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Massenpanik auf der Loveparade Sauerland vermutet "individuelle Schwächen" als Ursache


Duisburgs Oberbürgermeister hat das Sicherheitskonzept für die Loveparade als "stichhaltig" bezeichnet und vermutet individuelle Schwächen als Unglücksursache.

Nach der Massenpanik auf der Loveparade mit mindestens 19 Toten hat Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) das Sicherheitskonzept der Stadt als "stichhaltig" verteidigt. "Wahrscheinlich" seien "individuelle Schwächen" Auslöser der Katastrophe gewesen.

Am Mittag wollen die Veranstalter auf einer Pressekonferenz Stellung zu den Ursachen der Massenpanik beziehen. Bereits im Vorfeld der Loveparade hatte es Zweifel gegeben, ob das Gelände und die Zugangswege für die Menschenmassen geeignet sein würden.

Das für die Loveparade ausgewählte alte Bahnhofsgelände kann maximal 250 000 Menschen aufnehmen. Zur Loveparade waren nach Angaben der Behörden etwa 1,4 Millionen Menschen nach Duisburg gekommen. Es gab nur einen Zugang zum Festgelände, und der war nur durch zwei sehr lange Straßentunnel unter den Bahngleisen zu erreichen.

Die Tunnel waren offensichtlich zu eng, um die hin- und wegströmenden Menschenmassen aufzunehmen. Als einige Besucher eine Mauer und eine schmale Treppe hinaufklettern wollten und dabei abstürzten, entstand nach Polizeiangaben eine Panik.

Abreise verlief reibungslos

Bei der Abreise der Besucher hat es dagegen keine weiteren Zwischenfälle gegeben. Das teilte ein Polizeisprecher am frühen Sonntagmorgen mit. Die Räumung des Geländes habe "reibungslos geklappt", sagte er.

Die für Rettungseinsätze benutzte benachbarte Autobahn 59 wurde am Morgen wieder für den Verkehr freigegeben. Der Ort der Katastrophe etwas südlich des Duisburger Hauptbahnhofs ist nach wie vor abgesperrt. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen dort an diesem Sonntag ihre Untersuchungen fortsetzen.

DPA DPA

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