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Katastrophe von Nachterstedt: Gartenboden schon vor Jahren abgesackt

Hätte die Katastrophe von Nachterstedt verhindert werden können? Die Frage, die die Menschen des Ortes in Sachsen-Anhalt seit Tagen umtreibt, muss offenbar mit Ja beantwortet werden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war im Garten eines Bewohners der Siedlung bereits vor Jahren der Boden weggesackt.

In Nachterstedt hat es offenbar lange vor dem Erdrutsch, bei dem drei Menschen ums Leben kamen, einen Hinweis auf instabile Bodenverhältnisse gegeben. Ein Bewohner der Siedlung "Auf der Halde" berichtete der Staatsanwaltschaft Magdeburg, er habe vor Jahren Absenkungen im Garten festgestellt, schreibt die "Frankfurter Rundschau". Diese Kuhle sei gefüllt worden, doch sei der Boden dann wieder abgesackt. "Man hat das aber offenbar nicht für voll genommen", berichtete Staatsanwalt Uwe Hornberg über die Zeugenvernehmung.

Die Justizbehörde hat dem Zeitungsbericht zufolge nun ein unabhängiges Ingenieurbüro beauftragt. Die Experten sollen analysieren, wie es zu dem Erdrutsch kommen konnte. Das Gutachten werde allerdings erst in zwei bis drei Monaten vorliegen.

Zu der drängenden Frage, ob der verheerende Erdrutsch am Concordia-See hätte verhindert werden können, wird sich heute auch der Chef der für die Flutung des früheren Tagebaus zuständigen Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), Mahmut Kuyumucu, äußern. Kuyumucu wird wird heute in Nachterstedt erwartet. Braunkohlegebiete in Ostdeutschland wieder nutzbar zu machen, gehört zu den Hauptaufgaben der Gesellschaft.

Angeblich keine Gefahr an anderen Tagebauen

Am Mittwoch hatten LMBV, andere Bergbaufachleute und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) Aussagen widersprochen, die Katastrophe sei vorhersehbar und damit zu verhindern gewesen. "Manche wissen gar nicht, wo Nachterstedt liegt, wissen aber schon, wie es passiert ist", kritisierte Böhmer. Er verwies darauf, dass die Ursache wohl erst in etwa drei Monaten feststehe. Laut LMBV besteht derzeit keine akute Gefahr für andere Tagebauseen im Osten: "Nach den Einschätzungen der LMBV und der zuständigen Behörden gibt es derzeit keine Erkenntnisse, dass an anderen Orten derartige Gefährdungen vorliegen."

An dem See in Nachterstedt gab es nach Angaben des bundeseigenen Unternehmens vor rund eineinhalb Jahren Bauarbeiten. Am Ufer nahe der heutigen Unglücksstelle sei ein Anleger für Boote gebaut worden, wobei auch Erde bewegt worden sei. Der Steg liegt heute unter den rund zwei Millionen Kubikmetern Erdmassen, die am Samstag rund 100 Meter tief abgerutscht und zwei Häuser mit sich gerissen hatten. Laut LMBV gab es auch an anderen Stellen am Seeufer regelmäßig Bauarbeiten zur Sanierung des Geländes. Dies werde bei der Suche nach der Unglücksursache, die weiter unklar sei, bedacht.

Von den 41 Menschen, deren Häuser nicht mehr bewohnbar sind, bezogen einige bereits neue Wohnungen. Die LMBV zahlte an sie eine Soforthilfe, damit sie sich zum Beispiel neue Möbel kaufen können. Wegen der Gefahr weiterer Erdrutsche können die Evakuierten, die am Wochenende einige wenige Habseligkeiten aus den Häusern holen konnten, definitiv nicht noch einmal dorthin zurück, wie der Krisenstab mitteilte. Am Freitag ist in Nachterstedt eine Andacht zur Erinnerung an die Opfer geplant.

DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.