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News von heute Ältester Oscar-Gewinner aller Zeiten: Schauspieler Christopher Plummer ist tot

Christopher Plummer
Hollywood-Legende Christopher Plummer ist im Alter von 91 Jahren gestorben
© Hahn Lionel/ABACA/ / Picture Alliance
Russland weist Diplomaten aus Deutschland, Schweden und Polen aus +++ Bulgarischer Bergsteiger am K2 in die Tiefe gestürzt +++ Umfrage sieht Grüne deutlich vor CDU in Baden-Württemberg +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Stromnetz-Betreiber bereiten sich wegen Schneesturm auf Störungen vor

Angesichts der vorhergesagten Unwetter mit Schnee, Sturm und Eisregen stellen sich Netzbetreiber auf mögliche Störungen ein. "Mit Blick auf die nächsten Tage halten wir eine erhöhte Alarmbereitschaft und vielfältige Leitungsreserven vor und stehen dazu auch mit anderen Netzbetreibern im Austausch", teilte der Sprecher von Tennet, Mathias Fischer, auf Anfrage mit. Sollten Leitungen beschädigt werden, könne Tennet den Schaden durch Sicherheitsreserven über andere Leitungen ausgleichen. Auch ein kurzfristiges Hochfahren zusätzlicher Kraftwerke sei möglich. Das Unternehmen betreibt von Schleswig-Holstein bis Bayern das längste Höchstspannungsnetz in Deutschland.

Der Netzbetreiber Avacon, dessen Hochspannungsnetz von der Nordsee bis an den Main reicht, hat mehrere hundert Techniker und Monteure in Bereitschaft gerufen. "Die sind als potenzielle Verstärker verfügbar", sagte Unternehmenssprecher Ralph Montag. Auch Dienstleister und Tiefbauunternehmen seien mit Blick auf mögliche Störungen vorsorglich alarmiert worden.

Sorge bereitet Avacon, dass sowohl größere Schneemengen als auch Eisregen parallel die Netze belasten könnten. "Vor allem die Metallleitungen sind eine Angriffsfläche", erklärte Montag. Wenn sich bis zu 30 Zentimeter dicke Eispanzer auf den Stromleitungen festsetzten, könnten die Leitungen abreißen. Eine weitere Gefahr gehe von schwerem, nassen Schnee aus, sagte der Sprecher. Unter der Schneelast zusammenbrechende Bäume könnten dann etwa auf Leitungen fallen und für Kurzschlüsse sorgen.

+++ Die aktuellen Meldungen zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier +++

Die Nachrichten von heute im stern-Ticker: 

+++ 21.39 Uhr: Entscheidung zu US-Truppenabzug aus Deutschland erst im Sommer +++

Bei dem vorerst gestoppten Abzug von rund 12.000 US-Soldaten aus Deutschland wird es nach Angaben des Pentagons vor Jahresmitte keine endgültige Entscheidung geben. Die von Präsident Joe Biden angeordnete Überprüfung der weltweiten Aufstellung des Militärs und der Stationierung von US-Soldaten solle bis "Mitte des Jahres" abgeschlossen werden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, John Kirby. Erst nach Abschluss der Überprüfung werde Minister Lloyd Austin dem Präsidenten Handlungsempfehlungen geben, sagte Kirby. Biden hatte erklärt, dass die von seinem Vorgänger Donald Trump angeordneten Pläne zu einem Teilabzug des US-Militärs aus Deutschland vorerst gestoppt seien. Erst nach der globalen Überprüfung soll es Entscheidungen geben. Alle Entscheidungen zu möglichen Veränderungen der Truppenstärke würden "absolut" mit den betroffenen Gastländern besprochen, sagte Kirby. Die USA seien "dankbar" für die seit vielen Jahren bestehende und "andauernde Unterstützung der deutschen Regierung".

+++ 19.50 Uhr: Ältester Oscar-Gewinner aller Zeiten: Schauspieler Christopher Plummer ist tot +++

Der Schauspieler Christopher Plummer ist tot. Wie die Nachrichtenagentur AP und das Portal "Hollywood Deadline" berichten, starb der "Sound of Music"-Star starb im Alter von 91 Jahren in seinem Haus in Connecticut. Plummer sei ein "außergewöhnlicher Mann gewesen", teilte sein Management laut ABC und "Hollywood Reporter" mit. "Durch seine Kunst und Menschlichkeit hat er alle unsere Herzen berührt und sein legendäres Leben wird für alle kommenden Generationen Bestand haben. Er wird für immer bei uns sein."

Plummer war mehr als 50 Jahre im Filmgeschäft tätig. Er spielte 1965 in der Musical-Adaption "Meine Lieder - meine Träume" den Baron von Trapp und wirkte außerdem in Filmen wie "12 Monkeys" und "Star Trek VI: Das unentdeckte Land" mit.

Für seine Rolle in "Beginners" hatte Plummer 2012 mit 82 Jahren noch einen Academy Award gewonnen, was ihn bis heute zum ältesten Oscar-Gewinner der Geschichte macht. 2017 sprang Plummer für den Film "Alles Geld der Welt" ein und übernahm dabei die Rolle von Kevin Spacey, der zuvor wegen Missbrauchsvorwürfen aus dem eigentlich schon fertigen Film geschnitten worden war.

+++ 19.09 Uhr: Deutschland startet gegen Italien in Eishockey-WM +++

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft trifft zum Start in die Weltmeisterschaft im Mai auf Italien. Nach dem Auftakt am 21. Mai ist einen Tag später Norwegen der nächste Gegner der Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm. Am 24. Mai geht es für das DEB-Team in der lettischen Hauptstadt Riga gegen Kanada, wie aus dem am Freitagabend veröffentlichten Spielplan hervorgeht. Weitere deutsche Gegner in der Gruppe B sind Kasachstan (26. Mai), Finnland (29. Mai), die USA (31. Mai) und Gastgeber Lettland (1. Juni). Die jeweils besten vier Teams der beiden Gruppen erreichen das Viertelfinale. Das Turnier vom 21. Mai bis 6. Juni findet in der lettischen Hauptstadt Riga in zwei Hallen statt. Ursprünglich war Minsk in Belarus als zweiter Spielort vorgesehen. Nach starkem politischen und wirtschaftlichen Druck hatte der Weltverband IIHF Belarus das Turnier aber entzogen.

+++ 18.42 Uhr: Schottisches Gericht weist Antrag zu neuem Unabhängigkeitsreferendum ab +++

Ein schottisches Gericht hat einen Antrag abgelehnt, ein neues Unabhängigkeitsreferendum ohne die Zustimmung der britischen Regierung zuzulassen. Es wäre "hypothetisch, akademisch und verfrüht", in dieser Frage zu urteilen, entschied Richterin Ailsa Carmichael am Freitag. Selbst wenn sie eine solche Entscheidung treffen würde, würde dies "die schottische Regierung, die britische Regierung oder das schottische Parlament nicht zwingen, auf eine bestimmte Weise zu handeln". Das oberste Gericht Schottland swar von dem Unabhängigkeits-Aktivisten Martin Keatings angerufen worden. Er wollte, dass das Gericht dem Regionalparlament die Befugnis zur Einberufung eines neuen Referendums zuspricht. Am Freitag kündigte Keatings an, vermutlich in Berufung gehen zu wollen.

2014 war eine Volksabstimmung in Schottland zugunsten eines Verbleibs im Vereinigten Königreich ausgegangen. Einem von Schottland nach dem britischen EU-Austritt geforderten neuen Unabhängigkeitsreferendum hatte der britische Premierminister Boris Johnson bereits mehrfach eine Absage erteilt.

+++ 18.31 Uhr: Polizeihund beißt Mann nach Angriff auf Ex +++

Ein Polizeihund hat einen Mann gestellt und gebissen, der zuvor seine ehemalige Lebensgefährtin schwer verletzt haben soll. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft nach dem Vorfall in Kirchheim unter Teck (Baden-Württemberg) mit. Ein Passant hatte den Angaben beobachtet, wie ein Mann eine Frau schlug und trat. Er habe die Polizei alarmiert und sei der Frau zu Hilfe gekommen. Der Verdächtige sei geflohen sei. Die Polizei suchte mit mehreren Streifenwagen, Hundeführern und einem Hubschrauber nach dem Mann. Nachdem der Hund den 44-Jährigen gefunden hatte, nahmen die Beamten den Gesuchten fest. Er wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

+++ 17.43 Uhr: Türkisches Gericht legt Verfahren gegen Menschenrechtsaktivist Kavala zusammen +++

Der seit 2017 in der Türkei inhaftierte Menschenrechtsaktivist und Kulturförderer Osman Kavala hat bei einer Anhörung die "fiktiven" Vorwürfe gegen ihn beklagt. "Mein Recht, in Freiheit zu leben, wurde usurpiert", sagte Kavala per Videokonferenz aus dem Silivri-Gefängnis am Stadtrand von Istanbul. "Ich bin seit 39 Monaten ununterbrochen wegen fiktiver Anschuldigungen inhaftiert." Die Richter entschieden bei der Anhörung, die beiden Verfahren gegen Kavala wegen der Gezi-Proteste 2013 und wegen des Putschversuchs gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan 2016 zusammenzulegen. Die nächste Anhörung wurde für den 21. Mai festgesetzt. Menschenrechtsorganisationen sehen in dem Verfahren gegen Kavala den Versuch, einen Verteidiger der Meinungsfreiheit in der Türkei zum Schweigen zu bringen.

+++ 17.33 Uhr: Nach Ausweisung von Diplomatin: Polen droht Russland mit Reaktion +++

Die Regierung in Warschau hat die Ausweisung einer polnischen Diplomatin kritisiert und mit Konsequenzen gedroht, sollte Moskau seine Entscheidung nicht rückgängig machen. Mit "Beunruhigung" habe man aufgenommen, dass eine Mitarbeiterin des polnischen Generalkonsulats in St. Petersburg von den russischen Behörden zur unerwünschten Person erklärt worden sei, hieß es in einem Statement des polnischen Außenministeriums. Polen erwarte, dass die russische Führung ihre fehlerhafte Entscheidung revidiere. Sollte dies nicht geschehen, behalte sich Polen "adäquate Schritte" vor.

+++ 17.18 Uhr: Nigerias Zentralbank ordnet Schließung von Kryptowährungs-Konten an +++

In Nigeria hat die Zentralbank die Schließung aller Kryptowährungs-Konten angeordnet. Damit sollen der Handel mit digitalen Währungen und der Tausch unterbunden werden. Die Notenbank warnte die Geschäftsbanken und andere Finanzinstitutionen davor, die Anordnung zu missachten - dies werde schwere Strafen nach sich ziehen. Nigeria ist einer der größten Märkte für die Digitalwährung Bitcoin weltweit. In Nigeria sind Kryptowährungen wie der Bitcoin ein beliebtes Zahlungsmittel - auch, um die grassierende Korruption zu umgehen. Seit dem Verfall der Ölpreise 2016 legen viele Nigerianer ihr Geld in virtueller Währung an. Auch viele Startups in dem wirtschaftlich dynamischen Land nutzen gern Kryptowährungen. Zugleich gibt es in Nigeria auch viele Betrüger, die das ausnutzen. 

+++ 17.07 Uhr: Drei Tote nach Angriffen rund um schottisches Krankenhaus

Bei Angriffen in der schottischen Stadt Kilmarnock sind drei Menschen ums Leben gekommen. Zwei Frauen starben an Verletzungen, teils durch Stiche, ein Mann bei einem Autounfall, wie die Polizei mitteilte. Ein Krankenhaus, das im Zentrum der Vorfälle stand, war am Abend zuvor für mehrere Stunden von der Polizei abgeriegelt worden. Schon am Abend gab die Polizei jedoch bekannt, dass es sich nicht um Terror handle und keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe. Eine 39-jährige Frau starb der Polizei zufolge. Kurze Zeit später wurde ihre 24-jährige Tochter, die auf einer Straße in der Stadt niedergestochen worden war, in das gleiche Krankenhaus eingeliefert und starb dort. Ein 40 Jahre alter Mann kam am gleichen Abend bei einem Autounfall ums Leben. Die Polizei geht davon aus, dass die drei Vorfälle miteinander in Verbindung stehen - wie genau, war am Tag nach den Taten jedoch weiterhin unklar.

+++ 16.52 Uhr: Impeachment-Verfahren: Demokraten rügen Trumps Weigerung auszusagen +++

Die Demokraten im US-Kongress halten die Weigerung des früheren US-Präsidenten Donald Trump, im Amtsenthebungsverfahren gegen ihn unter Eid auszusagen, für entlarvend. Trumps Verweigerung einer Aussage spreche Bände und unterstütze die Argumentation der Ankläger mit Blick auf seine Schuld, sagte der demokratische Abgeordnete Jamie Raskin, der die Anklagevertreter in dem Verfahren anführt. Raskin argumentierte, jeder Regierungsvertreter, der wegen Anstiftung zu Gewalt beschuldigt werde, sollte die Gelegenheit begrüßen, selbst zu den Vorwürfen auszusagen - zumindest sofern der Betroffene etwas zu seiner Verteidigung vorzubringen habe. Das Verfahren wird im Senat geführt und soll am kommenden Dienstag beginnen. Als Ex-Präsident kann Trump nicht mehr des Amtes enthoben werden.

+++ 16.36 Uhr: Geparktes Auto stürzt bei missglücktem Ausparkversuch von Parkdeck +++

Beim Ausparkversuch eines Fahrers in einem Parkhaus in Remscheid ist ein abgestelltes Auto vom Parkdeck mehrere Meter tief auf einen Gehweg gestürzt. Der 86-jährige Autofahrer war nach Polizeiangaben beim Rückwärtsausparken gegen das zweite Fahrzeug geprallt, das daraufhin ein Geländer durchbrach, in die Tiefe stürzte und schließlich auf dem Dach liegen blieb. Dabei wurde eine Passantin auf dem Gehweg leicht verletzt. Nach dem Unfall beschädigte der Fahrer laut Polizei beim Vorwärtsfahren in dem Parkhaus noch einen weiteren Wagen und eine Betonwand. Der 86-Jährige erlitt einen Schock und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Aufschluss über die genaue Unfallursache sollen die weiteren Ermittlungen geben.

+++ 16.26 Uhr: Eurostat: Starkes Gefälle bei Mindestlöhnen in den EU-Ländern +++

Die Höhe der Mindestlöhne klafft in der Europäischen Union weit auseinander. Wie aus Zahlen des EU-Statistikamtes Eurostat hervorgeht, lagen die Mindestlöhne für Vollzeitbeschäftigte im Osten der EU im Januar bei weniger als 700 Euro im Monat, etwa in Ungarn, Kroatien und Polen. In nordwestlichen EU-Ländern waren es hingegen mehr als 1500 Euro monatlich, unter anderem in Deutschland, Frankreich und Irland. Mindestlöhne gibt es den Angaben zufolge mittlerweile in 21 der 27 EU-Länder. Nur Dänemark, Italien, Zypern, Österreich, Finnland und Schweden haben keine.

+++ 16.22 Uhr: Alle Nerze auf dänischen Farmen tot +++

Alle Nerze auf den dänischen Nerzfarmen sind nun tot. Wenige Wochen nach dem Inkrafttreten eines entsprechenden Haltungsverbots bis Ende 2021 sind die letzten überlebenden Nerze in Betrieben in Dänemark getötet worden, wie die zuständige Lebensmittelbehörde Fødevarestyrelsen bestätigte. Es kann demnach allerdings noch sein, dass es vereinzelte Pelztiere in Zoos und als Haustiere in Privathaushalten gibt. Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen hatte Anfang November verkündet, dass alle Nerze im Land getötet werden sollen. Begründet wurde der radikale Schritt damit, dass das Coronavirus in den Tieren mutiert sei und sich auf den Menschen übertragen habe.

+++ 15:51 Uhr: Netzbetreiber bereiten sich wegen Schneesturm auf Störungen vor +++

Angesichts der vorhergesagten Unwetter mit Schnee, Sturm und Eisregen stellen sich Netzbetreiber auf mögliche Störungen ein. "Mit Blick auf die nächsten Tage halten wir eine erhöhte Alarmbereitschaft und vielfältige Leitungsreserven vor und stehen dazu auch mit anderen Netzbetreibern im Austausch", teilte der Sprecher von Tennet, Mathias Fischer, auf Anfrage mit. Sollten Leitungen beschädigt werden, könne Tennet den Schaden durch Sicherheitsreserven über andere Leitungen ausgleichen. Auch ein kurzfristiges Hochfahren zusätzlicher Kraftwerke sei möglich. Das Unternehmen betreibt von Schleswig-Holstein bis Bayern das längste Höchstspannungsnetz in Deutschland. Bei früheren Sturmereignissen habe man Erfahrungen gesammelt, die in Netz-Instandhaltungsprogramme eingearbeitet wurden - so sei zum Beispiel die Standsicherheit von Strommasten erhöht worden, sagte Fischer.

+++ 15.40 Uhr: Zwei Menschen bei Wohnhausbrand in Sachsen-Anhalt gestorben +++

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Naumburg in Sachsen-Anhalt sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Identität der beiden Toten war zunächst noch unklar, wie die Polizei in Halle mitteilte. Auch die Brandursache war zunächst unbekannt. Das Feuer war in der Nacht zum Freitag ausgebrochen. Das Hinterhaus stand demnach voll in Flammen und ist einsturzgefährdet. Auch das angrenzende Vorderhaus wurde beschädigt. Zwölf Menschen wurden von den Rettungskräften in Sicherheit gebracht, sie blieben unverletzt. Die Schäden durch den Brand wurden auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt. Die Ermittlungen zur Identität der Toten sowie zur Brandursache könnte laut Polizei einige Tage andauern.

+++ 15.39 Uhr: Südkorea baut weltgrößten Offshore-Windpark +++

Südkorea baut den nach eigenen Angaben größten Offshore-Windpark der Welt: Im Beisein von Präsident Moon Jae In wurde ein Vertrag im Umfang von umgerechnet 36 Milliarden Euro dafür unterzeichnet. Der Windpark soll vor der Küste im Südwesten des Landes errichtet werden und eine Kapazität von bis zu 8,2 Gigawatt haben. Das sei vergleichbar mit der Leistung von sechs Atomkraftwerken. Südkoreas Staatschef verwies angesichts der geografischen Lage auf das immense Windkraft-Potenzial seines Landes und die "weltbeste Technologie" in diesem Bereich.

+++ 15.21 Uhr: Verfahren um Mordanschlag mit Spaten vor

Vier Monate nach einem Mordversuch mit einem Klappspaten vor einer Hamburger Synagoge wird ab Freitag kommender Woche gegen den mutmaßlichen Angreifer vor Gericht verhandelt. Der 29-Jährige, der einen jüdischen Studenten gegen den Kopf schlug, leidet nach Angaben der Hamburger Staatsanwaltschaft an akuter paranoider Schizophrenie und wird als schuldunfähig eingestuft. Sie stuft die Tat demnach auch nicht als einen bewussten Anschlag aus antisemitischen oder rechtsextremistischen Motiven ein. Wie die Behörde mitteilte, wird gegen den Mann in einem sogenannten Sicherungsverfahren verhandelt. Ziel ist es, eine dauerhafte Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik zu erreichen, da er als gefährlich gilt. Es handelt sich dabei nicht um ein Strafverfahren.

+++ 15.47 Uhr: Russland weist Diplomaten aus Deutschland, Schweden und Polen aus +++

Russland hat nach den Protesten gegen die Inhaftierung des Kremlgegners Alexej Nawalny und gegen Präsident Wladimir Putin drei Diplomaten aus Deutschland, Polen und Schweden ausgewiesen. Das teilte das russische Außenministerium in Moskau mit. Die drei Vertreter seien "zu unerwünschten Personen" erklärt worden. Dazu seien die Botschafter der drei EU-Länder einbestellt worden. Russland überreichte demnach Protestnoten. Moskau hatte der EU immer wieder vorgeworfen, sich in seine inneren Angelegenheiten einzumischen. Es sei festgestellt worden, dass die Diplomaten des schwedischen und polnischen Konsulats in St. Petersburg und ein Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Moskau an den nicht genehmigten Protesten am 23. Januar teilgenommen hätten, hieß es. Sie müssten das Land möglichst umgehend verlassen.

+++ 15.14 Uhr: Ehemaliger US-Präsidentschaftskandidat neuer UN-Sondergesandter +++

Der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat Michael Bloomberg ist erneut zum UN-Sondergesandten für Städte und Klimawandel ernannt worden. Bloomberg werde UN-Generalsekretär António Guterres künftig in Klimafragen beraten, teilte ein Sprecher des Generalsekretärs mit. Der 78-jährige Geschäftsmann und ehemalige Bürgermeister von New York wurde bereits im Jahr 2014 in dieses Amt gewählt. Bloomberg ist Verwaltungsrats-Vorsitzender der C40 Climate Group. Der Milliardär, der laut Forbes den 14. Platz auf der Liste der reichsten Menschen weltweit einnimmt, trat im November 2019 in den Vorwahlkampf der US-Demokraten für die Präsidentschaftswahl 2020 ein.

+++ 15.06 Uhr: Bulgarischer Bergsteiger am K2 in die Tiefe gestürzt +++

Beim Versuch der Winterbesteigung des K2 ist ein bulgarischer Bergsteiger in die Tiefe gestürzt und gestorben. Der 42-Jährige sei in der Nähe eines Camps in über 7000 Metern Höhe gestürzt, nachdem ein Sicherungsseil gerissen war, teilte der pakistanische Alpinclub mit. Das Militär hatte seine Leiche in etwa 5500 Metern Höhe geborgen. Bereits im Januar waren zwei Bergsteiger beim Versuch gestorben, den Gipfel zu erreichen. Der 8611 Meter hohe K2 im Karakorum in Pakistan ist der zweithöchste Berg der Welt und gilt als extrem schwierig. Ein Team von zehn nepalesischen Sherpas erreichte Mitte Januar erstmals den Gipfel im Winter. Der K2 gilt als weit anspruchsvoller als der knapp 8849 Meter hohe Mount Everest, der höchste Berg der Welt. Gründe sind unter anderem die steile Route und die Lawinengefahr. Bisher haben ihn nur rund 300 Menschen bestiegen.

+++ 15.06 Uhr: Polizeihund beißt Fünfjährigen +++

Ein Polizeihund hat einen fünfjährigen Jungen in Nordrhein-Westfalen gebissen und schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei machte eine Beamtin mit ihrem Hund einen privaten Spaziergang in Düren. Als sie dem Jungen mit seiner Mutter begegneten, biss das Tier dem Kind aus bisher ungeklärten Gründen in den Arm. Der Junge kam in ein Krankenhaus. Der Diensthund wird den Angaben zufolge zunächst nicht mehr eingesetzt. Aus Gründen der Neutralität hat die Aachener Polizei die Ermittlungen übernommen.

+++ 15.02 Uhr: Polizei entdeckt auf zwei Weiden offenbar zusammengestohlene Schafherden +++

Ein 26-Jähriger aus Kassel soll sich im vergangenen Jahr in Nordhessen zwei Schafherden zusammengestohlen haben. Nach intensiven Ermittlungen entdeckte die Polizei jetzt rund hundert Schafe und Lämmer auf zwei Weiden in der Nähe von Marsberg in Nordrhein-Westfalen und Niestetal in Hessen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Kassel mitteilten. Der Mann soll von Weiden in den nordhessischen Landkreisen Kassel, Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg nicht nur Schafe, sondern auch Zäune, Weidezaungeräte und Ohrmarken gestohlen und damit gehandelt haben. 31 der nun aufgefundenen Tiere konnten die Ermittler bereits zwei entsprechenden Diebstählen vom vergangenen November zuordnen.

+++ 15.00 Uhr: Männer stehlen Lenkräder und Navigationsgeräte aus Neuwagen auf Autozügen +++

Die Bundespolizei hat in Niedersachsen zwei Diebe festgenommen, die Lenkräder und Navigationsgeräte aus Neuwagen auf Autozügen gestohlen haben sollen. Die beiden Männer im Alter von 51 und 39 Jahren befinden sich in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft in Stuttgart erklärte. Insgesamt sollen sie seit 2018 Diebesgut im Wert von rund 600.000 Euro erbeutet haben. Die Tatverdächtigen spezialisierten sich demnach bei ihren Diebeszügen auf Neuwagen der Marken VW und Mercedes-Benz, die auf Autozügen der Deutschen Bahn zum Transport bereitstanden.

+++ 14.52 Uhr: Kuh namens "Posh Spice" für 262.000 Pfund bei Viehauktion ersteigert

Eine nach dem früheren Spice Girl Victoria Beckham benannte Kuh namens "Posh Spice" ist in England zum Rekordpreis von 262.000 Pfund ersteigert worden. Bei einer Viehauktion in Carlisle sei das Tier - mit vollem Namen Wilodge Poshspice - in der vergangenen Woche für umgerechnet knapp 300.000 Euro ersteigert worden, berichtete die BBC. Laut der British Limousin Cattle Society sei das ein Preis, der den bisherigen Rekord für ein vergleichbares Tier von gut 131.000 Pfund bei weitem übertreffe. Das große Interesse verdankt "Posh Spice" wohl auch ihrer Namenspatin Victoria Beckham, die zu Zeiten der Spice Girls denselben Spitznamen trug. Die Mutter versteigerten Kuh hieß "Ginger Spice"

+++ 14.59 Uhr: China sendet Warnung an US-Kriegsschiff in umstrittenem Seegebiet +++

China hat am Freitag ein Kriegsschiff der USA verwarnt, das in einem umstrittenen Seegebiet in der Nähe der Paracel-Inseln unterwegs gewesen ist. Die "USS John S. McCain" habe "ohne die Erlaubnis der chinesischen Regierung" chinesische "Hoheitsgewässer" befahren, teilte die chinesische Armee mit. Peking habe das Schiff mit Marine- und Luftstreitkräften verfolgt, um es zu überwachen und zu warnen. Peking beschuldigte die USA einer "ernsthaften" Verletzung der chinesischen Souveränität und warf Washington vor, "den regionalen Frieden zu schädigen". Die US-Pazifikflotte hatte zuvor erklärt, die Fahrt der "USS John S. McCain" sei ein Zeichen für "das Bekenntnis der USA zu einem freien und offenen Indopazifik". China und andere an das Südchinesische Meer grenzende Staaten erheben rivalisierende Gebietsansprüche in dem Seegebiet.

+++ 13.52 Uhr: Ehemalige KZ-Sekretärin in Schleswig-Holstein angeklagt +++

Die Staatsanwaltschaft Itzehoe in Schleswig-Holstein hat Anklage gegen eine ehemalige Schreibkraft des deutschen Konzentrationslagers Stutthof bei Danzig wegen Beihilfe zum Mord und zum versuchten Mord erhoben. Die heute 95 Jahre alte Frau soll als Sekretärin des Lagerkommandanten mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren des KZ geleistet haben. Der Angeschuldigten aus dem Kreis Pinneberg werde Beihilfe zum Mord in 10.000 Fällen und in weiteren Fällen Beihilfe zum versuchten Mord im Zeitraum von 1943 bis 1945 vorgeworfen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zuständig sei die Jugendkammer, weil die Frau zum Zeitpunkt der Taten heranwachsend war. Die Ermittlungen liefen seit 2016.

+++ 14.38 Uhr: Palästinenser in israelischer Siedlung im Westjordanland erschossen +++

Im von Israel besetzten Westjordanland ist ein offenbar unbewaffneter Palästinenser erschossen worden, der in eine jüdische Siedlung eingedrungen ist. Israelische Siedler hätten den 34-jährigen Familienvater und Mitarbeiter des palästinensischen Finanzministeriums niedergeschossen, meldete die amtliche palästinensische Nachrichtenagentur Wafa. Die israelische Armee erklärte, der Mann sei "neutralisiert worden", nachdem er sich Zugang zu der Siedlung verschafft habe.

+++ 13.38 Uhr: Studentenproteste in der Türkei - Ermittlungen gegen Abgeordneten Sik +++

Die türkischen Behörden haben Ermittlungen gegen den unabhängigen Abgeordneten Ahmet Sik in Zusammenhang mit den andauernden Studentenprotesten eingeleitet. Wegen Beiträgen in den sozialen Medien sei ein Verfahren zum Vorwurf der Anstiftung zu einer Straftat eingeleitet worden, teilte die Oberstaatsanwaltschaft in Ankara mit. Sik wurde in der Mitteilung mit dem Satz "Diese Regierung wird nicht durch Wahlen abtreten, geht auf die Straße“ zitiert. Studierende und Akademiker der renommierten Istanbuler Bogazici-Universität sowie Unterstützer protestieren seit rund einem Monat gegen die Einsetzung eines neuen Rektors, der durch den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bestimmt wurde. Die Protestierenden kritisieren das als undemokratisch und fordern die Besetzung der Stelle per Wahl.

Seit Anfang Januar wurden nach Angaben des Innenministeriums vom Donnerstag in Zusammenhang mit den Protesten mehr als 500 Menschen in 38 Provinzen festgenommen. Bisher wurden vier Haftbefehle gegen Studenten, die an Demonstrationen teilgenommen haben, ausgestellt, zwei davon in der Nacht zu Freitag.

+++ 13.18 Uhr: Ex-Sekretärin des Konzentrationslagers Stutthof wegen Mordbeihilfe angeklagt +++

Wegen des Verdachts der Beihilfe zum Mord in mehr als zehntausend Fällen hat die Staatsanwaltschaft in Itzehoe in Schleswig-Holstein eine ehemalige Sekretärin des NS-Konzentrationslagers Stutthof angeklagt. Der Frau werde vorgeworfen, als Stenotypistin und Schreibkraft des Lagerkommandanten "den Verantwortlichen des Lagers bei der systematischen Tötung von jüdischen Gefangenen, polnischen Partisanen und sowjetrussischen Kriegsgefangenen Hilfe geleistet zu haben", erklärte die Anklagebehörde.

Demnach soll die heute 95-jährige Frau zwischen 1943 und 1945 als Sekretärin des Lagerkommandanten gearbeitet haben. Da sie zur Tatzeit jünger als 21 Jahre war, erfolgte die Anklage vor der Jugendkammer des Landgerichts Itzehoe. Diese muss nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung eines Prozesses entscheiden. Wie lange dies dauern wird, war zunächst unklar.

+++ 13.17 Uhr: Partei: Aung San Suu Kyi "bei guter Gesundheit" unter Hausarrest +++

Die bei einem Militärputsch festgesetzte De-facto-Regierungschefin von Myanmar, Aung San Suu Kyi, befindet sich nach Angaben ihrer Partei "bei guter Gesundheit" in ihrer Residenz in der Hauptstadt Naypyidaw. "Soweit ich weiß, steht sie unter Hausarrest", sagte der Sprecher der Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD), Kyi Toe, der Nachrichtenagentur AF. Derweil gab es vor allem in der Wirtschaftsmetropole Rangun Proteste gegen die Machtübernahme durch die Armee. Die 75-jährige Suu Kyi sei noch nicht an einen anderen Ort gebracht worden, sagte Kyi Toe weiter. Zuvor war bekannt geworden, dass auch Suu Kyis enger Vertrauter Win Htein festgenommen wurde.

+++ 13.17 Uhr: Tiger beißt Pfleger in ukrainischem Zoo tot +++

Im Norden der Ukraine ist ein Zoomitarbeiter von einem Tiger angegriffen und getötet worden. Das Tier habe den 47-Jährigen in einem Zoo der Stadt Mena bei der Fütterung in den Hals gebissen, berichteten ukrainische Medien. Der Zoodirektorin zufolge hatte der Pfleger die Sicherheitsvorschriften nicht beachtet und war allein in den Käfig gegangen. Der Tierpark in der etwa 150 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Kiew gelegenen Kreisstadt hält neben Tigern auch Löwen, Pumas, Leoparden und Bären.

+++ 13.06 Uhr: Mexikanischer Ex-Gouverneur wegen Folter von Journalistin festgesetzt +++

In Mexiko ist der frühere Gouverneur des Bundesstaats Puebla wegen Drohungen gegen eine Journalistin festgenommen worden. Mario Marín (2005-2011) wurde im Badeort Acapulco festgesetzt und zur Anhörung nach Cancún an der Karibikküste gebracht. Am Donnerstagabend (Ortszeit) lehnte der Richter einen Antrag Maríns auf Hausarrest ab. Am kommenden Mittwoch wird entschieden, ob der frühere Gouverneur in Untersuchungshaft kommt oder auf freien Fuß gesetzt wird.

Marín soll 2005 die Festnahme der Journalistin Lydia Cacho angeordnet haben. Die Reporterin hatte zuvor ein Buch veröffentlicht, in dem sie die Machenschaften eines Kinderhandelrings um einen Textilunternehmer und einen Hotelier publik machte. Die Unternehmer zeigten sie deshalb wegen Verleumdung an und Cacho wurde in Cancún festgenommen. Auf der 20-stündigen Fahrt nach Puebla sollen die Polizisten ihr mit Vergewaltigung gedroht und sie psychisch gefoltert haben.

+++ 13.04 Uhr: Stadt Hanau erinnert unter Corona-Bedingungen an Opfer rassistischen Attentats +++

Ein Jahr nach dem rassistischen Attentat von Hanau mit neun Toten will die Stadt der Opfer am 19. Februar unter Corona-Bedingungen gedenken. An der Feier nehmen unter anderem Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD), Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teil, wie die hessische Staatskanzlei in Wiesbaden mitteilte. Insgesamt 50 Gäste sind am Abend im Hanauer Congress Park geladen. Ein kurzer Film wird sich den Ereignissen vom 19. Februar 2020 widmen. Zusätzlich sind persönliche Videoansprachen der Opferfamilien geplant. In Erinnerung an die Opfer wird eine freistehende und beleuchtete Namenssäule auf der Bühne stehen.

+++ 13.00 Uhr: Merkel und Macron wollen über Rüstungskooperationen beraten +++

Beim Deutsch-Französischen Verteidigungs- und Sicherheitsrat wollen Kanzlerin Angela Merkel und Präsident Emmanuel Macron über den Stand der laufenden Rüstungskooperationen beraten. Außerdem solle es darum gehen, wie die europäische Handlungsfähigkeit gestärkt werden könne, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin vor den Gesprächen. Als Rüstungsprojekte nannte er das geplante Luftkampfsystem der Zukunft (FCAS) sowie das künftige Landkampfsystem (MGCS).

+++ 12.51 Uhr: Drei Tote nach Angriffen rund um schottisches Krankenhaus +++

Bei Angriffen in der schottischen Stadt Kilmarnock sind drei Menschen ums Leben gekommen. Zwei Frauen starben an Verletzungen, teils durch Stiche, ein Mann bei einem Autounfall, wie die Polizei mitteilte. Ein Krankenhaus, das im Zentrum der Vorfälle stand, war am Abend zuvor für mehrere Stunden von der Polizei abgeriegelt worden. Schon am Abend gab die Polizei jedoch bekannt, dass es sich nicht um Terror handle und keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe. Am Freitagmorgen hatte die Nachrichtenagentur PA noch über "mindestens eine verletzte Person" berichtet.

+++ 12.49 Uhr: Amazon-Fahrer in den USA werden künftig gefilmt - Konzern verweist auf Sicherheit +++

Fahrer von Lieferwagen des Online-Versandhändlers Amazon in den USA sollen künftig bei ihrer Arbeit gefilmt werden. "Wir haben kürzlich damit begonnen, eine Sicherheitstechnologie in unserer Flotte zu installieren, die auf Kameras basiert", sagte eine Amazon-Sprecherin. Amazon wolle damit die Sicherheit der Fahrer erhöhen und Unfälle vermeiden. Vertreter von Arbeitnehmerrechten liefen Sturm gegen die "Überwachung" - sie beklagen eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und fürchten massenhaftes Datensammeln. Amazon erklärte am Donnerstag, die "Sicherheitstechnologie" basiere auf Künstlicher Intelligenz (KI) und gebe Warnhinweise in Echtzeit an die Fahrer, während diese auf der Straße unterwegs seien. Studien hätten gezeigt, dass auf diese Weise Unfälle reduziert werden könnten, heißt es in einem internen Video. Amazon bestätigte die Echtheit des Videos, über das zunächst US-Medien berichtet hatten.

+++ 12.39 Uhr: Bundesregierung begrüßt Einfrieren von US-Plänen für Truppenabzug aus Deutschland +++

Die Bundesregierung hat die Ankündigung des neuen US-Präsidenten Joe Biden begrüßt, die Pläne seines Vorgängers Donald Trump für einen US-Truppenabzug aus Deutschland "einzufrieren". Es sei immer die Überzeugung Berlins gewesen, dass die Stationierung der US-Streitkräfte in Deutschland "der europäischen und transatlantischen Sicherheit dient und in unser beiderseitigem Interesse ist", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin.

US-Präsident Joe Biden hatte am Donnerstag angekündigt, dass die unter seinem Vorgänger Donald Trump ausgearbeiteten Pläne zum Abzug 12.000 amerikanischer Soldaten aus Deutschland auf Eis gelegt werden. Bis zum Abschluss einer gründlichen Überprüfung der weltweiten Stationierung von US-Soldaten werde es keinen Truppenabzug geben.

+++ 12.34 Uhr: Ungarn: Minister trifft Rothschild-Banker - und erntet Shitstorm +++

Ein Treffen des ungarischen Außenministers Peter Szijjarto mit der Führung des Pariser Bankhauses Rothschild hat die Anhänger des rechtsnationalen Politikers zutiefst verstört. Das diesbezügliche Posting des Ministers auf der Plattform Facebook löste einen wahrhaften Shitstorm aus. Hintergrund: Die Regierung von Ministerpräident Viktor Orban lässt immer wieder die in ihrem Kern antisemitische Verschwörungstheorie verbreiten, wonach dunkle "Hintergrundmächte" die wahren Herrscher der Welt seien.

+++ 12.07 Uhr: 16 Jahre alter Terrorverdächtiger in Norwegen gefasst +++

Ein 16 Jahre alter ausländischer Staatsbürger ist in Norwegen wegen Terrorverdachts festgenommen worden. Ihm wird die Vorbereitung einer Terrortat vorgeworfen, wie der norwegische Inlandsgeheimdienst PST am Freitag auf Twitter mitteilte. Er wurde demnach am Donnerstag in Oslo gefasst und sollte im Laufe des Freitags einem Haftrichter in der norwegischen Hauptstadt vorgeführt werden. Es handele sich um einen Syrer, sagte PST-Chef Hans Sverre Sjøvold dem Rundfunksender NRK. Ob der Jugendliche eine Terrortat in Norwegen geplant habe, ließ Sjøvold zunächst offen.

+++ 11.47 Uhr: Kremel nennt Biden-Rede "aggressiv und nicht konstruktiv"

Der Kreml hat die Forderung des neuen US-Präsidenten Joe Biden nach einer sofortigen Freilassung des Kremlgegners Alexej Nawalny zurückgewiesen. Ultimaten seien generell nicht akzeptabel, sagte Sprecher Dmitri Peskow in Moskau der Agentur Interfax zufolge. "Wir haben bereits gesagt, dass wir derartige Belehrungen ignorieren werden." Biden hatte zuvor in seiner ersten großen außenpolitischen Rede gefordert, dass der Oppositionelle freigelassen wird.

Ein Gericht hatte ihn am Dienstag zu mehreren Jahren Straflager verurteilt. Der 44-Jährige soll gegen Bewährungsauflagen verstoßen haben, während er sich nach einem Giftanschlag in Deutschland aufhielt. Bei Protesten gegen die Inhaftierung gab es Tausende Festnahmen. Biden sagte dazu, Moskaus Bemühungen, die Meinungs- und Versammlungsfreiheit zu untergraben, gäben Anlass zu großer Sorge.

+++ 11.21 Uhr: Scholz will höhere Tabaksteuer und auch E-Zigaretten besteuern +++

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will durch höhere Steuern auf Tabak und E-Zigaretten mehr Geld in die Staatskasse spülen. Ab 2022 soll die Abgabe in fünf Jahresschritten steigen, wie der "Spiegel" am Freitag berichtete. Demnach sollen für eine Packung mit 20 Zigaretten am Ende 25 Cent mehr Steuern anfallen - ein Aufschlag von fünf Cent pro Jahr. Bei Drehtabak sind es pro Jahr 15 Cent je Päckchen, insgesamt also 75 Cent. Vergleichbar seien die Pläne für Zigarren und Zigarillos. Erstmals wolle Scholz zudem auch E-Zigaretten besteuern. Es wird erwartet, dass die Hersteller die höheren Steuern an die Verbraucher weitergeben und dadurch Zigaretten und Tabak teurer werden.

+++ 10.58 Uhr: Laut ZDF-Umfrage hängen Grüne in Baden-Württemberg CDU ab +++

Die Grünen in Baden-Württemberg mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann an der Spitze haben auch in einer Umfrage für das ZDF einen großen Vorsprung auf die CDU. Wenn am nächsten Sonntag im Südwesten Landtagswahl wäre, lägen die Grünen bei 34 Prozent und die CDU bei 28 Prozent, wie eine repräsentative Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen ergab, die das ZDF am Freitag auf Twitter veröffentlichte. Die AfD erreicht demnach 11 Prozent, die SPD 10 Prozent und die FDP 9 Prozent. Die Linke käme nur auf 3 Prozent und würde erneut an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Die Landtagswahl ist am 14. März.

+++ 10.14 Uhr: EU-Außenbeauftragter will in Moskau Freilassung Nawalnys fordern +++

Inmitten konfliktbeladener Beziehungen will sich der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Freitag in Moskau mit Außenminister Sergej Lawrow treffen und dabei die Freilassung des Kremlkritikers Alexej Nawalny fordern. Bei dem bereits länger geplanten Treffen handelt es sich um den ersten Besuch eines EU-Chefdiplomaten in der russischen Hauptstadt seit fast vier Jahren. Sollte es auf die Forderung nach Freilassung Nawalnys erwartungsgemäß keine zufriedenstellende Reaktion geben, dürften bald Planungen für neue EU-Sanktionen gegen Russland beginnen.

+++ 9.35 Uhr: Bundesverfassungsgericht verweist Sterbewillige auf neue Rechtslage

Nach dem wegweisenden Urteil zur Sterbehilfe vom vergangenen Jahr kann ein sterbewilliges Ehepaar ein tödliches Arzneimittel nicht mehr beim Bundesverfassungsgericht einklagen, sondern muss sein Ziel auf anderem Weg erreichen. Das entschieden die Karlsruher Richter laut einem am Freitag veröffentlichten Beschluss. Im vergangenen Februar hatten sie das Verbot der wiederholten Suizidbeihilfe durch Ärzte - die sogenannte geschäftsmäßige Sterbehilfe - gekippt. Seitdem machen sich Ärzte und Suizidhelfer, die regelmäßig anderen beim Sterben helfen, nicht mehr strafbar. Die Kläger, ein älteres Ehepaar, wollten sich trotzdem die Erlaubnis zum Kauf einer tödlichen Dosis Natriumpentobarbitral erstreiten. Verschreiben lassen könnten sie es sich nicht, argumentierten sie, weil das ärztliche Landesstandesrecht dies nicht erlaube. Bislang regelte die Politik das Sterbehilfegesetz nicht neu.

+++ 9.22 Uhr: Bericht: Großbritannien weist drei chinesische Spione aus +++

Großbritannien hat einem Medienbericht zufolge drei chinesische Spione ausgewiesen. Die Geheimdienstmitarbeiter sollen sich als Journalisten ausgegeben haben, berichtete die britische Zeitung "Daily Telegraph" am Donnerstag. Laut einer hochrangigen Regierungsquelle sind die drei Spione für das chinesische Ministerium für Staatssicherheit tätig. 

+++ 8.46 Uhr: Arzt von Nawalny in Sibirien gestorben +++

Ein russischer Arzt, der den Kremlkritiker Alexej Nawalny direkt nach dem Giftanschlag im vergangenen August behandelte, ist im Alter von 56 Jahren gestorben. Der stellvertretende Chefarzt für Anästhesiologie und Reanimation, Sergej Maksimischin, sei "plötzlich verstorben", teilte die Klinik in der sibirischen Stadt Omsk mit. Maksimischin arbeitete demnach 28 Jahre lang in dem Krankenhaus.

+++ 8.19 Uhr: Enger Vertrauter Aung San Suu Kyis in Myanmar festgenommen +++

Vier Tage nach dem Putsch in Myanmar hat das Militär einen engen Vertrauten der entmachteten Regierungschefin Aung San Suu Kyi festgenommen. Der 79-jährige Win Htein, ein führender Politiker der Regierungspartei Nationale Liga für Demokratie (NLD), sei am späten Donnerstagabend in seinem Haus in der größten Stadt Yangon inhaftiert und auf eine Polizeiwache in der Hauptstadt Naypyitaw gebracht worden, berichtete das Nachrichtenportal "The Irrawaddy" am Freitag unter Berufung auf die NDL und seine Familie. Der Politiker sei gesundheitlich in einem schlechten Zustand, hieß es.

+++ 8.10 Uhr: Amazon-Fahrer in den USA werden künftig gefilmt - Konzern verweist auf Sicherheit +++

Fahrer von Lieferwagen des Online-Versandhändlers Amazon in den USA sollen künftig bei ihrer Arbeit gefilmt werden. Das Unternehmen habe "kürzlich damit begonnen, eine Sicherheitstechnologie in unserer Flotte zu installieren, die auf Kameras basiert", sagte eine Amazon-Sprecherin am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Sie bestätigte damit Berichte von US-Medien. Demnach will Amazon damit die Sicherheit seiner Fahrer erhöhen.

+++ 7.10 Uhr: Mindestens 16 Sicherheitskräfte in Afghanistan getötet +++

In Afghanistan sind bei einem nächtlichen Talibanangriff mindestens 16 regierungstreue Sicherheitskräfte getötet worden. Der Überfall erfolgte in der umkämpften Nordprovinz Kundus, wie Provinzräte übereinstimmend berichteten. Mehrere Stunden lang hätte die dem Inlandsgeheimdienst zugehörige Miliz den Kontrollposten verteidigt, bevor dieser schließlich überrannt worden sei. Waffen und Munition seien geplündert worden.

+++ 6.57 Uhr: Hochwasser im Rhein steigt weiter - "Ganz normales Winter-Hochwasser

Die Pegelstände des Rheins in Nordrhein-Westfalen sind weiter gestiegen. Der Wasserstand in Köln lag nach Angaben des Hochwasserzentrums in Mainz am frühen Freitagmorgen bei 8,54 Metern. Das waren etwa 33 Zentimeter mehr als einen Tag zuvor. Die Lage sei aber nicht dramatisch, sagte Marlene Willkomm, stellvertretende Leiterin der Hochwasserschutzzentrale in Köln. "Das ist ganz normales Winter-Hochwasser."

+++ 6.00 Uhr: Tesla seit drei Jahren im All unterwegs +++

 Ein im Februar 2018 ins All geschossenes Auto der Marke Tesla hat zu seinem dreijährigen Jubiläum im Weltraum rund 2,4 Milliarden Kilometer zurückgelegt. Der Tesla - oder was von ihm übrig ist - nähert sich in seiner Umlaufbahn momentan rasant der Erde, pro Sekunde kommen etwa 33 Kilometer hinzu. Die Angaben gehen zurück auf die private und oft zitierte Seite "Whereisroadster.com" (von "Where is Roadster"), die die Route des Autos permanent berechnet. Der Wagen wurde am 6. Februar 2018 in den Weltraum geschossen.

+++ 4.00 Uhr: Krank zur Arbeit: Psychologe hofft auf Ende des Präsentismus +++

Der Psychologe Simon Hahnzog erwartet durch die Corona-Krise einen Wandel beim sogenannten Präsentismus in der Arbeitswelt. Damit ist gemeint, dass jemand arbeiten geht (präsent ist), obwohl er oder sie krank ist. "Von allen krankheitsbedingten Folgekosten entfielen auf den Präsentismus bislang etwa zwei Drittel", sagt der Experte für Gesunde Arbeit. "Dieser enorme volkswirtschaftliche Schaden dürfte in der nächsten Zeit geringer ausfallen, weil niemand mehr will, dass Kolleginnen und Kollegen krank zur Arbeit kommen - oder das schlichtweg nicht mehr dürfen."

+++ 3.32 Uhr: Snapchat gewinnt 16 Millionen Nutzer hinzu +++

 Die Foto-App Snapchat hat im vergangenen Quartal 16 Millionen tägliche Nutzer hinzugewonnen. Dabei sprang der Umsatz im Jahresvergleich um 62 Prozent auf 911,3 Millionen Dollar (759,8 Mio Euro), während es unterm Strich rote Zahlen von gut 113 Millionen Dollar gab. Im Vorjahresquartal war der Verlust mit 240,7 Millionen Dollar noch mehr als doppelt so hoch.

+++ 0:18 Uhr: Polizei untersucht mehrere "Vorfälle" in schottischer Stadt +++

Nach mehreren "Vorfällen" hat die Polizei in der schottischen Stadt Kilmarnock vorübergehend ein Krankenhaus abgeriegelt. "Die schottische Polizei befasst sich derzeit mit drei potenziell miteinander verbundenen Vorfällen in der Region Kilmarnock", teilte die Behörde am späten Donnerstagabend bei Twitter mit. Es handele sich nicht um einen Terrorverdachtsfall und es bestehe keine Gefahr für die Öffentlichkeit.

tis DPA AFP

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