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News des Tages: Taxifahrer fährt in Moskau in Menschenmenge - acht Verletzte

Schwerer Verkehrsunfall im Moskauer Stadtzentrum +++ Mann nach tödlicher Messerattacke auf der Flucht +++ Keine Ermittlungen mehr gegen Farid Bang und Kollegah +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Moskau Unfall

Rettungskräfte versorgen die Verletzten im Moskauer Stadtzentrum

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Haftbefehl nach tödlicher Messerattacke (17.06 Uhr)
  • Ermittlungen gegen Farid Bang und Kollegah eingestellt (15.01 Uhr) 
  • Ultraleichtflieger stürzt ab - Pilot tot (14.01 Uhr)
  • Zweijähriger ertrinkt im Frankfurter Zoo (10.45 Uhr)
  • Riesenpython verschlingt Frau (9.12 Uhr) 

Die Nachrichten des Tages: 

+++ 19.04 Uhr: Taxifahrer fährt in Moskau in Menschenmenge - acht Verletzte +++

Ein Taxifahrer hat am Auftaktwochenende der Fußball-Weltmeisterschaft im Moskauer Stadtzentrum mehrere Passanten angefahren. Auf Bildern einer Überwachungskamera war zu sehen, wie das Auto sich zunächst in der Nähe des Roten Platzes hinter anderen Fahrzeugen einreihte und dann abrupt auf den Bürgersteig zusteuerte. Dabei fuhr das Auto direkt in eine Gruppe Passanten. Als das Auto nach wenigen Metern stoppte, versuchten  Anwesende den Taxifahrer festzuhalten. Dieser versuchte daraufhin zu flüchten, wurde jedoch nach Angaben der Moskauer Behörden kurz darauf festgenommen.

Insgesamt seien acht Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten sollen auch Fußball-Fans aus Mexiko, wie die Botschaft in Moskau mitteilte. Keiner von ihnen befinde sich im kritischen Zustand. Der Vorfall ereignete sich in der belebten Ilinkastraße, wenige Hundert Meter vom Kreml entfernt. Dort befinden sich zahlreiche Cafés und Restaurants, zudem feiern dort seit der WM-Eröffnung am Donnerstag besonders viele Fußball-Fans.

Nach offizieller Darstellung habe der Mann, der aus dem zentralasiatischen Land Kirgistan stammen soll, die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Das twitterte der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin am Samstag. Die Situation sei jedoch unter Kontrolle, alle Verletzte seien versorgt.

Zunächst kursierte das Gerücht, dass der Taxifahrer betrunken gewesen sein soll. Bei einer Blutuntersuchung sei jedoch kein Alkohol gefunden worden, sagte eine nicht näher genannte Quelle der Agentur Interfax. Andere Versionen gehen davon aus, dass der Mann kurz eingeschlafen und mit dem Fuß auf das Gaspedal gekommen sei. Ein Terroranschlag wurde bislang ausgeschlossen.

+++ 18.30 Uhr: Frau in Hannover auf offener Straße niedergestochen - tot +++

Eine 35 Jahre alte Frau ist am Samstagmorgen in Hannover von einem Mann niedergestochen worden. Sie starb kurze Zeit später in einem  Krankenhaus, teilte die Polizei mit. Ein 57 Jahre alter Mann steht im Verdacht, der Frau mehrere Stichverletzungen zugefügt zu haben. Die Polizei fahndete am Abend nach dem türkischstämmigen Tatverdächtigen - zunächst ohne Erfolg. Die Beamten gingen zunächst von einem  Beziehungsstreit als Hintergrund für die Tat aus. Laut Polizei waren Anwohner auf den Streit zwischen den beiden aufmerksam geworden. Die Auseinandersetzung habe sich auf einem Gehweg zugetragen.

+++ 17.06 Uhr: Haftbefehl nach tödlicher Messerattacke in München +++ 

Nach der Messerattacke in München, bei der eine 25 Jahre alte Frau getötet wurde, sitzt der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft. Ein Richter habe am Samstag Haftbefehl gegen den 19-Jährigen angeordnet, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Staatsanwaltschaft wirft dem jungen Mann vor, die 25-Jährige am Freitagnachmittag im Stadtteil Neuhausen mit einem Messer tödlich verletzt zu haben. Bei der Attacke wurden zudem die 53 Jahre alte Mutter und der 15-jährige Bruder der Frau schwer verletzt. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht und konnten bis zum Samstagabend nicht vernommen werden. Ein bei der Tat verletzter Hund wurde von Tierärzten versorgt.

+++ 17.04 Uhr: Afghanischer Präsident verlängert Feuerpause der Regierung +++

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani hat einseitig einen Waffenstillstand mit den radikalislamischen Taliban verlängert. In einer landesweit im Fernsehen übertragenen Rede sagte er, er weise die Streitkräfte an, die Feuerpause, die beidseitig am Freitag begonnen hatte, auch nach den hohen Eid-Feiertagen weiterzuführen. Details würden Bald bekanntgegeben. Ghani bat auch die Taliban, ihre Feuerpause zu verlängern. "Ihre Verwundeten werden versorgt und Familienbesuche werden organisiert."

Millionen Afghanen freuten sich nach Monaten äußerst blutiger Auseinandersetzungen am Samstag über einen weitgehend erfolgreichen zweiten Tag des Waffenstillstands zwischen Taliban und Regierung. Ghani hatte vergangene Woche eine einseitige Feuerpause vom 12. bis zum 20. Juni verkündet. Die Taliban hatten in der Folge und möglicherweise unter moralischem Druck eine Kampfpause über die drei hohen Eid-Feiertage zwischen Freitag und Sonntag angeboten. 

+++ 16.59 Uhr: 17 Tote bei Massenpanik in Klub in Venezuela +++

Bei einer Massenpanik in einem Club im Westen der venezolanischen Hauptstadt Caracas sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Die Massenpanik sei durch eine Reizgasgranate ausgelöst worden, teilte Innen- und Justizminister Néstor Reverol im Staatsfernsehen mit. Zum Zeitpunkt des Unglücks hielten sich rund 500 Menschen in dem Club auf.

+++ 16.58 Uhr: Rich the Kid muss nach Raubüberfall ins Krankenhaus +++

Der amerikanische Rapper Rich the Kid liegt nach einem Raubüberfall im Krankenhaus. Einbrecher griffen den Musiker in der Wohnung seiner Freundin in Los Angeles an, wie mehrere US-Medien unter Berufung auf die örtliche Polizei berichteten. Rich the Kid trug demnach leichte Verletzungen davon. Die Kriminellen hätten Bargeld gestohlen; Festnahmen gebe es noch nicht. In dem Foto-Netzwerk Instagram veröffentlichte der Künstler ein Bild, das ihn in einem Krankenhausbett zeigt.

+++ 16.43 Uhr: Mindestens 20 Tote bei Selbstmordanschlag im Osten Afghanistan +++

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine feiernde Menge aus Taliban, Sicherheitskräften und Zivilisten sind in Afghanistan am Samstag mindestens 20 Menschen getötet worden. Der Selbstmordattentäter, der sich inmitten der Feier zur derzeit geltenden Waffenruhe in die Luft gesprengt habe, habe mindestens 16 weitere Menschen verletzt, teilte ein Behördensprecher in der östlichen Provinz Nangarhar mit. Der Anschlag ereignete sich im Bezirk Rodat.

Seit Dienstag waren die afghanischen Sicherheitskräfte zu einer einwöchigen Feuerpause aufgerufen. Die Taliban hatten ihrerseits alle Kämpfer der Miliz aufgefordert, während der ersten drei Tage des Zuckerfestes zum Ende des Ramadan die Angriffe auf afghanische Sicherheitskräfte einzustellen. Die US-geführten Nato-Truppen sollten aber weiterhin bekämpft werden. Es war das erste Mal in dem seit dem Jahr 2001 andauernden Konflikt in Afghanistan, dass die Taliban eine Waffenruhe ausriefen.

+++ 16.23 Uhr: Hochzeit am Hochseil mit prominenter Hilfe bei Staßfurter Stadtfest +++

Ja-Wort mit Nervenkitzel: Ein junges Paar aus Sachsen hat sich bei einem Volksfest in Staßfurter in Sachsen-Anhalt an einem Hochseil hängend das Ja-Wort gegeben. Falko Traber aus der berühmten Artistenfamilie fuhr Nicole Backhaus und Jens Knorr auf dem zwischen Wehrturm und Stadtmauer gespannten Seil zunächst in luftige 45 Meter Höhe. Danach nahm ein Pfarrer in 14 Metern Höhe der Blondine und dem dunkelhaarigen Bräutigam das Eheversprechen ab.

Die sichtlich aufgeregten Brautleute saßen in einer Art Doppelschaukel am Motorrad des Artisten auf dem Hochseil. Der Pfarrer stand im Korb einer Feuerwehr-Drehleiter.

+++ 16.01 Uhr: Krisensitzung in Wien nach Bericht über BND-Überwachung +++

Nach Medienberichten über eine jahrelange systematische Überwachung hunderter Anschlüsse in Österreich durch den Bundesnachrichtendienst (BND) hat die österreichische Regierung eine Krisensitzung einberufen. Das berichtete die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf Regierungskreise in Wien. Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Kanzler Sebastian Kurz kündigten für den späten Nachmittag (17.30 Uhr) eine gemeinsame Erklärung an.

Das österreichische Nachrichtenmagazin "profil" und die Tageszeitung "Der Standard" hatten zuvor berichtet, der BND habe zwischen 1999 und 2006 systematisch die Telekommunikation von Ministerien, internationalen Organisationen, islamischen Einrichtungen sowie von Firmen in Österreich überwacht. Laut einer den Medien vorliegenden BND-internen Datei seien insgesamt 2000 Telefon-, Fax- und Handyanschlüsse sowie E-Mail-Adressen ins Visier genommen worden.

+++ 15.50 Uhr: Russisches Fernsehen löscht britisches Botschaft aus WM-Video +++

Künstlerische Freiheit oder politisches Signal? Das russische Staatsfernsehen hat in einem WM-Video über Moskau das Gebäude der britischen Botschaft wegretuschiert. Der Sender Perwy Kanal platzierte an seiner Stelle kurzerhand die prunkvolle Kathedrale aus der WM-Stadt Saransk, wie russische Medien 
berichteten. Das Video war vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft am Donnerstag ausgestrahlt worden und zeigte Impressionen aus der russischen Hauptstadt. Dabei gab es nicht nur für die britische Botschaft, die 2000 am Ufer des Flusses Moskwa eröffnet wurde, Veränderungen: Auch ein überdimensional großes Denkmal aus der WM-Stadt Rostow am Don wurde einfach ins Moskauer Stadtbild versetzt.

+++ 15.01 Uhr: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Farid Bang und Kollegah ein +++

Im Streit um Antisemitismusvorwürfe gegen die Rapper Kollegah und Farid Bang hat die Justiz die Musiker entlastet und ihre umstrittenen Textzeilen als nicht strafbar eingestuft. Die Ermittlungen der  Staatsanwaltschaft Düsseldorf seien eingestellt worden, sagte Sprecher Ralf Herrenbrück am Samstag. Zwar seien einige dieser Zeilen "politisch nicht korrekt" - in der Abwägung "überwiegen aber die Kunstfreiheit und die Meinungsfreiheit". Der Streit um die Texte hatte die Abschaffung des Musikpreises Echo zur Folge.

Gegen die beiden Musiker war rund ein Dutzend Strafanzeigen gestellt worden, untersucht wurde dann, ob der Straftatbestand der Volksverhetzung vorliegt. Kollegah und Farid Bang wird im Zusammenhang mit ihrem Album "JBG3" Gewaltverherrlichung, Frauenfeindlichkeit und auch Antisemitismus vorgeworfen. Die umstrittenen Zeilen erreichten allerdings "nicht die Nähe" eines Straftatbestands, sagte Herrenbrück.

+++ 14.28 Uhr: Polizei beendet Party auf Burg mit 200 Menschen +++

Eine Party mit rund 200 jungen Leuten auf einer Burg hat die Polizei hat in der Nacht zum Samstag in Baden-Württemberg beendet. Nach Angaben eines Sprechers hatte ein Anrufer gemeldet, dass auf der Burg in Esslingen am Neckar eine private Party stattfinde, zu der über soziale Medien eingeladen worden sei. Es handele sich um eine Geburtstagsfeier. Die Beamten machten der Party ein Ende - weil es zu Vandalismus, zu Ruhestörung, zu Anhäufen von Müll und teils gewaltsamen Auseinandersetzungen kam.

+++ 13.39 Uhr: Pferd nach Sturz in Luhmühlen eingeschläfert +++

Nach einem schweren Sturz der belgischen Reiterin Chloe Raty beim Vielseitigkeitsturnier in Luhmühlen ist ihr Pferd Axel eingeschläfert worden. Es sei beim Röntgen "eine eindeutige Fraktur des ersten Lendenwirbels" diagnostiziert worden, sagte der Tierarzt Jürgen Martens. Folge sei eine Querschnittslähmung gewesen. Die 24 Jahre alte Reiterin ist nach Angaben des Veranstalters wohlauf. In Luhmühlen wird an diesem Wochenende neben der deutschen Meisterschaft eine internationale Vier-Sterne-Prüfung ausgetragen.  

+++ 14.07 Uhr: Ultraleichtflieger stürzt in Hessen ab  - Pilot stirbt +++

Ein 54-jähriger Pilot ist in Hessen mit seinem Ultraleichtflugzeug abgestürzt und ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, hatte wahrscheinlich ein plötzlicher technischer Defekt zur Bruchlandung der Maschine am Freitagabend geführt. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. Der genaue Hergang des Unfalls in Großenlüder (Landkreis Fulda) war auch am Samstag noch unklar. 

+++ 12.50 Uhr: Zwei Menschen sterben bei Unfällen im Straßenbahnen in Köln +++

In der Kölner Innenstadt sind zwei Fußgänger von Straßenbahnen erfasst und dabei tödlich verletzt worden. Die Unfälle ereigneten sich laut Polizei in der Nacht zu Samstag an zwei unterschiedlichen Haltestellen. Beide Unfallopfer, ein 55-jähriger Kölner und ein 25-jähriger Mann aus Süddeutschland, seien unter die anfahrenden Straßenbahnen geraten.

+++ 11.54 Uhr: Nach vier Toten im türkischen Wahlkampf 19 Menschen festgenommen +++

Nach dem gewaltsamen Tod von vier Menschen im türkischen Wahlkampf sind 19 Menschen festgenommen worden, darunter ein Kandidat der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Schon am Freitag hatte die Staatsanwaltschaft nach Angaben des türkischen Staatssenders TRT die Festnahme von drei Verdächtigen angeordnet.

Bei einer Schießerei zwischen Anhängern der HDP und der regierenden
Partei AKP war im mehrheitlich kurdischen Distrikt Suruc in der Provinz Sanliurfa am Donnerstag auch ein Bruder des AKP-Abgeordneten Ibrahim Halil Yildiz getötet worden. In der Türkei werden am 24. Juni
der Präsident und ein neues Parlament gewählt.   

+++ 10.45 Uhr: Zweijähriger Junge ertrinkt im Zoo Frankfurt (Main) +++

Ein zweijähriger Junge ist im Frankfurter Zoo in einem Wassergraben ertrunken. Das Unglück ereignete sich am Freitagnachmittag in der Nähe des Streichelgeheges. Das bestätigte die Polizei in Frankfurt. Demnach fiel der Junge aus noch ungeklärter Ursache in einen Wassergraben des benachbarten Kamelgeheges.

Das Unglück ereignete sich gegen 16.30 Uhr. Kurz darauf erreichten Rettungskräfte den Unfallort. Ihnen gelang es nicht mehr, den Jungen zu reanimieren. Er starb im Rettungswagen auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Zweijährige war mit Familienangehörigen in den Zoo gekommen. Wie es genau zu dem Unglück kam, ist noch unklar.

Die "Frankfurter Neue Presse" berichtet, dass das Kind von seiner Familie leblos im Wassergraben entdeckt wurde. Die Polizei untersucht den Unfallhergang. Der Zoo wird am Samstag wie gewohnt geöffnet sein. "Ich bin zutiefst erschüttert über dieses schreckliche Unglück. In meinen Gedanken bin ich bei der Familie und den Angehörigen des Kindes", sagte Frankfurts Kultur-Dezernentin Ina Hartwig.

+++ 9.12 Uhr: Riesenpython verschlingt Frau in Indonesien +++

In Indonesien hat eine Riesenpython eine Frau verschlungen. Die Leiche der 54-Jährigen sei auf der Insel Muna im Magen der sieben Meter langen Schlange gefunden worden, teilte die Polizei am Samstag mit. "Bewohner befürchteten, dass die Schlange das Opfer verschluckt haben könnte, also haben sie sie getötet", sagte der örtliche Polizeichef.

Rund hundert Menschen hatten am Donnerstagabend eine Suchaktion gestartet, nachdem die Frau nicht aus ihrem Gemüsegarten zurückgekehrt war. Der Garten befindet sich dem Polizeichef zufolge unterhalb einer Felswand, wo es viele Schlangen gibt.

Die aufgeblähte Python wurde demnach im Dorf Persiapan Lawela etwa 30 Meter entfernt von den Sandalen und der Machete der Frau  gefunden. Laut der Polizei wurde das Opfer mit dem Kopf zuerst gefressen, ihr Körper sei noch intakt im Magen des Tieres gewesen.

+++ 6.45 Uhr: 18 mutmaßliche G20-Randalierer nach neuer Fotofahndung identifiziert +++

Einen Monat nach Beginn der zweiten öffentlichen Fahndung der Hamburger Polizei nach mutmaßlichen G20-Randalierern sind 18 der 101 Gesuchten identifiziert. Wie eine Polizeisprecherin weiter mitteilte, gab es zum ersten Fahndungsaufruf vom Dezember vergangenen Jahres keine neuen Identifizierungen. Von den 107 Verdächtigen sind der Soko "Schwarzer Block" 35 Personen inzwischen bekannt. 

Mitte Mai hatten Polizei und Staatsanwaltschaft die Bilder von 101 Frauen und Männern veröffentlicht. Ihnen werden Straftaten wie schwerer Landfriedensbruch, Brandstiftung, gefährliche
Körperverletzung oder Plünderung vorgeworfen.

+++ 4.04 Uhr: Justizministerin wünscht wegweisende Urteile bei Asylverfahren +++

Bundesjustizministerin Katarina Barley hat an die Obergerichte appelliert, schneller Klarheit über Asylklagen zu schaffen. "Wir brauchen deshalb dringend Leiturteile", sagte die SPD-Politikerin der "Augsburger Allgemeinen" (Samstag). "Wenn bestimmte, typische Fälle von einer höheren Instanz beurteilt werden, entsteht mehr Rechtssicherheit für eine Vielzahl gleich gelagerter Fälle." Dies werde auf mittlere Sicht zu einer Verfahrensbeschleunigung beitragen.

Der Bund werde die Länder, "die ja in erster Linie dafür zuständig sind, dabei unterstützen, die Leistungsfähigkeit der Justiz noch weiter zu verbessern", sagte Barley. Sie erinnerte an den "Pakt für den Rechtsstaat", auf den sich Union und SPD in ihren Koalitionsverhandlungen geeinigt hatten. Darin seien allein 2000 zusätzliche Richterstellen sowie weiteres Personal vorgesehen.

+++ 4.01 Uhr: Von der Leyen fordert 25 Milliarden Euro mehr für die Bundeswehr +++

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) fordert einem Zeitungsbericht zufolge bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2021 rund 15 Milliarden Euro mehr für die Bundeswehr als ihr bislang von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) zugestanden wurde. Dies berichtete die "Bild"-Zeitung (Samstagausgabe) unter Berufung auf einen vertraulichen Bericht aus dem Verteidigungsministerium.
Für das Folgejahr 2022 fordert von der Leyen demnach noch einmal zehn Milliarden Euro mehr als bislang eingeplant. In dem 17-Seitigen Papier listet die Verteidigungsministerin nach Angaben der "Bild" im Detail auf, warum die Kosten so dramatisch steigen sollen. Am meisten schlagen demnach Rüstungsausgaben sowie Kosten für Personal und Betrieb zu Buche.

+++ 1.58 Uhr: Verdächtiger Kölner wollte zum IS reisen +++

Der in Köln festgenommene Tunesier Sief Allah. H. hat sich einem Zeitungsbericht zufolge durch seine Ausreiseversuche zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verraten. Das Bundesamt für Verfassungsschutz war bereits im April 2017 wegen der Ausreisepläne auf den 29-Jährigen, der in seiner Wohnung den Biokampfstoff Rizin für einen Giftanschlag hergestellt haben soll, aufmerksam geworden, wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" in einer Vorabmeldung vom Freitag unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete.

Bei der Festnahme des Tunesiers fand sich dem Blatt zufolge ein Schlüssel, der neben seinen beiden Wohnungen zu acht weiteren leer stehenden Objekten gepasst habe. Dort suchten die Ermittler demnach am Freitag nach weiteren Hinweisen auf ein Attentat mittels Biobombe, deren Kern das hochtoxische Rizin freigesetzt hätte.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach im Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" von einer "neuen Qualität der Gefährdung durch islamistische Extremisten". Der Anwalt des inhaftierten 29-Jährigen wollte sich auf Anfrage der Zeitung zunächst nicht zu dem Fall äußern.

DPA / AFP