Haiti Elf Tote nach Absturz von UN-Flugzeug


Aus ungeklärter Ursache ist auf der Karibikinsel Haiti ein Aufklärungsflugzeug der UN-Friedensmission abgestürzt. Offenbar kamen dabei alle elf Insassen ums Leben, nur unter Schwierigkeiten konnten die Rettungsmannschaften zu dem Wrack vordringen.

Beim Absturz eines Aufklärungsflugzeugs der UN-Friedensmission in Haiti sind alle elf Insassen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Vereinten Nationen in New York war die Maschine im Südosten Haitis nahe der Stadt Ganthier an einem Berg zerschellt. Die Absturzstelle liegt im schwer zugänglichen Bergland von Fonds-Verrettes, dem Grenzgebiet zur benachbarten Dominikanischen Republik. Das Flugzeug, eine Casa C-212 aus Uruguay, befand sich auf einem routinemäßigen Überwachungsflug, hieß es am UN-Hauptsitz in New York.

Rettungsmannschaften mussten zu Fuß durch das unwegsame Gelände zur Absturzstelle vordringen und berichteten, es habe keine Überlebenden gegeben. Die Toten wurden geborgen und zur Hauptstadt Port-au-Prince gebracht. Ihre Namen wurden UN-Angaben zufolge zunächst nicht freigegeben. Bei den Opfern handelt es sich um Militärs aus Uruguay und Jordanien, sagte UN-Sprecherin Michele Montas in New York. Nach Berichten aus Haiti dagegen stammten die Soldaten aus Jordanien und Sri Lanka. Zudem sollen auch zwei haitianische Polizisten an Bord gewesen sein. Sie überflogen das Gebiet, um Luftaufnahmen zu machen.

Ban Ki Moon würdigt die Opfer

Die Friedensmission "Minustah" leitete eine Untersuchung zur Absturzursache ein. In einer Erklärung sprach die Missionsleitung den Angehörigen der verunglückten Friedenshüter ihr Beileid aus. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte, die Soldaten seien "im Einsatz für den Frieden" ums Leben gekommen.

Die Karibiknation Haiti ist das ärmste Land in der westlichen Hemisphäre. "Minustah" wurde nach den gewalttätigen Unruhen von 2004 ins Leben gerufen, die den damaligen Präsidenten Jean-Bertrand Aristide ins Exil trieben. Derzeit sind UN-Angaben zufolge über 9000 UN-Blauhelme und -Polizisten sowie weitere knapp 2000 zivile Helfer der Vereinten Nationen in Haiti stationiert. Der ehemalige US- Präsident Bill Clinton bemüht sich derweil im Auftrag der UN um den wirtschaftlichen Aufbau.

DPA/AP AP DPA

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