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  • Marokko: So verheerend bebte die Erde – die Bilder

Schweres Erdbeben Trümmer, Angst und Erschöpfung – das Leid der Überlebenden in Marokko

  • 10. September 2023
  • 12:32 Uhr
Eine Frau schläft in einem Park in Marrakesch, nachdem sie durch das Erdbeben obdachlos geworden ist. Immerhin hat sie ihr nacktes Leben gerettet. Laut jüngsten Angaben sind mehr als 2000 Menschen bei den verheerenden Erdstößen in Marokko gestorben. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer weiter ansteigt.
Eine Frau schläft in einem Park in Marrakesch, nachdem sie durch das Erdbeben obdachlos geworden ist. Immerhin hat sie ihr nacktes Leben gerettet. Laut jüngsten Angaben sind mehr als 2000 Menschen bei den verheerenden Erdstößen in Marokko gestorben. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer weiter ansteigt.
© Carl Court / Getty Images
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Eine Frau schläft in einem Park in Marrakesch, nachdem sie durch das Erdbeben obdachlos geworden ist. Immerhin hat sie ihr nacktes Leben gerettet. Laut jüngsten Angaben sind mehr als 2000 Menschen bei den verheerenden Erdstößen in Marokko gestorben. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer weiter ansteigt.
Kinder stehen vor einem beschädigten Gebäude in Tahannaout bei Marrakesch. Vor allem nahe des Epizentrums im Atlasgebirge sind ganze Dörfer zerstört
Schutt und Trümmer liegen in diesem Haus in Tahannaout. In anderen Regionen Marokkos wurden ganze Dörfer von dem Erdbeben der Stärke 6,8 dem Erdboden gleich gemacht
Von vielen Gebäuden sind nur Gesteinsbrocken übrig geblieben, unter denen weitere Opfer befürchtet werden. Allein in der Provinz Al-Haouz nahe des Epizentrum rund 70 Kilometer südwestlich von Marrakesch wurden nach Angaben des Innenministeriums bis zum späten Samstagabend 1293 Tote verzeichnet.
Kinder spielen inmitten der Trümmer, die das Erdbeben im Dorf Ijjoukak in der Nähe von Marrakesch hinterlassen hat
Menetekel aus Stein: Stehengebliebene Pfeiler eines Hauses nahe Marrakesch
Überlebende suchen mit bloßen Händen in den Trümmern nach Überlebenden. Der Königspalast rief zwar eine dreitägige Staatstrauer aus, aber offiziell hat das Land bislang noch keine internationale Unterstützung angefordert. Dieser Schritt ist nötig, bevor ausländische Rettungskräfte eingesetzt werden können.
Auch in der bei Touristen beliebten Altstadt von Marrakesch richtete das Erdbeben Schäden an, hier bahnt sich ein Mann seinen Weg durch heruntergestürzte Trümmerteile
In vielen Dörfern das gleiche Bild: In einer stummen Prozession begeben sich Überlebende zum Friedhof, um eines der mehren tausend Todesopfer zu begraben
Eine Frau steht mit ihrer Tochter vor ihrem Haus in Marrakesch. Auch Teile der Altstadt, die zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, werden beschädigt.
Bewohner fliehen aus ihren Häusern in der Nähe des Epizentrums. Beschädigte Gebäude können auch Stunden nach dem kurzen Beben noch Zusammenbrechen, zudem drohen Nachbeben.
Die beiden Männer in Marrakesch sind offenbar ohne Schaden davon gekommen und begutachten die Verwüstungen in ihrer Nachbarschaft.
Familien sitzen vor ihren zerstörten Häusern, ebenfalls in Marrakesch. Sie haben alles verloren.
Ein Rettungssanitäter macht eine Pause während einer Rettungsaktion. Das Technische Hilfswerk aus Deutschland bereitet sich derzeit darauf vor, Helfer nach Marokko zu schicken.
Auch diese Aufnahme stammt aus Marrakesch. Aber die Erdstöße waren in weiten Teilen des Landes zu spüren. 
Erdbeben treten in Nordafrika nur relativ selten auf. 1960 hatte sich nach Angaben des Senders Al Arabiya in der Nähe von Agadir ein Beben der Stärke 5,8 ereignet, bei dem Tausende Menschen ums Leben gekommen waren. 2004 erschütterte ein Beben der Stärke 6,4 Marokko. Mehr als 600 Menschen kamen damals ums Leben.
In der Stadt Ouarzazat suchen die Menschen auf einem freien Platz Schutz.
Als die Erde bebt, geraten vielen Menschen in Panik und rennen schreiend auf die Straße so wie hier in Rabat. Das zeigen zahlreiche Aufnahmen in den sozialen Medien.
Nach dem schweren Erdbeben in Marokko geht die Suche nach Überlebenden weiter. Inzwischen wurden mehr als 2000 Tote gezählt, doch das ganze Ausmaß der Katastrophe ist noch ungewiss. Die Bilder des Schreckens.

Nach dem schweren Erdbeben in Marokko haben die Menschen in den Katastrophengebieten die zweite Nacht in Unsicherheit und Trauer um die Opfer verbracht. Die Zahl der Toten stieg nach Behördenangaben auf inzwischen 2012. Mindestens 2059 weitere Menschen wurden verletzt, mehr als die Hälfte davon schwer, wie marokkanische Medien in der Nacht auf Sonntag unter Berufung auf das Innenministerium berichteten. Das Beben vom späten Freitagabend war das schlimmste seit mehreren Jahrzehnten in dem nordafrikanischen Land. König Mohammed VI. ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind mehr als 300.000 Menschen in Marrakesch und umliegenden Gebieten von der Katastrophe betroffen. Örtliche Rettungskräfte suchten zusammen mit Soldaten unter Trümmern weiter nach Überlebenden. "Meine Frau, meine Kinder und ich versuchten, das Haus zu verlassen, aber meine kleine Tochter und mein Vater, der 102 Jahre alt ist, blieben. Ich habe versucht, zurückzugehen, um sie herauszuholen, aber vergeblich, mein Vater und meine Tochter sind dort gestorben", schilderte ein Überlebender in der Stadt Imintanoute der Nachrichtenseite Hespress.

Das Beben ereignete sich um 23.11 Uhr Ortszeit in der Nacht zu Samstag. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS hatte es eine Stärke von 6,8, laut dem Helmholtz-Zentrum Potsdam 6,9. Das Epizentrum lag gut 70 Kilometer südwestlich von Marrakesch im Atlasgebirge. Dort liegen Ortschaften entlang steiler und kurvenreicher Serpentinen. Da Erdbeben in Nordafrika relativ selten auftreten, sind Gebäude nach Einschätzung von Experten nicht robust genug gebaut, um solchen starken Erschütterungen standzuhalten.

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