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Kalifornien: Amokläufer war Sohn eines Hollywood-Regisseurs

Elliot Rodger ist für den Amoklauf im kalifornischen Santa Barbara verantwortlich. Sechs Menschen starben durch seine Schüsse. Sein Vater ist einer der Regisseure von “Die Tribute von Panem”.

Frank Siering

Der 22-jährige Elliot Rodger soll in Kalifornien sechs Menschen getötet haben

Der 22-jährige Elliot Rodger soll in Kalifornien sechs Menschen getötet haben

Der Amokläufer, der nahe dem kalifornischen Küstenort Santa Barbara aus seinem Auto heraus sechs Menschen und anschließend wohl sich selbst erschossen hat, ist identifiziert. Bei dem Schützen handelte es sich um den 22 Jahre alten Sohn des Hollywood-Regisseurs Peter Rodger, der u.a. als zweiter Regisseur bei “Die Tribute von Panem” mitgearbeitet hat. Der Anwalt von Rodger ließ am Sonnabend mitteilen, dass der Filmemacher und seine Familie davon ausgingen, dass der Sohn in Santa Barbara mit Schüssen aus seinem Auto, einem schwarzen BMW, sechs Menschen getötet habe, bevor er selbst ums Leben kam. Die Behörden bestätigten, dass Elliot Rodger der Täter war.

Das Motiv für den von der Polizei als "absichtlicher Massenmord" bezeichneten Amoklauf war am Samstagmorgen noch unklar. Doch erste Anzeichen deuten darauf hin, dass der Schütze möglicherweise mental instabil war und Frauen verachtete. Ermittler wollen ein YouTube-Video analysiert haben, in dem der Mann Hasstiraden und Drohungen gegen Frauen äußert, die ihn in den vergangenen Jahren zurückgewiesen oder ignoriert hätten. Das Video habe den Titel "Vergeltung".

Der schwarze BMW des Amokläufers ist völlig zerstört

Der schwarze BMW des Amokläufers ist völlig zerstört

Fahrt des Amokläufers endet mit Unfall

Die Amokfahrt ereignete sich am Freitagabend in Isla Vista nahe der Universität von Santa Barbara. Sie dauerte knapp zehn Minuten. Die Schüsse seien an neun verschiedenen Stellen gefallen, hieß es. Augenzeugen hätten einen schwarzen BMW durch die Straßen rasen sehen. Nach den Berichten hielt sich möglicherweise eine zweite Person in dem Fahrzeug auf, der Sheriff sprach aber von einem einzelnen Täter.

Der Mann sei bei dem Schusswechsel mit der Polizei mit seinem Auto in ein geparktes Fahrzeug geprallt. Ob er durch Schüsse der Polizisten starb oder sich selbst tötete, war zunächst unklar.

Familie des Amokläufers ist geschockt

"Die Familie Rodger möchte den Opfern dieser Tragödie die tiefste Sympathie und ihr Mitleid aussprechen", heißt es in einer Erklärung, die Familienanwalt Alan Shifman am Wochenende herausgab. "Wir alle spüren einen unfassbaren Schmerz."

In diversen Medienberichten vom Wochenende heißt es, dass die Eltern von Rodger sich in den letzten Wochen immer häufiger Sorgen um ihren Sohn gemacht haben. Wohl auch, weil die Eltern ein YouTube-Video von ihm entdeckt hätten, das sie wegen des Inhalts sofort an die Polizei weitergeleitet hätten.

Rodgers war bereits vernommen worden

In dem Video hatte Rodger geschworen, Rache zu nehmen an Frauen, die er für seine "Einsamkeit und nicht erfüllten Wünsche" verantwortlich machte.

Die Polizei hatte Elliot Rodger daraufhin tatsächlich vernommen und schätzte ihn in einem Bericht als "höflich und zuvorkommend" ein, wie Anwalt Shifman ABC News gegenüber berichtete.

Rodgers Vater gilt in Hollywood als ein erfahrener Filmemacher, der nicht nur mit Oscar-Gewinnerin Jennifer Lawrence, sondern in den letzten Jahren auch schon mit Hugh Jackman zusammengearbeitet hatte.

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?