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+++ Ticker +++

News des Tages: Fahrer macht Pinkelpause - Unbekannter kapert Straßenbahn in Wien

+++ Zugunglück in Indien +++ May als erste Regierungschefin zu Trump +++ Flüchtlinge helfen Lawinenrettern +++ Kraft weist Vorwürfe zu Amri zurück +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Straßenbahn in Wien

In Wien hat ein Unbekannter eine Straßenbahn (Symbolbild) gekapert, während der Fahrer eine Pinkelpause machte

Die Nachrichten des Tages im -Ticker:

+++ 17.20 Uhr: Polizei in NRW nimmt möglichen Komplizen von Wiener Terrorverdächtigem fest +++

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat einen möglichen Komplizen des Terrorverdächtigen von Wien ermittelt. Der Mann wurde am Samstag in Neuss vorläufig festgenommen, wie ein Sprecher des Landeskriminalamtes am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Der Mann sollte noch am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt werden, um möglicherweise Haftbefehl wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährenden Straftat zu erlassen.

+++ 15.32: Demenzkranker 82-Jähriger ersticht seine Ehefrau +++

Ehedrama in Trier: Ein an Demenz erkrankter 82-Jähriger hat bei einer Streiterei seine Frau erstochen. Der im Stadtteil Pfalzel lebende Mann alarmierte dann selbst die Behörden. Reanimationsversuche der Rettungskräfte bei der 81-jährigen Frau kamen jedoch zu spät, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Sonntag berichteten.

Der Mann wurde festgenommen und auf Beschluss eines Richters vorläufig in eine forensisch-psychiatrische Klinik eingeliefert. Der Amtsarzt hatte in seiner Untersuchung Anhaltspunkte gefunden, dass eine durch die schwere Demenz ausgelöste Psychose zur Gewalttat geführt habe. Die Ermittlungen dauerten noch an, hieß es weiter.

+++ 14:43 Rätselhafte Serie:30 Morde in 24 Stunden in Nordbrasilien +++

Eine rätselhafte Serie von 30 Morden an einem Tag hat die Sicherheitsbehörden in der nordostbrasilianischen Stadt Belém in Alarmstimmung versetzt. Wie das Portal "Folha de S. Paulo" berichtete, soll es dabei in 25 Fällen zu regelrechten Hinrichtungen gekommen sein. Teilweise befanden sich Opfer gerade im Gespräch mit Freunden, als sie plötzlich erschossen wurden. Die Taten ereigneten sich wenige Stunden, nachdem ein Polizist in einem Schusswechsel mit Kriminellen getötet worden war. Daher wurde in Medien über einen möglichen Racheakt spekuliert. Das Geschehen erinnert an einen Fall in der südbrasilianischen Stadt Londrina vor einem Jahr, als nach der Tötung eines Polizisten zehn Menschen getötet und 15 verletzt wurden.

+++ 11.13 Uhr: Israelische Behörden genehmigen Bau hunderter Siedlerwohnungen in Ost-Jerusalem +++

Die israelischen Behörden haben grünes Licht für einen weiteren Ausbau der jüdischen Siedlungen im annektierten Ost-Jerusalem gegeben. Die Stadtverwaltung von Jerusalem erteilte nach den Worten des stellvertretenden Bürgermeisters Meir Turjeman die Baugenehmigung für 566 neue Siedlerwohnungen. Das Bauprojekt war Ende Dezember bis zum Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Donald Trump vorübergehend auf Eis gelegt worden.

Derzeit leben rund 430.000 jüdische Siedler im besetzten Westjordanland und mehr als 200.000 im von Israel annektierten Ost-Jerusalem. Der israelische Siedlungsbau wird international als eines der größten Hindernisse für eine dauerhafte Friedenslösung im Nahost-Konflikt angesehen.

+++ 10.26 Uhr: Steinmeier sieht Präsidentschaft Trumps als das Ende der alten Welt +++

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sieht in der Präsidentschaft von Donald Trump in den USA eine historische Zäsur. "Mit der Wahl Donald Trumps ist die alte Welt des 20. Jahrhunderts endgültig vorüber", sagte Steinmeier der "Bild am Sonntag". Welche Ordnungsvorstellungen sich nun stattdessen durchsetzen würden, sei "völlig offen". Auf jeden Fall müsse sich die Welt nun auf "unruhige Zeiten" einstellen.

Zugleich kündigte der Minister an, die Bundesregierung werde nun mit der US-Regierung "das Gespräch suchen", um "der neuen Administration unsere Haltung, unsere Werte und Interessen zu erläutern". Dabei gehe es um eine "neu zu festigende Partnerschaft auf Augenhöhe".

+++ 10.15 Uhr: Fahrer auf Pinkelpause: Unbekannter kapert Straßenbahn in Wien +++

Ungewöhnliche Spritzfahrt in Wien: Während der Fahrer auf Pinkelpause war, hat ein Unbekannter eine Straßenbahn gekapert. Um die Tram zu stoppen, drehten die Wiener Linien den Strom ab, wie der ORF berichtete. Der Täter konnte nach kurzer Zeit unerkannt im Bereich einer Haltestelle flüchten und wird seither gesucht. Verletzte oder Sachschaden gab es keine. Ein Mensch ohne Kenntnis kann die Straßenbahn der Linie 60 aber wohl kaum entführt haben. Der Vorfall mit der "Bim", wie in Wien eine Straßenbahn genannt wird, ereignete sich am Samstag.

+++ 07.15 Uhr Mindestens 27 Tote und dutzende Verletzte bei Zugunglück in Indien +++

Bei einem in Indien sind mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 50 weitere Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt, als die Lok und acht Waggons eines Expresszuges in einer abgelegenen Region im südlichen Bundesstaat Andhra Pradesh entgleisten.

Die Unglücksursache war zunächst unklar. Der Zug war auf dem Weg von Jagdalpur nach Bhubaneswar, der Hauptstadt von Odisha. Der Zugverkehr auf der Küstenstrecke wurde nach dem Unglück ausgesetzt.

+++ 06.41 Erdbeben erschüttert Salomonen-Inseln und Papua-Neuguinea +++

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,9 hat die Region um die Inselgruppe der Salomonen und im Südpazifik erschüttert. Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum in Hawaii warnte am Sonntag vor gefährlichen Wellen von 30 Zentimetern bis ein Meter über dem Wasserstand vor den Küsten der Salomonen-Inseln, Papua-Neuguinea, Nauru und Indonesien. Die US-Geologiebehörde USGS gab die Stärke mit 8,0 an. Das Epizentrum liege 40 Kilometer westlich von Pangua in Papua Neuguinea, hieß es.

+++ 05.25 Uhr: Theresa May besucht Trump als erster Regierungschef +++

Die britische Premierministerin Theresa May wird als erster ausländischer Regierungschef mit dem frisch vereidigten US-Präsidenten zusammenkommen. Das Treffen werde am Freitag stattfinden, teilte das Weiße Haus am Samstag mit. Sprecher Sean Spicer sagte, Trump habe bereits ein Telefonat mit dem kanadischen Premier Justin Trudeau über Zusammenarbeit und Handel geführt. Zudem habe er mit dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto über Sicherheit und Einwanderung geredet. Peña Nieto wird am 31. Januar zu einem Besuch bei Trump erwartet.

+++ 01.40 Uhr: Flüchtlinge aus Afrika gehen Helfern in Lawinengebiet in Italien zur Hand +++

Eine Gruppe von Flüchtlingen aus Afrika hat sich am Samstag den Helfern im Lawinengebiet in den italienischen Abruzzen angeschlossen. Die aus dem Senegal und aus Guinea stammenden jungen Schutzsuchenden hätten gefragt, ob sie helfen könnten, sagte eine Sprecherin des Roten Kreuzes, Enza D'Alessandro. Demnach sind die Flüchtlinge bereits seit zwei Jahren freiwillige Helfer der Organisation.

In dem Gebiet, in dem eine Lawine ein Hotel unter sich begraben hatte, werde derzeit ein Zelt für die Rettungskräfte eingerichtet, fuhr D'Alessandro fort. Dort sollten die jungen Männer in Schichten arbeiten und etwa beim Kochen helfen. "Zwei von ihnen sind schon vor Ort."

Nach dem Lawinenunglück wurden am Samstag noch immer 23 Menschen vermisst. Die Rettungskräfte, die in 14-Stunden-Schichten arbeiten, zeigten sich dennoch zuversichtlich, noch weitere Menschen retten zu können.

+++ 00.10 Uhr: Kraft weist Vorwürfe im Fall Amri zurück +++

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat im Terrorfall Anis Amri ihren Innenminister Ralf Jäger (SPD) und die Sicherheitsbehörden des Landes verteidigt. "Ich mache da niemandem persönlich einen Vorwurf", sagte Kraft der "Bild am Sonntag". Es sei im Nachhinein eine Fehlentscheidung des Bundes und der Länder gewesen, Amris Beobachtung zu beenden, seine Gefährlichkeit nicht richtig zu beurteilen. Im Gemeinsamen Terrorabwehrzentrum von Bund und Ländern seien "alle mehrmals zu dem Ergebnis gekommen", dass von Amri keine konkrete Gefährdung ausgehe. "Es werden anhand von Erkenntnissen Entscheidungen getroffen und dabei können leider auch Fehler passieren", sagte Kraft. 

kng / AFP / DPA