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Porno während Verfolgungsjagd: Die Eskapaden der Oligarchen-Kids auf den Straßen Moskaus

Immer wieder brettern Oligarchen-Sprösslinge auf ihren Luxus-Geländewagen und Lamborghinis durch Moskau. Nicht selten enden die Rasereien in schrecklichen Unfällen. Nun sorgt der Fall einer wilden Verfolgungsjagd für einen Skandal.

Oligarchen-Sprösslinge lieferten sich mit sechs Polizeiwagen eine Verfolgungsjagd durch Moskau

Oligarchen-Sprösslinge lieferten sich mit sechs Polizeiwagen eine Verfolgungsjagd durch Moskau

Die Eskapaden der Oligarchen-Kinder sorgen in Russland erneut für einen Skandal. Denn wieder einmal demonstrierten sie eindrucksvoll, was sie von Gesetzen und der russischen Polizei halten: nämlich gar nichts. Offenbar berauscht von einer Nacht in einem der hauptstädtischen Clubs lieferten sie sich in den frühen Morgenstunden des 22. Mai eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei - und das gleich mit sechs Streifenwagen. Dessen nicht genug: Die Hetzjagd übertrugen sie via Periscope live im Internet.

Im Zentrum des Skandals steht Ruslan Schamsuarow, Sohn von Asan Schamsuarow, dem Vizepräsidenten des Ölkonzerns Lukoil. Ihm gehört der schwarze Geländewagen, auf dem die Gruppe aus vier jungen Leuten nach einer durchzechten Nacht mitten durch die Stadt raste. Dabei waren auf dem Mercedes nicht einmal Nummernschilder befestigt.

Als ein Streifenwagen auf die Raser aufmerksam wurde und sie zu stoppen versuchte, gaben diese einfach Gas und entkamen den Polizisten. Auf dem Video, das später auch bei Youtube veröffentlicht wurde, sieht man wie der abgehängte Polizist dem davonrasenden Wagen nur noch hilflos seinen Signalstab hinterherwirft.

"Dieser Polizist ist ein Niemand"

Das versetzte die jungen Leute aber so sehr in Rage, dass sie umkehrten und zurückfuhren. "Dieser Polizist ist ein Niemand", sagt Ruslan Schamsuarow in die Kamera. "Wir fahren jetzt zur Polizei zurück, um herauszufinden, was zum Teufel sie sich dabei gedacht haben", echauffiert sich der 20-Jährige auf dem Beifahrersitz.

Der schwarze Geländewagen raste also zurück und drehte bei absolutem Wendeverbot demonstrativ vor der Polizei um. Doch dieses Mal folgten gleich sechs Streifenwagen der "Goldenen Jugend", wie Oligarchen-Kinder in Russland genannt werden.

Ruslan Schamsuarow protzt mit Verfolgungsjagd

Auf ihrer Flucht missachteten die Raser alle Verkehrsregeln, fuhren über Gehwege und Grünflächen. Doch es gelang ihnen nicht, die Polizei abzuschütteln. Als sie umstellt wurden, flüchteten die jungen Leute aus dem Wagen und versuchten zu Fuß zu entkommen. Die Polizei fasste sie trotzdem.

Doch auch noch nachdem die Polizei die Raser stellte, hatten diese nur Hohn für die Situation übrig. In den letzten Sekunden des Videos sieht man, wie Ruslan Schamsuarow breit in die Kamera lacht und mit der Verfolgungsjagd protzt.

Für Oligarchen-Kinder gelten Gesetze oft nicht

Russlands Superreiche sind für ihr rücksichtsloses Verhalten auf den Straßen gefürchtet. Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen und nicht selten kommen die Täter straflos davon. Das zynische und respektlose Verhalten der Clique rund um Schamsuarow verbildlicht das Prinzip, nach dem viele Oligarchen-Kinder leben: "Für uns gilt das Gesetz nicht."

Dass es dieses Mal vermutlich anders kommt, verdanken die jungen Leute vor allem der eigenen Geltungssucht. Öffentlich wurde die hollywoodreife Verfolgungsjagd wohl nur, weil die Oligarchen-Kids selbst ihre Handyvideos im Netz veröffentlichten. 

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Porno während Verfolgungsjagd in Moskau

Dabei ist es bei weitem nicht das erste Mal, dass der Sohn des Lukoil-Vizepräsidenten sich mit der Polizei eine Verfolgungsjagd liefert. 

Das Nachrichtenportal "Life" veröffentlichte eine Aufnahme, die seine Clique bei einer weiteren Raserei zeigt. Auf den Video ist zu sehen, dass die jungen Leute auch noch Pornos schauen, während die Polizei sie verfolgt. 

Strafzettel für 305.000 Rubel

Mittlerweile soll der Oligarchen-Sohn Strafzettel in Höhe von 305.000 Rubel gesammelt haben, was etwa 4300 Euro entspricht, berichtet unter anderem die russische Zeitung "Komsomolskaja Prawda."

Im Netz kursieren Berichte, wonach eine der Schamsuarow-Begleiterinnen, die bei der Verfolgungsjagd am 22. Mai im Wagen saß, erst im letzten Jahr an einem schweren Unfall mit zwei Todesopfern beteiligt war. 

Mittlerweile entschuldigte sich Schamsuarow kleinlaut. "Es ist mir höchst unangenehm, in solch eine Geschichte verwickelt zu sein", schrieb der Oligarchen-Sohn auf Facebook. "Ich möchte mich bei der Verkehrspolizei, bei allen Verkehrsteilnehmern, Moskauern und meiner Familie entschuldigen", hieß es in dem Post.


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