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BBC-Interview: Hund beißt seinen Besitzer zu Tode - direkt vor einer Filmcrew

Eine Filmcrew der BBC wurde Zeuge einer blutigen Tragödie: Während der Dreharbeiten für eine Dokumentation wurde ein Mann aus London von seinem eigenen Hund zu Tode gebissen. 

Ein Staffordshire Bullterrier hat in London seinen Besitzer zu Tode gebissen (Symbolbild)

Ein Staffordshire Bullterrier hat in London seinen Besitzer zu Tode gebissen (Symbolbild)

Am 20. März empfing Mario P. eine Crew des britischen Senders BBC bei sich zu Hause im Norden von London, um ein Interview zu geben. Doch der Dreh endete für den 41-Jährigen mit dem Tod. Sein eigener Hund attackierte ihn, während er für eine Dokumentation vor der Kamera stand. Wie britische Medien übereinstimmend berichten, verbiss sich der Staffordshire Bullterrier im Nacken seines Besitzers. 

Wie die Polizei nun bestätigte, hatte die BBC-Crew an dem Abend des Unglücks gegen 22.30 Uhr den Notarzt alarmiert. Zwei Stunden später mussten die Mediziner den Tod von P. feststellen.

Wie die britische Zeitung "The Guardian" berichtet, weigert sich die BBC, Auskünfte zu dem Thema der Dokumentation zu geben. Die beiden Reporter seien von der Polizei befragt, jedoch wieder entlassen worden. "Der Tod des Mannes wird nicht als verdächtig eingestuft", erklärte die Londoner Polizei in einer Mitteilung. Laut dem Obduktionsbericht trat der Tod aufgrund eines hypovolämischen Schocks, also eines hohen Blutverlusts, und der Beschädigung der Atemwege ein, die durch den Hundebiss verursacht worden sind. 

"Sein Hund bedeutete die Welt für ihn"

Ein Nachbar des Opfers erzählte dem "Guardian", dass es auch schon früher Attacken des Hundes auf sein Herrchen gegeben hat. "Vor sechs oder sieben Monaten biss der Hund ihn ins Bein. Wir hörten, wie er den Hund angeschrien hat. Dann kam er mit Blut am Bein auf uns zugelaufen." Trotz dieses Vorfalls sagte der Nachbar, dass das Tier nie bösartig gewesen sei. P. habe seinen Hund mehr als sich selbst geliebt.

Mehr als 20 Jahre lang soll der 41-Jährige in seiner Wohnung gelebt haben. Seit seine Mutter im vergangenen Jahr in ein Pflegeheim gezogen war, wohnte er jedoch allein. "Sein Hund bedeutete die Welt für ihn", sagte eine Nachbarin. "Wenn er wegging, jaulte der Hund."

Das Tier ist inzwischen in einem Zwinger untergebracht worden. Nun soll entschieden werden, ob der Staffordshire Bullterrier eingeschläfert wird oder nicht. In Großbritannien zählt diese Rasse nicht zu den per Gesetz verbotenen Hunden. Lediglich Pit Bull Terrier, Tosa, Argentinische Doggen und Fila Brasileiro dürfen dort weder verkauft noch gezüchtet werden.

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ivi