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Fukushima Ein weiterer Arbeiter stirbt


In der durch die Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe vom März zerstörten Atomanlage im japanischen Fukushima ist am Samstag ein Arbeiter gestorben. Der etwa 60-Jährige sei bewusstlos geworden und ins Krankenhaus gebracht worden, teilte ein Sprecher der Betreiberfirma Tepco, Taichi Okazaki, mit.

Rund zwei Monate nach Beginn der Atomkatastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima ist ein dritter Arbeiter ums Leben gekommen. Dem Mann sei rund eine Stunde nach Arbeitsbeginn schlecht geworden, teilte AKW-Betreiber Tokyo Electric Power mit. Dann sei er bewusstlos geworden. Im Krankenhaus habe nur noch sein Tod bestätigt werden können. Die Todesursache sei unklar. Der Mann, der erst am Vortag seine Arbeit im AKW aufgenommen habe, sei am Samstag einer Dosis von 0,17 Millisievert ausgesetzt worden. Die japanische Regierung hat die Höchstgrenze für männliche Arbeiter bei 250 Millisievert festgelegt.

Die Arbeitsbedingungen in Fukushima sind schwierig. Erst seit wenigen Tagen sind wieder Menschen in dem AKW tätig. Sie kämpfen immer noch damit, den Meiler unter Kontrolle zu bringen. Bisher waren zwei Mitarbeiter ums Leben gekommen. Sie hatten das Gelände patrouilliert.

Einen Tag nach dem Jahrhundertbeben und dem anschließenden Tsunami im Nordosten Japans am 11. März hatte eine Wasserstoffexplosion das Dach des Reaktors weggesprengt. Die radioaktive Verseuchung durch das Atomkraftwerk in Fukushima, das 240 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio liegt, ist die größte seit der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl im Jahr 1986. Die Gegend um Fukushima ist in einem Umkreis von 20 Kilometern evakuiert. Durch Beben und Flutwelle kamen etwa 14.800 Menschen ums Leben, rund 11.000 werden noch vermisst. Zehntausende von Häusern wurden zerstört.

hw/Reuters/AFP Reuters

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