechnen, teilte das Japanische Meteorologische Institut mit. Laut USGS lag das Epizentrum des Bebens in 26 Kilometern Tiefe, nach japanischen Angaben hingegen 40 Kilometer tief.

DPA/APN DPA

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