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Stromschlag im Wasser: Mädchen stirbt durch Smartphone in Badewanne

Ein tragischer Unfall kostete einem Mädchen in Moskau das Leben: Während die 14-jährige badete, ließ sie ihr Smartphone ins Wasser fallen. Dabei erlitt sie einen Stromschlag und starb. Nicht der erste Tod dieser Art.

Moskau: Mädchen stirbt in Badewanne durch Smartphone

An ein Ladegerät angeschlossene Smartphones können im Bad zu einer Lebensgefahr werden. In Moskau kam nun ein Mädchen ums Leben, weil ihr Telefon ins Wasser fiel.

In Moskau ist ein 14-jähriges Mädchen durch einen Stromschlag, der durch ein Smartphone verursacht wurde, ums Leben gekommen. Das geht aus einem Bericht der Moskauer Untersuchungsbehörde hervor. Demnach ereignete sich der Vorfall bereits am 13. Februar. Nach vorläufigen Untersuchungsergebnissen, ließ die 14-Jährige ihr Telefon ins Wasser fallen, während sie ein Bad nahm. Da das Smartphone durch ein Ladekabel ans Stromnetz angeschlossen war, kam es zu einem Stromschlag. 

Die Mutter des Mädchens entdeckte die Leiche ihrer Tochter schließlich im Bad. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gebe es nicht, teilte die Untersuchungskommission mit. 

Nicht der erste Tod in Badewanne durch Smartphone

Es ist nicht das erste Mal, das ein Smartphone im Badewasser einen Stromschlag verursachte. Im Februar 2015 kam in Moskau die 24-jährige Eugene Sviridenko bei einem Bad ums Leben, nachdem sie ein iPhone 4 ins Wasser fallen ließ. In der Region Tjumen starb ein 17-Jähriger, nachdem sein iPad ins Badewasser gefallen war. In beiden Fällen waren die Geräte an ein Ladegerät angeschlossen. 

Elektrischer Strom kann, gerade in Verbindung mit Wasser, für einen Menschen lebensgefährlich werden. Allerdings kommt es in einer Badewanne eher selten zu Stromschlägen. In neueren Häusern sind die Badewannen normalerweise geerdet. Außerdem verhindern Schutzschalter Stromschläge. Fällt der berühmt berüchtigte Föhn also ins Wasser, fliegen dann schlicht die Sicherungen raus.

Smartphones unbedingt aus dem Stecker ziehen

In Altbauten fehlen diese Sicherheitsvorkehrungen jedoch oft. Deshalb ist Vorsicht geboten. Ein Elektrogerät gehört nicht in die Nähe von Wasser, sei es die eingelassene Badewanne oder das Waschbecken.

Die Gefahr, einen Stromschlag durch ein Smartphone zu bekommen, das nicht an ein Ladegerät angeschlossen ist, ist allerdings gering.

Ellen Ivits
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?