VG-Wort Pixel

Kampfhubschrauber-Absturz Bundeswehr-"Tiger" bleiben in Afghanistan am Boden


Es geschah beim Übungsflug im Gebirge: In Oberbayern stürzt ein Kampfhubschrauber der Bundeswehr ab, Pilot und Kommandant überleben. Bis zur Klärung müssen alle Maschinen dieses Typs am Boden bleiben.

Nach dem Absturz eines Kampfhubschraubers in Bayern sucht die Bundeswehr nach der Ursache des Unfalls. Der Helikopter vom Typ Tiger war am Montagabend im oberbayerischen Ettal (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) auf eine Wiese gestürzt.

Beim Aufprall sei die Maschine in Flammen aufgegangen, teilte die Polizei mit. Die beiden Besatzungsmitglieder - der Pilot und der Kommandant - konnten sich aus dem Wrack retten und wurden nur leicht verletzt, wie Bundeswehrsprecher Markus Kirchenbauer sagte. Die Absturzursache ist bislang völlig unklar.

Der Bundestagsabgeordnete Bernd Siebert (CDU), Mitglied im Verteidigungsausschuss, sagte, der Hubschrauber sei auf einem Gebirgsübungsflug gewesen. Bis zur Klärung der Unfallursache "bleiben selbstverständlich alle Hubschrauber dieses Typs am Boden", teilte er am Dienstag in Berlin mit.

Der Hubschrauber wurde nach Angaben der EADS-Tochter Eurocopter am Standort Donauwörth gefertigt. Kampfhubschrauber vom Typ Tiger sind auch an Auslandseinsätzen der Bundeswehr beteiligt. So seien vier Maschinen im Dezember nach Afghanistan verlegt worden, sagte Bundeswehr-Sprecher Kirchenbauer. Insgesamt verfüge die Bundeswehr über 29 Hubschrauber dieses Typs.

Die Absturzstelle liegt in unbewohntem und schwer zugänglichem Gebiet. Feuerwehr und Polizei waren mehrere Stunden mit einem großen Aufgebot im Einsatz.

amt/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker