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Erdrutsch in Nachterstedt: Giftige Stoffe in Tagebausee gelangt

Bei dem Erdrutsch in Nachterstedt sind gefährliche Chemikalien in den Concordiasee gelangt - es handelt sich um Altlasten aus dem Kohlebergbau im 19. Jahrhundert. Die giftigen Phenole waren bereits vor zwei Jahren im Boden entdeckt worden. Wie stark der See nun verschmutzt ist, kann derzeit nicht festgestellt werden.

Zehn Tage nach dem Erdrutsch mit drei Toten am Concordia-See in Nachterstedt haben Bergbau-Experten das Katastrophengebiet am Dienstag neu vermessen. Sie überflogen das abgesperrte Gelände in Sachsen-Anhalt, an dem weitere Abrutsche drohen, dutzende Male mit einem Hubschrauber und erfassten es mit einem Laserscanner. Das so entstandene digitale Geländemodell soll nach Wiederholung solcher Messflüge Aufschlüsse über Erdbewegungen geben, wie die Bergbau-Gesellschaft LMBV mitteilte.

Unterdessen wurde bekannt, dass bei dem Erdrutsch am 18. Juli Giftstoffe in den Tagebausee gelangten. Laut Wirtschaftsministerium in Magdeburg handelt es sich um phenolhaltige Ablagerungen, die aus dem Kohlebergbau im 19. Jahrhundert stammen. Die genauen Auswirkungen des Phenols auf den Tagebausee sind laut Ministerium unklar, weil dort wegen andauernder Erdrutschgefahr keine Messungen möglich seien. Nach Angaben des Ministeriumssprechers blieb der Hang, unter dem die Phenolstelle liegt, bei dem Erdrutsch bis auf die Ränder stehen. Es sei davon auszugehen, dass "nur geringe Mengen von Phenol in den See gelangt sind".

Sanierung kurz vor Unglück beschlossen

Die Altlast sei vor zwei Jahren im Zuge der Sanierungsarbeiten an dem ehemaligen Tagebau entdeckt worden, der derzeit geflutet wird. Die Stelle sei daraufhin mit Erde bedeckt und verdichtet worden, so der Sprecher. Erst wenige Tage vor dem Erdrutsch hatte die zuständige Bergbau-Gesellschaft ein Sanierungskonzept für die Altlast beschlossen. Der Stoff fiel im 19. Jahrhundert bei der Braunkohleveredelung in Schwelereien an und wurde dann verkippt.

Bürgermeisterin Heidrun Meyer (parteilos) bedankte sich für die bundesweite Hilfsbereitschaft nach dem Unglück, bei dem 41 Menschen ihr Heim verloren. "Für uns vor Ort ist das ganz wichtig", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Solidarität aus ganz Deutschland, aber auch der Zusammenhalt der Nachterstedter selbst seien für sie beeindruckend gewesen. "Durch so etwas wächst man über sich hinaus."

Laut Meyer, die der Einheitsgemeinde Seeland vorsteht, wurden auf einem Spendenkonto schon etwa 40.000 Euro eingezahlt. Möbelhäuser, Unternehmen oder Handwerker spendeten Sachen. Die 41 Menschen, deren alte Häuser im Gefahrengebiet unbewohnbar sind, seien mit dem nötigsten ausgestattet, sagte Meyer. Alle wissen inzwischen, wo sie künftig wohnen werden. "Die meisten bleiben in Nachterstedt." Zwei Familien bezogen bereits in eine neue Wohnung.

Am 18. Juli hatten am Tagebausee gigantische Erdmassen nachgegeben und zwei Häuser 100 Meter in die Tiefe gerissen. Drei Bewohner im Alter von 48, 50 und 51 Jahren kamen ums Leben.

DPA/AP/AFP / AP / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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