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Joshua-Tree-Nationalpark: Vermisstes Pärchen liegt Arm in Arm tot in der Wüste

Ende Juli brach ein junges Paar zu einer Wanderung in den bekannten Joshua-Tree-Park in Kalifornien auf - und kehrte nicht zurück. Drei Monate suchten Rettungskräfte vergeblich nach den beiden. Seit Sonntag haben sie traurige Gewissheit.

Joshua Tree Nationalpark - Pärchen - vermisst

Nach dem im Joshua-Tree-Nationalpark vermissten Pärchen war auch mit Handzetteln gesucht worden - letztlich vergeblich

Ein seit Ende Juli im Joshua-Tree-Nationalpark in Kalifornien vermisstes Pärchen ist vergangenes Wochenende tot aufgefunden worden. Ein Suchtrupp entdeckte die 20-jährige Rachel Nguyen und ihren ein Jahr älteren Freund Joseph Orbese am Sonntag in einem abgelegenen Teil der Wüstenlandschaft Arm in Arm liegend in einer Felsschlucht. "Ich würde Joseph sagen, dass ich ihn sehr liebe. Ich hoffe, sie können jetzt in Frieden ruhen", sagte Orbeses Vater Gilbert, der die Suchkräfte begleitet hatte, dem TV-Sender KESQ. Er habe immer daran geglaubt, dass er die beiden finden würde, führte er aus. "Ich wusste nicht wann. Heute aber habe ich meine Antwort bekommen."

Das Pärchen war demnach am 27. Juli zu einer Wanderung in die von Felsformationen durchzogene aufgebrochen. Als es daraufhin nicht in seine Ferienwohnung zurückkehrte, um wie vereinbart auszuchecken, meldete der Vermieter die beiden als vermisst. Daraufhin wurde eine der größten Suchaktionen der letzten Jahre in dem Park gestartet - allerdings ohne große Erfolge.

Joshua-Tree-Nationalpark bietet kaum Schatten

Zwar stießen die Rettungskräfte recht früh am Ausgangspunkt des unter Touristen beliebten "Maze Loop"-Wanderwegs auf das abgestellte Fahrzeug sowie Fußspuren des Paares, eine konkrete Spur auf Nguyen und Orbese ergab sich jedoch nicht. Bis zum letzten Sonntag, als die eingesetzte Suchmannschaft durch herumliegende Kleidungsstücke, Wasserflaschen und Brotpapier auf den späteren Fundort der Leichen aufmerksam wurde. Diese wurden später per Helikopter ausgeflogen und sollten obduziert werden, um die genaue Todesursache zu klären.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist wohl davon auszugehen, dass sich das Paar Ende Juli auf ihrem Trip durch die karge und gerade im Sommer extrem heiße und kaum Schatten bietende Landschaft verlaufen hatte und daraufhin verdurstet war.

"Sie waren keine Wüstenratten", hatte ein Park-Sprecher bereits im August gegenüber dem "Orange Center Register" gesagt, als schon mehrere Tage vergeblich nach den beiden gesucht worden war. "Das ist eine ganz andere Welt da draußen."


mod
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