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Naturkatastrophe in Südrussland: Fluten reißen über 150 Menschen in den Tod

Mehr als 150 Menschen sterben im Süden Russlands bei Überschwemmungen. Viele von ihnen werden im Schlaf überrascht. Haben die Behörden rechtzeitig gewarnt? Kremlchef Putin verspricht bei einem demonstrativen Besuch lückenlose Aufklärung.

Katastrophe im Feriengebiet: Bei den schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten in der südrussischen Urlaubsregion Krasnodar am Schwarzen Meer sind mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Nach fast zweitägigem Dauerregen überflutete Hochwasser etwa 5000 Häuser, rund 22.000 Menschen waren ohne Strom. In mehreren Städten wurde der Ausnahmezustand ausgerufen. Bahngleise und Straßen seien unterspült oder von Schlamm überdeckt und unpassierbar, hieß es. Die Armee stellte Speziallastwagen und Hebekräne bereit.

"An eine solche Katastrophe kann sich hier niemand erinnern", sagte Gouverneur Alexander Tkatschow im Fernsehen. Er gab die Zahl der Toten am Sonntagmittag (Ortszeit) mit mindestens 150 an. Rund 1500 Rettungskräfte waren im Dauereinsatz. Die Polizei nahm erste Plünderer fest.

Augenzeugen berichten von sieben Meter hohen Wellen

Binnen weniger Stunden verloren Tausende Bewohner ihr gesamtes Hab und Gut. Das Staatsfernsehen zeigte viele verzweifelte Menschen, die jetzt vor allem auf Hilfe von Verwandten hoffen. "Vom Staat erwarte ich nichts", sagte ein weinender Mann. Das schlammige Hochwasser überflutete etwa 5000 Häuser, rund 22 000 Menschen waren ohne Strom. In mehreren Städten wurde der Ausnahmezustand ausgerufen.

Augenzeugen berichteten von rund sieben Meter hohen Wellen, mit denen das Wasser in die Orte hineingeschossen sei. Zahlreiche Bewohner überraschte das Unwetter im Schlaf. "Viele haben trotz dringender Warnungen ihr Haus nicht verlassen", sagte ein Sprecher der Rettungskräfte. Das russische Staatsfernsehen zeigte, wie Bewohner sich in höhere Stockwerke flüchteten oder mit Schlauchbooten aus überschwemmten Häusern gerettet wurden. Zahlreiche Menschen harrten auf Dächern oder Bäumen aus.

Putin macht Katastrophe zur Chefsache

Putin verschaffte sich im Helikopter einen Überblick und kündigte eine lückenlose Aufklärung an. Der Chef der Ermittlungsbehörde, Alexander Bastrykin, leitete ein Strafverfahren gegen Unbekannt wegen fahrlässiger Tötung ein. Rund 3000 Menschen seien aus dem Gebiet in sichere Unterkünfte gebracht worden, teilten die Rettungskräfte mit.

Allein im Bezirk Krimsk rund 300 Kilometer nördlich von Sotschi, wo 2014 die Olympischen Winterspiele stattfinden, seien etwa 140 Menschen ertrunken, hieß es. Mindestens zwei Menschen starben in Russlands größtem Schwarzmeer-Hafen Noworossijsk, der wegen des massiven Sturms den Betrieb einschränken musste. Neun Touristen kamen im Küstenort Gelendschik ums Leben, davon fünf an Stromschlägen.

Bewohner der Region warfen den Behörden vor, die Schleusen eines nahen Stausees geöffnet und damit das Hochwasser mitverursacht zu haben. Ermittler räumten zwar ein, dass Wasser abgelassen wurde. Dies sei aber nicht der Grund für die Überschwemmungen gewesen, hieß es. Den Angaben zufolge fiel innerhalb weniger Stunden so viel Regen wie sonst im Monatsdurchschnitt. Zudem hätten Sturzbäche aus dem angrenzenden Kaukasusgebirge das Gebiet überschwemmt.

cjf/AFP/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.