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Inferno in Paris: Neue Luftaufnahme zeigt massive Schäden an Notre-Dame

Die Brandschäden an der Pariser Kathedrale Notre-Dame sind massiv. Eine 360-Grad-Aufnahme aus der Luft zeigt die Zerstörung. Dennoch hält Frankreichs Präsident Macron einen Wiederaufbau innerhalb von fünf Jahren für machbar. 

Klaffendes Loch im Dach: Videos zeigen die schweren Schäden im Inneren von Notre-Dame

Das Inferno, das am Montagabend ausgebrochen war, hat die Notre-Dame massiv beschädigt. Wie gravierend die Schäden sind, zeigt eine neue Aufnahme aus der Luft. Auf der Website Gigarama kann die interaktive 360-Grad-Aufnahme eingesehen werden.

Eine Luftaufnahme der Pariser Kathedrale Notre-Dame zeigt die Brandschäden

Eine Luftaufnahme der Pariser Kathedrale Notre-Dame zeigt die Brandschäden

DPA

Trotz der großen Schäden haben bei einem von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron anberaumtem Treffen zum Wiederaufbau der Pariser Kathedrale mehrere Teilnehmer einen Zeitplan von fünf Jahren als "machbar" eingeschätzt. "Fünf Jahre bis zur Wiedereröffnung von Notre-Dame ist absolut plausibel", sagte etwa der Regierungsbeauftragte für Kulturgüter, Stéphane Bern, nach dem Treffen im Elysée-Palast. Bei der Zusammenkunft war auch der 70-jährige frühere französische Generalstabschef Jean-Louis Georgelin anwesend, der am Vormittag zum "Mister Wiederaufbau" ernannt worden war.

Kathedrale in Flammen: So sieht es nach dem verheerenden Brand im Inneren von Notre-Dame aus
Feuer im Kirchenschiff

Der Blick aus der Luft zeigt das Ausmaß des Brandes: Das gesamte Kirchenschiff steht in Flammen

AFP

900 Millionen Spenden für die Notre-Dame

In der berühmten Pariser Kathedrale Notre-Dame war am Montagabend im Dachstuhl ein Feuer ausgebrochen, das sich rasend schnell über das gesamte Dach ausbreitete. Rund 400 Feuerwehrleute waren die gesamte Nacht über im Einsatz, erst am Dienstagmorgen waren die Flammen vollständig gelöscht.     

Frankreich will nach der Katastrophe einen internationalen Architekturwettbewerb für den Wiederaufbau des kleinen Vierungsturms in der Mitte des Daches von Notre-Dame ausrufen. Dieser Spitzturm war bei dem verheerenden Brand zusammengestürzt. Premierminister Édouard Philippe sagte nach einer Regierungssitzung, der neue Turm müsse den "Herausforderungen unserer Zeit" standhalten.

Insgesamt wird der Wiederaufbau der weltberühmten, schwer beschädigten Kathedrale von einer riesigen Spendenwelle nahe dem Milliarden-Bereich getragen. Nach Angaben von Stéphane Bern, der im Auftrag von Staatspräsident Emmanuel Macron für die Renovierung historischer Baudenkmäler in Frankreich zuständig ist, waren schon bis Mittwochmorgen fast 900 Millionen zur Verfügung gestellt worden. Bern sagte dem Sender RMC: "Die ganze Welt ist an unserer Seite." 

Video: Notre-Dame: Kunstschätze gerettet
ivi / AFP / DPA