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Führerschein in Jackentasche: Wasserleiche in Hamburg: Es ist der vermisste Schotte Liam Colgan

In Hamburg ist am frühen Montagmorgen eine männliche Leiche aus der Elbe gezogen worden. Dabei handelt es sich um den seit Monaten vermissten Schotten Liam Colgan.

Nach Wochen des Bangens und Hoffens ist es nun traurige Gewissheit: Liam Colgan ist tot. Der Leichnam des seit Anfang Februar vermissten Schotten wurde am Montagmorgen aus der Elbe gezogen. Das bestätigte der Lucie Blackman Trust, der sich im Auftrag der Familie um die Presseangelegenheit zur Vermisstensuche kümmert. Zwar stehe eine offizielle Identifizierung noch aus, doch in der Jackentasche der Leiche sei der Führerschein von Colgan gefunden worden, zudem stimmte die Kleidung mit der überein, die er am Abend des Verschwindens trug.

Die Polizei hatte sich kurz zuvor noch zurückhaltender geäußert und lediglich bestätigt, dass es frühen Montagmorgen in Hamburg eine männliche Wasserleiche entdeckt worden war. Es gebe bereits "mehrere Hinweise", dass es sich um den seit mehr als zwei Monaten vermissten Schotten Liam Colgan handelt, hieß es von der Polizei. Welche Hinweise das genau sind, wollte der Sprecher nicht sagen. Aktuell werde die Leiche in der Rechtsmedizin untersucht. Die Polizei stehe bereits mit seiner Familie in Kontakt. Im Laufe des Tages werde dem Sprecher zufolge Gewissheit herrschen, ob es die Leiche von Colgan ist.

Liam Colgan verschwand Anfang Februar

Der 29-jährige Schotte verschwand in der Nacht vom 9. auf den 10. Februar 2018 während des Junggesellenabschieds seines Bruders auf der Hamburger Reeperbahn. Gegen 1.30 Uhr verließ er die Bar "Hamburger Veermaster". Etwa eine Stunde später wurde er rund anderthalb Kilometer entfernt von einer Überwachungskamera am Baumwall, unweit des Hafenbeckens, gefilmt. Seither fehlt von ihm jede Spur. Mehrere Zeugen gaben in den Folgetagen an, den 29-Jährigen unter anderem in Buxtehude im Südwesten gesehen zu haben. Mehrere groß angelegte Suchaktionen dort und in der Hansestadt blieben jedoch erfolglos. Sein Familie und Freunde hatten sich Anfang April mit einer eigens eingerichteten Internetseite erneut an die Öffentlichkeit gewand und um Hilfe gebeten.

fin