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Flugzeug-Unglück in Libyen: Experten-Teams aus den Niederlanden haben Tripolis erreicht

Nach dem schweren Flugzeugunglück in Libyen ist ein niederländisches Experten-Team zur Identifizierung der Opfer in Tripolis gelandet.

Nach dem schweren Flugzeugunglück in Libyen hat die niederländische Regierung ein Experten-Team zur Identifizierung der Opfer nach Tripolis geschickt. In der Gruppe seien auch Vertreter des Außenministeriums sowie Journalisten, berichteten holländische Medien am Donnerstag. Die Maschine war gegen sechs Uhr morgens in Rotterdam gestartet und kam am Vormittag in der libyschen Hauptstadt an. Eigentlich war die Reise schon für Mittwochabend geplant gewesen, musste wegen eines Sandsturms in Libyen aber verschoben werden. Das Expertenteam besteht aus Vertretern des Niederländischen Forensischen Instituts sowie des nationalen Sicherheitsrats.

Nach Informationen der niederländischen Behörden, südafrikanischer Medien und der Fluggesellschaft sind unter den 103 Toten 61 Holländer, zehn Südafrikaner, eine Französin, jeweils zwei Passagiere aus Österreich und Großbritannien sowie je ein Passagier aus Simbabwe und den Philippinen. Bei den 13 getöteten Libyern handelt es sich um drei Piloten, acht Flugbegleiter und zwei Sicherheitskräfte. Mindestens ein Deutscher soll sich unter den Toten befinden.

Ein niederländischer Junge, der etwa neun Jahre alt ist und nach Angaben der libyschen Behörden Ruben heißt, hat mit schweren Knochenbrüchen an den Beinen überlebt. Die libysche Nachrichtenagentur JANA meldete in der Nacht, Transportminister Mohammed Seidan habe den Jungen im Al-Chadra-Krankenhaus in Tripolis besucht.

Zur Ursache des Unglücks gibt es bislang keine gesicherten Angaben. Das französisch-libysche Team soll den Absturz nun untersuchen.

DPA/AFP / DPA