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Lager in Dadaab Cholera bedroht Hungerflüchtlinge in Kenia


Die Not im überfüllten kenianischen Flüchtlingslager Dadaab ist ohnehin unvorstellbar, nun sind die Menschen dort auch noch von einer Seuche bedroht. Die Cholera ist ausgebrochen. 60 Fälle gibt es bereits - und auch einen ersten Toten.

Im Flüchtlingslager Dadaab in Kenia sind nach UN-Angaben Cholera-Fälle aufgetreten. Unter den somalischen Flüchtlingen in dem Lager seien 60 Krankheitsfälle registriert worden, teilte das UN-Flüchtlingskommissariat in Genf mit. Zehn der Fälle seien anhand von Laboruntersuchungen bestätigt worden, ein Flüchtling sei bereits an der Cholera gestorben.

Bei dem Großteil der Betroffenen handelt es sich den Angaben zufolge um Neuankömmlinge in dem Flüchtlingslager. Es seien Behandlungszentren für die besonders schwer Erkrankten eingerichtet worden, zudem sei eine Präventionskampagne ins Leben gerufen worden. In dem Lager leben derzeit rund 500.000 Hungerflüchtlinge, darunter viele Kinder. Nach der Entführung von drei Entwicklungshelfern nimmt das UN-Flüchtlingskommissariat seine Arbeit dort erst allmählich wieder auf.

Dadaab war ursprünglich für 90.000 Menschen gebaut worden. Heute ist es das größte Camp der Welt. Das Welternährungsprogramm (WFP) schätzt, dass mindestens zehn Millionen Menschen in der Region Nahrungshilfe benötigen. Rund zwei Millionen Kinder leiden Unicef-Angaben zufolge an Unterernährung. Die Vereinten Nationen verteilen unter anderem mit Vitaminen und Mineralien angereicherte Lebensmittel.

fro/AFP AFP

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