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Sperrstunde am Opernplatz Frankfurt erlässt nach Krawallen Betretungs- und Aufenthaltsverbote

Sehen Sie im Video: Frankfurter Stadtrat verurteilt Krawalle – "feige Übergriffe auf unsere Polizeibeamten"


Nach gewaltsamen Ausschreitungen in der Frankfurter Innenstadt in der Nacht zum Sonntag haben Stadt und Polizei am Montag die Krawalle verurteilt. Stadtrat Markus Frank stellte sich schützend vor die Polizeibeamten. "Wir verurteilen insbesondere die feigen Übergriffe auf unsere Polizei. Die Bediensteten der Landespolizei waren auf dem Opernplatz, um einem Menschen, der verletzt am Boden lag, zu helfen. Insofern ist es nicht akzeptabel, meine Damen und Herren, dass man Menschen, die anderen Menschen in einer Notlagen helfen wollen angreift." Der Stadtrad appellierte an die Bevölkerung, Polizei, Feuerwehr und medizinisches Personal in der Ausübung ihrer Arbeit zu unterstützen. "Wir streben an als Stadt Frankfurt ein Betretungsverbot für den Opernplatz, freitags und samstags ab 0 Uhr und wir streben die Sperrung des Opernplatzes ab 1 Uhr an. Warum 0 Uhr und 1 Uhr? Dieses deutliche Signal geht gerade an die Störer, die unterwegs sind, dass es sich eben nicht lohnt, hier in Frankfurt aufzutauchen." Gegen drei Uhr nachts am Sonntag war eine sogenannte Corona-Party eskaliert. Rund 30 Feiernde begannen eine Schlägerei. Als Beamte eingriffen, wurden sie attackiert, unter anderem mit Flaschen und Mülltonnen. Mindestens fünf Polizisten wurden verletzt. Fast 40 Menschen wurden vorübergehend festgenommen. Laut Ermittlern sind bis auf eine Person alle Tatverdächtigen männlich und zwischen 17 und 23 Jahre alt. Einige seien polizeibekannt oder vorbestraft. Gegen sie werde wegen Körperverletzung, versuchter Körperverletzung und schwerem Landfriedensbruchs ermittelt
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Nach Ausschreitungen erlässt Frankfurt unter anderem eine Sperrstunde für den Opernplatz. Tatverdächtige vom Wochenende dürfen zudem teilweise nicht mehr in die Stadt.

Mit einer Sperrstunde am Opernplatz will die Stadt Frankfurt einer Eskalation von Partynächten wie am Wochenende vorbeugen. Künftig gelte Freitag und Samstag von null Uhr an ein Betretungsverbot für den Opernplatz, sagte Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU) am Montag nach einer Sicherheitskonferenz unter anderem mit Polizeipräsident Gerhard Bereswill. 

Um ein Uhr nachts soll der Platz dann geräumt sein. Für friedliche Nachtschwärmer solle so ausreichend Zeit sein, sich zu verabschieden, für auswärtige Störer hingegen ein klares Signal gesetzt werden, "dass es sich nicht lohnt, nach Frankfurt reinzufahren".

Frankfurt: Ausschreitungen auf dem Opernplatz

In der Nacht zum Sonntag war es auf dem Opernplatz zu Ausschreitungen gekommen. Nach Angaben Bereswills wurden die Einsatzkräfte aus der Menge mit Flaschen angegriffen, obwohl sie deeskalierend gehandelt hätten. Mindestens fünf Beamte seien verletzt, mehrere Polizeifahrzeuge seien beschädigt worden. 

Die etwa 500 bis 800 Anwesenden hätten gejubelt, wenn eine Flasche die Beamten getroffen habe. 39 Menschen wurden festgenommen, unter ihnen eine Frau. Der überwiegende Teil von ihnen sei polizeibekannt, unter anderem wegen Körperverletzung, Diebstahl oder Drogendelikten.

Von diesen Tatverdächtigen lebten 29 nicht in der Main-Metropole - gegen sie seien Aufenthaltsverbotsverfügungen ausgesprochen worden, um zu verhindern, "dass diese Leute wieder Frankfurt betreten", sagte Bereswill.

fin DPA

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