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Jahresrückblick

Best of 2018: Besoffene Igel, enttäuschter Kiffer und Traktor-Sex: die kuriosesten Nachrichten aus Deutschland

Jeden Tag passieren in Deutschland verschiedenste Dinge, über die jedoch nur in seltenen Fällen auch überregional berichtet wird. Hier finden Sie ein Best-of besonders lustiger und kurioser Meldungen im Jahresrückblick.

nachrichten deutschland - murnau

Sturköpfe blockieren sich 50 Minuten lang mit ihren Autos

16. Januar 2018: Keiner wollte nachgeben: Weil sie sich nicht einigen konnten, wer denn nun Vorfahrt hat, haben sich im bayerischen Murnau zwei Männer 50 Minuten lang gegenseitig blockiert. Wie die "tz" berichtet, musste ein 80-Jähriger wegen am Straßenrand parkender Fahrzeuge auf die Gegenfahrbahn ausweichen. Dort sei ihm eine 63-Jährige entgegengekommen, die auf ihr Vorfahrtsrecht bestand. Auch der Mann sah nicht ein, Platz zu machen und so standen sich die beiden mit ihren Pkw so lang bewegungslos gegenüber, bis die Polizei eintraf. Beide Sturköpfe müssten nun zum Verkehrsunterricht, heißt es (Symbolbild).

Picture Alliance

Jeden Tag passieren in Deutschland kuriose und lustige Dinge, über die jedoch nur in seltenen Fällen auch überregional berichtet wird. In unserer Rubrik "Nachrichten aus Deutschland" bringen wir seit Längerem Woche für Woche genau diese Meldungen unter - und da kommt schnell ein buntes Sammelsurium an  ungewöhnlichen Meldungen zusammen, wie Sie unserem Best-of des vergangenen Jahres entnehmen können. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Durchklicken dieser Fotostrecke!

Nachrichten aus Deutschland: das Best-of im Jahresrückblick

Januar

  • Sturköpfe blockieren sich 50 Minuten lang mit ihren Autos
  • Dealer verkauft Kiffer gemähten Rasen

Februar

  • Mann flüchtet in Baum, um Polizeikontrolle zu entgehen 
  • Als Elefant verkleideter Räuber scheitert an Kassiererin
  • Karnevalsprinz wirft sein Handy als Kamelle 

März

  • Mehrere Festnahmen wegen in Schrank verstecktem Liebhaber 
  • Mann findet acht Millionen Euro in Biotonne
  • Mann verpasst eigene Hochzeit, weil er in Psychiatrie landete
  • Mann verpasst Zug wegen Rauchpause und springt auf Lok auf

Mai

  • Mann versucht in eigene Wohnung einzubrechen 
  • Zu freundlich gegrüßt: Mann landet im Gefängnis 

Juni

  • Eltern vergessen achtjährige Tochter auf Autobahnparkplatz 
  • Hündin überlebt eine Woche auf Grünstreifen der A5 
  • Polizei greift betrunkene Igel auf 
  • Achtjähriger räumt auf, indem er alles aus dem Fenster wirft 
  • Mann wäscht sein Auto abends im Schwimmbad

Juli

  • Nackter Radfahrer mit fast 50 Stundenkilometern geblitzt 

August

  • Paar hat Sex auf Traktor - bei voller Fahrt
  • Raser will mobilen Blitzer stehlen 

September

  • Zwölfjähriger will nicht zum Zahnarzt und ruft Polizei 
  • Mann trinkt bei Kontrolle eigene Urinprobe aus

Oktober

  • Fahrlehrer will betrunken Fahrstunde geben 
  • Völlig überfordert: Mann liefert seine Frau auf Polizeiwache ab 

November

  • Frau transportiert Pony in Kofferraum
  • Bräutigamsvater hat Angst vor Hochzeitscrasher - und wendet sich an die Polizei 
  • Hund wird von Auto erfasst und überlebt einen Tag lang im Kühlergrill
  • Autofahrerin überschlägt sich bei Einparkversuch 

Dezember

  • Bankräuber nennt bei Tat seinen Namen
  • Autofahrer scheitert an 25-Meter-Parklücke
mod
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.