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Fahnen auf Halbmast Trauer um neuseeländische Kumpel


Am Donnerstag (Ortszeit) wehten die Fahnen in Neuseeland auf Halbmast - das Land gedachte der 29 Bergleute, die bei einer Gasexplosion ums Leben kamen. Nach einer zweiten Explosion wurden die Kumpel für tot erklärt.

Neuseeland hat am Donnerstag der 29 Bergleute gedacht, die bei dem schwersten Bergwerksunglück seit fast 100 Jahren ums Leben gekommen waren. Im ganzen Land wehten die Fahnen an öffentlichen Gebäuden auf Halbmast. Die Bergleute wurden seit einer Explosion im Pike-River Bergwerk an der Westküste der Südinsel am vergangenen Freitag vermisst. Retter gaben die Hoffnung, Überlebende zu finden, am Mittwoch nach einer zweiten noch größeren Explosion auf. Die Bergleute zwischen 17 und 62 Jahren wurden für tot erklärt. Die Bergwerksleitung wollte die Leichen baldmöglichst bergen.

Ein Rettungsteam von 65 Bergleuten hatte seit der ersten Explosion bereitgestanden, um nach den Kumpels zu suchen. Allerdings waren in dem Bergwerk giftige und explosive Gase freigesetzt worden. Bei einer Untersuchung mit einer Sonde war kein Lebenszeichen gefunden worden. Die Bergwerksleitung fürchtete eine weitere Explosion und ließ die Retter deshalb nicht in die Grube fahren. "Es ist genau das passiert, was wir erwartet haben", sagte Bergwerkschef Peter Whittall nach der zweiten Explosion am Mittwoch.

In China waren am 22. November nach einem Wassereinbruch in einem Kohlebergwerk 29 eingeschlossene Kumpel gerettet worden. In Chile waren Mitte Oktober 33 verschütteten Kumpel aus einer Mine gerettet worden, die in mehr als 600 Metern Tiefe 69 Tage lang gefangen gewesen waren.

DPA DPA

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