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Indonesien Vulkan Merapi versetzt die Menschen wieder in Angst und Schrecken


In einer gewaltigen Explosion hat der indonesische Vulkan Merapi erneut Lava und Asche gespuckt. Der Ausbruch überzog am Donnerstag noch in 130 Kilometer Entfernung Straßen, Bäume und Autos mit grauer Asche. Die Explosion war nach Angaben des Vulkanologen Surono drei Mal so stark wie die erste am 26. Oktober.

Der indonesische Vulkan Merapi hat wieder Lava und Asche gespuckt. Nach offiziellen Angaben explodierte er am Donnerstag mit der bislang größten Wucht und schleuderte Rauch- und Aschewolken rund 4000 Meter hoch in die Luft. Heiße, geschmolzene Lavaströme ergossen sich über die Hänge. Der Chef des Zentrums für Vulkankatastrophen, Surono, sagte, die Eruptionen seien stärker gewesen als der erste Vulkanausbruch am 26. Oktober, bei dem 42 Menschen ums Leben kamen.

Ein Flugverbot für Indonesien wurde zunächst nicht verhängt. Aber das Verkehrsministerium warnte die Flugunternehmen und riet dazu, bestimmte Routen zu meiden.

Der Ausbruch am Donnerstag sei Donner begleitet und längere Zeit zu hören gewesen, berichtete ein Flüchtling der Nachrichtenagentur Antara. Mehr als 70 000 Menschen wurden bislang vor dem erwachten Vulkan in Sicherheit gebracht.

Nach mehreren heftigen und ungewöhnlich langen Eruptionen des Merapi hatten die indonesischen Behörden die Gefahrenzone am Krater bereits am Mittwoch von zehn auf 15 Kilometer ausgedehnt.

Indonesien hat die höchste Vulkandichte der Welt. Von den 500 Vulkanen auf dem 5000 Kilometer langen Archipels sind 138 aktiv und 68 gelten als gefährlich. In den vergangenen Wochen hatten die Behörden die Alarmstufen für fast zwei Dutzend erhöht.

In der Gefahrenzone am Merapi dürfen sich keine Menschen aufhalten. Allerdings haben viele Einwohner schon frühere Warnungen ignoriert und waren in ihre Dörfer zurückgekehrt, um sich um das Vieh zu kümmern.

DPA/APN DPA

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