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News des Tages: Herzlichen Glückwunsch! Erste gleichgeschlechtliche Paare heiraten

Passagiermaschine schießt auf Sylt über Landebahn hinaus +++100.000 Air-Berlin-Tickets könnten verfallen +++ Verdächtiger bei den Ermittlungen nach einem Supermarkterpresser festgenommen +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Zwei gleichgeschlechtliche Brautpaare als Tortenfiguren

Nach der Öffnung der Ehe für Homosexuelle werden am 1. Oktober die ersten gleichgeschlechtlichen Paare heiraten - herzlichen Glückwunsch!

Die Nachrichten des Tages im Überlick: 

+++ 19.55 Uhr: Mutmaßlicher Supermarkt-Erpresser hat gestanden +++

Der mutmaßliche Supermarkt-Erpresser hat die Vorwürfe gegen ihn gestanden. Außerdem habe er dem Haftrichter gesagt, dass er keine weiteren vergifteten Lebensmittel verteilt habe. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Gegen den 53-Jährigen aus dem Kreis Tübingen war Haftbefehl erlassen worden, er wurde bereits in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Der Vorwurf gegen den Verdächtigen lautet auf versuchte räuberische Erpressung.

+++ 19.42 Uhr: Erste Eheschließungen von gleichgeschlechtlichen Paaren +++

In mehreren deutschen Großstädten werden am morgigen Sonntag die ersten gleichgeschlechtlichen Paare heiraten. Weil das Gesetz zur Ehe für alle am 1. Oktober in Kraft tritt, finden etwa in Berlin, Hamburg und Hannover Trauungen von Schwulen und Lesben statt. Diese außergewöhnlichen Termine zeigen die historische Bedeutung der Gesetzesänderung, die im Sommer vom Bundestag beschlossen wurde. SPD, Grüne und Linke, aber auch etliche Unionsabgeordnete stimmten im Juni der Ehe für alle zu. Bundeskanzlerin Angela Merkel votierte mit Nein. Schwule und Lesben konnten bislang nur eingetragene Lebenspartnerschaften eingehen. Die Gesetzesänderung bedeutet die volle Gleichstellung in der Ehe, etwa auch bei der Adoption von Kindern.

+++ 19.08 Uhr: Polizei verhindert Überfall auf Juwelier - Geld für Waffenkäufe? +++

Die Polizei hat nach eigenen Angaben einen geplanten Überfall auf ein Juweliergeschäft bei Bremen verhindert und damit vermutlich Waffengeschäfte unterbunden. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, nahmen die Ermittler schon am Freitag sechs Männer vorübergehend fest. Nach Informationen der "Welt am Sonntag" soll es sich bei einem Teil von ihnen um radikale Islamisten handeln. Eine offizielle Bestätigung der Behörden gab es dafür aber zunächst nicht. Der geplante Überfall auf das Geschäft in Osterholz-Scharmbeck sollte vermutlich dazu dienen, Waffenkäufe zu finanzieren. "Die Ermittlungen richten sich aktuell nur gegen vier Beschuldigte", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Bremen, Frank Passade, am Samstag. "Gegen zwei von ihnen wird heute Antrag auf Haftbefehl gestellt." Drei Beschuldigte wohnten in Bremen, einer komme aus Frankreich. "Es geht um Schnellfeuergewehre", so Passade.

+++ 18.05 Uhr: Haftbefehl gegen mutmaßlichen Erpresser ergangen +++

Gegen den mutmaßlichen Erpresser im Fall der vergifteten Babynahrung ist Haftbefehl erlassen worden. Das sagte ein Sprecher der Polizei. Am Nachmittag hatte ein Ermittlungsrichter den Verdächtigen verhört. Der 53-Jährige aus dem Kreis Tübingen soll versucht haben, einen Millionenbetrag zu erpressen. Er war am Freitagnachmittag im Raum Tübingen festgenommen worden.


+++ 17.47 Uhr: Oxford-College hängt Porträt von Aung San Suu Kyi ab +++

Das ehemalige College von Aung San Suu Kyi an der britischen Universität Oxford hat ein Porträt der umstrittenen Friedensnobelpreisträgerin aus Myanmar abgehängt. Das teilte das St. Hugh's College der Nachrichtenagentur DPA mit. Die de-facto-Regierungschefin Myanmars ist seit Wochen wegen der Übergriffe des Militärs gegen die Minderheit der Rohingya in dem Land in der Kritik. Fast 500.000 Angehörige der muslimischen Minderheit sollen bereits ins benachbarte Bangladesch geflohen sein. Als Begründung für das Entfernen des Porträts hieß es lediglich, man habe ein neues Gemälde des japanischen Künstlers Yoshihiro Takada erhalten und wolle es für eine Weile ausstellen. "Das Gemälde von Aung San Suu Kyi ist unterdessen in einen Lagerraum gebracht worden", so die Mitteilung des St Hugh's College.

+++ 17.35 Uhr: Katalanische Separatisten halten 163 Wahllokale besetzt +++

Die Separatisten der spanischen Region Katalonien haben am Tag vor ihrem umstrittenen Referendum über Unabhängigkeit 163 Schulen besetzt, die am Sonntag als Wahllokale dienen sollen. Die Aufforderung der Polizei, die Lokale zu verlassen, hätten die Besetzer zunächst nicht befolgt, teilte der Präfekt (Vertreter des Madrider Innenministeriums) mit. Die restlichen der insgesamt 1300 von der Polizei kontrollierten Schulen seien am Samstag nicht besetzt gewesen, hieß es. Die Regionalregierung von Katalonien will das Referendum ungeachtet des Verbots durch das Verfassungsgericht und gegen den Widerstand der Zentralregierung in Madrid abhalten. Auf Betreiben Madrids hatte die Generalstaatsanwaltschaft die Polizei angewiesen, die 2315 vorgesehenen Wahllokale abzusperren, um so am Sonntag eine Stimmabgabe unmöglich zu machen. In ganz Katalonien besetzten deshalb separatistische Politiker, Lehrer und Eltern zum Teil mit ihren Kindern schon in der Nacht zum Samstag zahlreiche Schulen und weitere öffentliche Gebäude, die als Wahllokale fungieren sollen.

+++ 16.37 Uhr: Streit um Hurrikan-Hilfen - Trump attackiert Bürgermeisterin +++

Die Verwüstungen auf der Karibikinsel Puerto Rico durch Hurrikan "Maria" sorgen für offenen Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und der Bürgermeisterin der Hauptstadt San Juan um die Washingtoner Hilfen. Trump warf Carmen Yulín Cruz auf Twitter Führungsschwäche vor und behauptete, die Demokraten hätten ihr offenbar gesagt, dass sie "fies zu Trump sein muss". Yulín Cruz hatte den Präsidenten am Freitag beschworen, mehr zu tun, damit in Puerto Rico eintreffende Hilfsgüter auch die betroffenen Menschen erreichten. "Wir sterben hier, und ihr tötet uns mit der Ineffizienz und der Bürokratie", sagte Yulín Cruz an die Adresse von Trump. "Ich habe genug davon, höflich zu sein (...). Ich bin fuchsteufelswild." Die Karibikinsel war am 20. September direkt von "Maria" getroffen und schwer verwüstet worden. Die meisten Menschen sind weiter ohne Stromversorgung, es mangelt an Lebensmitteln, Trinkwasser und Benzin.

+++ 15.32 Uhr: Polizeivizepräsident: Noch keine vollständige Entwarnung +++

Die Polizei hat nach der Festnahme eines Verdächtigen im Falle der Supermarkterpressung eine verbliebene Giftmenge in dessen Haus gefunden. Dies dürfte der gesamte Rest sein, der bei der Manipulierung der fünf gefundenen Babynahrungsgläschen übrig geblieben sei. "Wir wissen es aber nicht exakt", sagte Polizeivizepräsident Uwe Stürmer. Daher könne noch keine vollständige Entwarnung gegeben werden. Die bei dem 53 Jahre alten Mann gefundene Menge Ethylenglycol hätte gereicht, weitere fünf Gläschen mit Babynahrung zu vergiften.

+++ 15.26 Uhr: Grüne erklären sich offiziell bereit zu Jamaika-Sondierungen +++

Die Grünen haben offiziell ihre Bereitschaft zu Gesprächen über eine Jamaika-Koalition erklärt. "Eine Einladung der CDU und CSU zu gemeinsamen Sondierungsgesprächen mit der FDP nehmen wir an", heißt es in einem Beschluss, den ein kleiner Parteitag ohne Gegenstimmen verabschiedete. Es gebe aber keinen Automatismus für eine Regierungsbeteiligung. "Wenn Gespräche nicht konstruktiv verlaufen, dann werden wir aus der Opposition für Veränderung kämpfen", heißt es weiter in dem Beschluss, der auch die Namen eines 14-köpfigen Sondierungsteams enthält. Der grüne Länderrat bekräftigte überdies das Selbstbild als Partei der linken Mitte. In der Sondierungsgruppe sind der linke und der realpolitische Flügel gleichermaßen vertreten. Ob Koalitionsverhandlungen aufgenommen werden, soll nach Ende der Sondierung ein Bundesparteitag entscheiden. Über den Koalitionsvertrag stimmt am Ende die Parteibasis ab.

+++ 14.05 Uhr: Lkw fährt in Stauende - Ein Toter und zahlreiche Verletzte +++

Bei einem Unfall am Stauende auf der Autobahn 19 in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Mensch ums Leben gekommen. 19 Menschen wurden verletzt als ein Lastwagen auf das Stauende auffuhr, wie die Polizei mitteilte. Einige von ihnen hätten dabei schwere Verletzungen erlitten. In den Unfall waren neben dem Lkw sechs Autos verwickelt. Ein Lastwagenfahrer hatte nach Polizeiangaben zu spät erkannt, dass sich ein Rückstau gebildet hatte und fuhr auf ein Auto auf. Dieses wurde auf weitere stehende Wagen geschoben. Einer der Wagen soll Feuer gefangen haben. Die Autobahn 19 wurde auf Höhe der Anschlussstelle Malchow in Fahrtrichtung Rostock gesperrt. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.

+++ 12.52 Uhr: Air Berlin Maschine schießt auf Sylt über Landebahn hinaus +++

Auf dem Flughafen der Insel Sylt ist am Samstagmorgen eine Air-Berlin-Maschine rund 50 Meter über die Landebahn hinausgeschossen. Wie die Polizei in Schleswig-Holstein mitteilte, kam der A320 erst auf der nassen Grasfläche zum Stehen und sackte dort ein. Alle 88 Menschen an Bord konnten das Flugzeug aber sicher verlassen, verletzt wurde niemand. Auch die Maschine sei nicht beschädigt worden, teilte die Polizei mit. 

+++ 11.55 Uhr: Deutscher ertrinkt während der Flitterwochen auf den Seychellen +++

Tragisches Ende einer Hochzeitsreise: Ein Deutscher ist während seiner Flitterwochen auf den Seychellen im Indischen Ozean ertrunken. Das teilte die Polizei des Inselstaats mit. Die Ehefrau des 49-Jährigen habe die Beamten auf der bei Touristen beliebten Insel La Digue um Hilfe gerufen, als sie ihren Mann vom Strand aus mit der Strömung kämpfen sah. Er habe nicht wiederbelebt werden können. Eine Anwohnerin sagte, der Südost-Monsun bringe starke Winde und ein unruhiges Meer mit sich. Schwimmen und Schnorcheln könnten gefährlich sein. Der 49-Jährige ist bereits der vierte Deutsche, der in diesem Jahr auf den Seychellen ertrunken ist.

+++ 11.46 Uhr: Keine oder nur geringe Erstattung für rund 100.000 Air-Berlin-Kunden +++

Rund 100.000 Kunden der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin werden voraussichtlich keine oder nur eine geringe Erstattung für annullierte Langstreckenflüge bekommen. Ein Unternehmenssprecher bestätigte diese Zahl. Betroffen sind jene Kunden, die vor dem 15. August, dem Tag der Insolvenzanmeldung, Tickets gekauft haben. Deren Geld geht in die Insolvenzmasse der Fluggesellschaft ein. Das Unternehmen habe keine Möglichkeit, daraus Erstattungen vorzunehmen, erläuterte der Sprecher. Anders sei die Lage für Flugscheine, die nach dem 15. August erworben worden seien. "Dieses Geld legen wir zur Seite", sagte der Sprecher. Sollte ein Flug ausfallen, werde der Kaufpreis erstattet.

+++ 8.58 Uhr: Ermittler halten Festgenommenen für den Supermarkt-Erpresser +++

Im Fall des Gift-Erpressers von Friedrichshafen hat sich der Tatverdacht gegen einen Festgenommenen erhärtet. Der am Freitagabend festgenommene Mann gílt jetzt als dringend tatverdächtig, wie die Staatsanwaltschaft Ravensburg und die Polizei in Konstanz erklärten. Die Ermittler waren durch Hinweise aus der Bevölkerung auf den 55-Jährigen aufmerksam geworden

+++ 8.12 Uhr: Supermarkterpresser - Festgenommener wird weiter überprüft +++

Bei der Fahndung nach einem Supermarkterpresser am Bodensee überprüft die einen ersten Verdächtigen. Weitere Angaben zu dem Festgenommenen konnte die Polizei in Konstanz in der Nacht zu Samstag jedoch nicht machen. Polizeisprecher Markus Sauter hatte am Freitag betont, dass es keineswegs feststehe, ob es sich bei dem Festgenommenen tatsächlich um den gesuchten Tatverdächtigen handele. Den Angaben nach wurden die Ermittler durch Hinweise aus der Bevölkerung auf ihn aufmerksam. Der Mann sei vorläufig festgenommen worden, sagte der Sprecher.

+++ 5.50 Uhr: Streit eskaliert auf Oktoberfest - Bierkrug ins Gesicht geschlagen +++

Ein 34-Jähriger hat auf dem "Badischen Oktoberfest" in Weil am Rhein in Baden-Württemberg zuerst einen Bierkrug ins Gesicht bekommen und war dann im Krankenhaus so aufgebracht, dass ihn ein massives Polizeiaufgebot besänftigen musste. Der Mann war auf dem Fest am Freitagabend mit einem 45-Jährigen aus unbekannten Gründen in Streit geraten, wie die Polizei Freiburg am Samstag mitteilte. Der Ältere hatte den Krug ins Gesicht des Jüngeren geschlagen, woraufhin dieser ins Krankenhaus kam. Dort dauerte dem Verletzten allerdings die Wartezeit zu lange. Nur mit Hilfe der Polizei konnte das Krankenhauspersonal den Mann beruhigen und medizinisch versorgen. Seine Ehefrau holte ihn schließlich aus dem Krankenhaus ab.

+++ 5.40 Uhr: Auto rammt Bär - drei Tote und vier Verletzte +++

Beim Zusammenprall eines Bären mit einem voll besetzten Geländewagen auf einer Autobahn in den USA sind drei Menschen ums Leben gekommen. Weitere vier Personen wurden bei dem in der Nähe von Rifle im US-Staat Colorado schwer verletzt, berichtete der Sender 9news am Freitag (Ortszeit) auf seiner Website. Der SUV hatte zunächst den Bären gerammt und sich danach mehrfach überschlagen, hieß es. Díe Insassen, die nach Polizeiangaben nicht angeschnallt waren, wurden dabei aus dem Wagen geschleudert. Unter den Toten waren zwei Kinder im Alter von sieben und 15 Jahren. Der Bär überlebte den Zusammenprall nicht.

+++ 4.35 Uhr: Süßwarenindustrie macht Front gegen hohe Einfuhrzölle +++

Neuer Streit am Zuckermarkt: Angesichts des Endes der EU-Zuckerquote zum 1. Oktober fordert die deutsche nun eine deutliche Absenkung der Zollschranken für Importe aus Drittändern. Ein solcher Schritt sei "längst überfällig", beklagte der Vorsitzende des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI), Stephan Nießner. Ziel müsse es sein, drohende Zuckerengpässe für die Lebensmittelwirtschaft zu vermeiden.

Die deutschen Zuckerhersteller wiesen die Forderung umgehend zurück. Eine Öffnung des -Marktes bringe die heimische Zuckerwirtschaft in Gefahr, warnte Günter Tissen, Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker. Mit der Zuckerquote wurde bislang Menge und Preis des in der EU gehandelten Zuckers reglementiert. 

So wird das Wetter in Deutschland: 

Sehen Sie die Wettervorhersage für Samstag, 30. September:

Video: Das Wetter in Deutschland am 30. September 2017


Aktuelle Unwetterwarnungen gibt es auf der Webseite des Deutschen Wetterdienstes 

ivi/tis / DPA / AFP